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God goes Crazy – Chapter 01

Juni 5, 2008

Ihm blieb nichts anderes übrig, als sich in seinen bequemen, samtigen Chefsessel im Wohnzimmer zu setzen und das Geschehen beleidigt und schmollend zu beobachten. Ohne Vorankündigung stürmten Asagis Freunde und Bandmitglieder Ruiza, Hiroki, Tsunehito und Hide-Zou sein Haus, um spontan zu entscheiden, wohin es denn nach der langen, schönen, aber auch anstrengenden Tour in den gemeinsamen Urlaub gehen sollte.
Wild diskutierten die anderen herum und fanden einfach keine Einigung.

„Ich will irgendwo hin, wo es schön ist…“, warf Tsunehito ein, während er auf dem Boden hockte und eine von Asagis drei Katzen streichelte.
Ruiza betrachtete die Karte vor sich, die sie innerhalb weniger Sekunden aufgehangen hatten.
„Ich irgendwo hin, wo es warm ist…“, murmelte er und suchte weiter mit seinen Blicken die Welt ab. Hide-Zou stellte sich neben ihm und tat es ihm gleich.
„Aber nur warm ist doch auch langweilig.“ Ruiza wandte den Kopf und blickte ihn genau an:
„Da gibt es auch AUTOS und FRAUEN…“
„Okay, dann irgendwohin wo es warm ist.“

Asagi stützte seinen Kopf mit einer Hand und schüttelte ihn dann leicht. Seine
Freunde waren doch einfach nur durchgeknallt!
„Also, wenn ihr mich fragt…“, fing er an, wurde aber von dem euphorischen Hiroki unterbrochen:
„Wieso warm? In den Schnee ist doch viel cooler! …“ Er schwieg kurz und lachte dann schallend. „Cooler… haha… Was ein Wortspiel!“, freute er sich und lachte weiter. Hide-Zou seufzte.
„Weißt du, was du mir DAMIT antust?“ Ruiza konnte sich bei der Vorstellung, einen verzweifelten Hide-Zou durch hohen Schnee waten zu sehen, kaum das Grinsen verkneifen.
„Dick eingepackte Frauen und Autos mit Schneeketten?“, beantwortete er seine Frage. Tsunehito und Hiroki lachten laut. Asagi versuchte erneut durch ein Räuspern auf sich aufmerksam zu machen und sagte dann:

„Wieso fliegen wir nicht nach…“
„Aber im Schnee ist mir das zu kalt… Und was soll man da machen? Außerdem… hab’ ich dafür nix zum Anziehen… Winterklamotten machen dick…“, beklagte Tsunehito, nachdem er sich ausgelacht hatte und unterbrach Asagi auf’s Neue.
„Genau! Keine schicken Autos, keine hübschen Frauen und ein … eingepackter … Tsune. DAS nenne ich KEINEN Urlaub!“, neckte Hide-Zou ihn unter einem breiten Grinsen. Tsunehito ließ seine großen Augen aufblitzen, zog sich schnell einen Hausschuh aus und warf ihn Hide-Zou an den Kopf.

„Aber DU siehst schick aus in Skianzug oder was?! Blöder Sack…“, entgegnete er und ignorierte Hide-Zou von da an. Hiroki kugelte sich auf dem Boden hin und her vor lachen. Asagi seufzte lautstark und verdrehte die Augen. …Und mit DENEN sollte er in den ‚Urlaub’?
„JUNGS, hört MIR doch jetzt mal zu!!“, rief er schließlich mit großen Augen.
Ruiza schaute von dem beleidigten Hide-Zou zu Asagi.
„Hattest du denn was gesagt?“, wollte er in einem unschuldigen Tonfall wissen und pattete dem Gitarristen aufmunternd auf dem Kopf. Hide-Zou seufzte. Asagi knurrte leise und gefährlich.
„Ja… Hatte ich!“, grummelte er.
„Was möchtest du uns denn mitteilen, Asagi?“, fragte Tsunehito wie es eine Erzieherin nicht hätte besser machen können.

//Gleich hau’ ich euch alle kaputt…!!//, dachte sich der Sänger und atmete tief ein und aus, um sich zu beruhigen. Hiroki musste schon wieder anfangen zu kichern, da ihn Asagis grummeliger Gesichtsausdruck einfach ZU sehr amüsierte.
„Also…“, fing Asagi an und fuhr fort: „ICH wäre ja dafür, wenn wir in den skandinavischen Bereich verreisen. SO! Mann…“
„Aber da ist es doch auch KALT!“, jammerte Ruiza und setzte sich mit einem Schmollmund auf den Boden.
„Genau! Und da sind auch solche Autos und Frauen und … so ein Tsune.“, kommentierte Hide mit einem Seitenblick zu dem Bassisten.
„Boahr… JETZT reicht’s!“, rief Tsunehito und stürzte sich auf seinen Freund, um leicht auf ihn einzuschlagen. Asagi sprang schlagartig von seinem Sessel auf und sammelte mit einem gekonnten Handgriff eine seiner Katzen ein, die in der Nähe lag.

„Seid ihr verrückt geworden?!“, rief er empört.
„Ich glaub’, wir finden keine Einigung…“, seufzte Hiroki leise und kratzte sich am Hinterkopf. Ruiza kicherte und schaute entschuldigend zu Asagi.
„Du weißt doch wie sie sind … also …“ Er zuckte mit den Schultern und griff nach der zweiten Katze, die wohl genauer wissen wollte, was grade zwischen dem Bassisten und Gitarristen ablief.
Hide-Zou hob schützend den Arm.
„Aua, Tsune, das tut weh! Hör auf!“
„NIEMALS!“, rief der Bassist und prügelte weiter. Asagi setzte seine Katze auf dem Chefsessel ab und lief in die Küche. Dort holte er einen Topf und einen Holzlöffel, kam ins Wohnzimmer und schlug auf den Topf ein, woraufhin alle zusammenzuckten.

„SCHLUSS JETZT!“, rief er und blickte alle ernst an. Tsunehito erstarrte zu Eis und ließ von Hide-Zou ab.
„Endlich.“, murmelte jener und blickte nun auch zu Asagi. //Seit wann hat er Töpfe?//, fragte er sich und blickte zu Ruiza. Dieser schüttelte nur leicht mit dem Kopf, genauso verblüfft über diesen Haushaltsgegenstand bei Asagi.
„So, wir machen das jetzt GANZ anders: Wir bestimmen einen von uns, der unser Urlaubsziel bestimmt! Sonst kommen wir nicht weiter.“, argumentierte er und drohte mit dem Kochlöffel.
„Ich bin stark dafür, dass der GROßARTIGE Tsunehito den Urlaubsort bestimmt!“, warf der Bassist ein und hob die Hand.
„Ich will! Ich will!“, rief Ruiza aufgeregt, ließ die Katze fallen und sprang auf und ab.
„Meine Katze!!“, rief Asagi entsetzt und sah Ruiza verstört an. Wieso ließ er einfach die Katze fallen?!

„Die lebt weiter.“, kommentierte Hide-Zou und überlegte angestrengt.
„Warum … Warum werfen wir nicht einfach auf diese Karte und der beste Ort wird genommen?“, fragte er seine Freunde und deutete auf das Ding hinter sich. Tsunehito schnippste ihm mit den Fingern gegen die Stirn.
„Suuuper Idee, Hide-Zou! Und wie einigen wir uns dann WELCHER der beste Ort ist? Und wer wirft? …Schalt deinen Kopf lieber wieder aus, bevor du noch Kopfschmerzen kriegst…“, sagte er gespielt liebevoll und streichelte dem Gitarristen mit der Handfläche über die Stirn.
„ICH kann ja werfen! Ich kann das gut!!“, argumentierte Hiroki breit grinsend.
„Asagiiiii~ Sag was, Tsune is’ wieder gemein zu mir!“, beschwerte sich Hide-Zou bei dem Vokalisten.
„Von mir aus kann Hiroki werfen.“, entgegnete Ruiza in voller Hoffnung auf ein warmes Ziel.
„Nix Hiroki! ICH will werfen!“, beschwerte sich Tsunehito. Asagi fuhr sich mit einer Hand gestresst durch die langen Haare.

„Ihr macht mich noch wahnsinnig…“, murmelte er leise und atmete wieder tief ein und aus. „Also schön… Noch mal anders: Es wird GELOST, wer wirft! Ruiza! Schnippsel machen, los!“, forderte er und sah seinen kleinen Gitarristen streng an.
„Immer auf die Kleinen!“, beschwerte Ruiza sich gespielt und lief aber sofort in die Küche, um nach Papier und Stift zu suchen.
„Asaaagiiii, wo hast du Papier?!“, ertönte es aus dem angrenzenden Raum. Asagi rollte mit den Augen.
„Guck richtig nach!! Und benutz deine Hände! Ach…Warte, ich komme sofort.“, seufzte er noch immer gestresst und folgte Ruiza in die Küche.

„Ich gewinn’ bestimmt.“, war sich Hiroki sicher und grinste breit.
„Bloß nicht…“, jammerte Tsunehito und setzte sich auf die Couch, warf Hide-Zou nebenbei noch mal schnell einen bösen Blick zu.
„Ich hab doch schon überall nachgeguckt! Ich kann ja nix dafür, wenn du in deinen Schubladen keine Ordnung hast!“, beschwerte sich der blonde Gitarrist.
Hide-Zou verfolgte Tsunehito mit seinen Blicken und ließ selbst dann nicht von ihm ab, als Ruiza aus der Küche zurückkehrte.
Tsunehito streckte ihm kurz und frech die Zunge heraus, schaute dann in Ruizas Richtung.

„Irgendwann kriegt der Junge noch mal meine Brille…“, murmelte Asagi vor sich hin, während er den eigentlich nicht übersehbaren, kleinen Block von der Küchentheke vor sich nahm und ebenfalls ins Wohnzimmer zurückkehrte.
„So. Auf einen Zettel kommt jetzt ein X und wer das X zieht, darf werfen. Verstanden oder soll ich es lieber noch mal erklären?“, fragte der Vocal und blickte komischerweise nach seiner Frage direkt Ruiza an.
Dessen Augen verengten sich.
„Wir brauchen noch einen Stift!“, gab er als Antwort und grinste den Größeren dann frech an. Dieser schloss seine Augen halb.
„Jaja…“, grummelte er und organisierte also einen Kugelschreiber.

„Ruiza… Der Mann hat’s nich’ leicht in seinem Alter! Da vergisst man halt mal was…“, tuschelte Hiroki grinsend und kicherte anschließend. Er hatte Glück, dass Asagi das nicht mitbekam…
Ruiza kicherte und flüsterte zurück:
„Vergisst MAL was? Erst letztens hat er mich wieder vergessen!“ Hiroki und Tsunehito lachten auf, doch ihr Lachen verstummte schnell, als der Sänger ins Wohnzimmer zurückkehrte und gleich merkte, dass etwas nicht stimmte.
„WAS habt ihr gerade besprochen…“, fragte er mit bedrohlicher Stimme und sah jeden Einzelnen mit verengten Augen an. Tsunehito presste sich die Hand auf den Mund, um nicht zu lachen.
Ruiza sammelte all seinen Mut zusammen und blickte ihn mit unschuldigen Augen an.
„Dass es für dich schwer werden wird, dich von deinen Tieren zu verabschieden.“ //Naja, zumindest war es die halbe Wahrheit. Es hat zumindest was mit ihm zu tun….//, überlegte er und verkniff sich das Grinsen.

Skeptisch schaute Asagi in die Runde, schenkte Ruizas Worten dann aber einfach mal Glauben und ließ geknickt die Schultern hängen.
„Ja… Meine Tierchen! Wenn der Werfer Hokkaido oder so erwischt, nehme ich die mit… SO!“, bestimmte er und lächelte fröhlich. Tsunehito prustete laut los und brach auf der Couch zusammen vor lachen. Hiroki drehte den Kopf zur Seite, während sein Körper leicht zuckte. Es war nicht leicht das Lachen zu unterdrücken. Hide-Zou wandte sich von dem Vocal ab und versuchte ruhig tief ein und aus zu atmen, was angesichts des breiten Grinsens gar nicht so einfach war. Schließlich biss er sich auf die Unterlippe und seine Schultern zuckten leicht auf und ab.

Ruiza hingegen schaute die anderen nur fragend an, schluckte jegliches Kichern runter und versuchte, einfach weiterhin … unschuldig auszusehen.
Asagi legte den Kopf schief und hörte auf zu lächeln.
„Och kommt, Leute… Ihr seid echt doof, wisst ihr das?! Ich habe wirklich keine Lust mehr darauf! Zieht jetzt alle so einen bescheuerten Zettel, freut euch und dann fahrt wieder nach Hause! Ich lasse mich hier doch nicht für dumm verkaufen… Gibt’s doch nicht…“, ärgerte er sich und hielt die kleinen Zettel, von denen einer bereits mit einem X markiert war, gefächert seinen Freunden entgegen.

Tsunehito musste sich erst einmal wieder aufraffen und aufhören zu lachen, bevor er schließlich einen Zettel zog. Leider ohne X…
„Na toll… JETZT wird der Urlaub nix…“, jammerte er und rechnete nun mit dem Schlimmsten.
Während auch Ruiza nach einen der Blätter griff, meinte er:
„Aber eines muss klar sein. Ohne Murren und weiteres Diskutieren, wird dahin gefahren, wo hingeworfen wird!“ Bei dem siegessicheren Gefühl, dass er verspürte, öffnete er in voller Vorfreude den Zettel. Leer…
Grinsend zog Hiroki also einen der Zettel und sagte dann ganz cool:
„Ich brauch’ nich’ gucken… Ich hab’ eh gewonnen!“
Asagi verdrehte die Augen, reichte den letzten Zettel Hide-Zou und öffnete den eigenen.
„Hm… Also ich habe kein X.“, sagte er anschließend.

Jetzt hing also alles nur noch von Hide-Zou ab. Misstrauisch betrachtete er das Papier in seiner Hand. Schließlich faltete er es auseinander und rief sofort: „Das ist nicht fair! Ich konnte gar keinen auswählen! Asagi hat mir einfach einen in die Hand gedrückt! Ich hatte gar keine Chance!“
Tsunehitos Augen weiteten sich und er sah Hide-Zou panisch an.
„Nein… Sag jetzt nich’, dass du auch kein X hast, Hide…“, wimmerte er. Hiroki warf die Arme nach oben und rief freudig:
„JIPPIE! Hab’ ich doch gesagt! ICH hab’ gewonnen!“
„…Wo ist meine Winterjacke?“, murmelte Asagi und stand auf, um sich schon fast auf den Weg zu seinem Kleiderschrank zu machen. Hide-Zou zeigte das leere Papier seinem Freund und grummelte dann:

„Räumt alles weg, was bluten kann… Es kann gefährlich werden.“ Mit einem bösen Funkeln blickte er zu Hiroki.
„Katze!“, fiel dem Sänger daraufhin schnell ein und er sammelte alle seine Katzen zusammen, um sie nach draußen zu bringen. Hiroki mit einem Dartpfeil, der auf eine Karte werfen sollte, konnte nichts Gutes bedeuten…
Ruiza war der Nächste, der aus dem Sichtfeld des Drummers verschwand.
„Ich mag auch nich’ verbluten!“
„Nu’ stellt euch mal nich’ so an! Also… Wo is’ der Dartpfeil?“, fragte der Drummer und grinste fröhlich. Tsunehito reichte ihm den Pfeil und versteckte sich dann hinter der Couch, guckte nur mit der Nase über den Rand der Lehne. Hiroki fing an sich die Finger zu dehnen.

Hide-Zou platzierte sich schon direkt hinter dem Drummer, bereit, falls nötig einzugreifen.
„Soo… Dann woll’n wir ma’!“, murmelte Hiroki, streckte seine Zunge leicht raus und kniff ein Auge zu, während er mit der Spitze des Pfeils auf die Karte zielte.
//Hmm… Wo will ich denn ma’ hin, hm? Europa? Europa is’ gut…//, überlegte er und fing also an sein Ziel zu setzen. Ein paar Mal täuschte er den Wurf an, bis der Dartpfeil schließlich aus seiner Hand flog und auf die Karte zuschoss. Im letzten Moment, bevor er ihn losließ, riss Hide-Zou ihn an seinem Shirt weiter nach hinten.

„Ey, du Spast!“, beschwerte sich Hiroki und schubste Hide-Zou leicht. Asagi griff nach seiner Brille und schielte auf die Karte, lief dann ein paar Schritte auf jene zu, um den getroffenen Urlaubsort ausfindig zu machen. Ruiza gesellte sich neben ihn und während Hide im Hintergrund mit Hiroki diskutierte, murmelte er zu Asagi:
„Das sieht mir verdammt nach Europa aus … Aber wo genau … Is’ das nich Österreich?“ Tsunehito kam hinter der Couch hervor und stellte sich neben Asagi und Ruiza.
„…Was zum Teufel ist ‚Österreich’?“, fragte er mit einer Augenbraue hochgezogen.
„Ein Dorf…“, antworteten Asagi und Ruiza synchron.
„…Hab’ ich Österreich getroffen??“, wollte Hiroki aufgeregt wissen und unterbrach seine Diskussion mit Hide-Zou. Eben jener gesellte sich nun auch zu den anderen und schielte auf das Papier vor ihnen.
„Leute … Das sieht mir nicht wie Österreich aus … Eher … Die Walachei …“

Tsunehito haute Hiroki leicht und sah ihn vorwurfsvoll an.
„Mann, wo hast du uns jetzt hingeschickt?! Super… Hätte ICH mal lieber geworfen!“, beschwerte er sich.
„Hallo?! Hide-Zou hat mich manipuliert!“, konterte Hiroki mit großen Augen. Plötzlich hörte man freudiges Aufquieken von Asagi. Er legte beide Hände an seine Wangen und blickte gefesselt auf die Karte.
„Ich weiß, was das ist! Ich weiß, was das ist!! Es ist… hach.. D-LAND!!!“, rief er.
„Disneyland?“, fragte Ruiza ihn mit hochgezogener Augenbraue. „Die haben da echt DISNEYLAND?!“

Asagi rollte mit den Augen und klatschte sich die Hand gegen die Stirn.
„Ruiza… Nicht DISNEYland! D-Land! Deutschland! Schwarz-Rot-Gold! Zweiter Weltkrieg! Bier! Kartoffeln! FUSSBALL!!“, versuchte er seinem Freund das Urlaubsziel mit allem, was ihm einfiel zu erklären.
Ruiza starrte den Größeren ein paar Sekunden lang an. Schließlich weiteten sich seine Augen und er rief: „AH! Weißwurst und Sauerkraut!“
„… Hä?“, kam es intelligent von Tsunehito, der noch immer fragend die Karte anblickte.
„Deutschland! Cool!! … Und wo genau? Liegt da Schnee??“, fragte Hiroki aufgeregt. Asagi gab es auf, Tsunehito weiteres zu erklären… Es schien hoffnungslos.

Hide-Zou versuchte statt dessen, es seinem Freund zu erklären:
„Da, wo Despairs Ray so gerne hinfahren! Und immer betrunken wiederkommen!“
Ruiza kroch noch dichter an die Karte heran.
„Und wo genau sind wir da nun gelandet?“
Bei Tsunehito machte es nun endlich ‚klick’.
„Achsooo! Mann, sagt das doch gleich! Hm… Dann kann das ja nicht SO schlecht sein…“, fand er dann und legte den Kopf etwas schief. Asagi zog den Dartpfeil heraus und sagte:
„DA sind wir gelandet! Und zwar in…“ Er versuchte den Ort vorzulesen. „…In… ähm… da in… Ja… Gleich habe ich es… in… Ach Mann, das kann doch kein Mensch richtig aussprechen! Hiroki, schreib das ab und wir suchen uns da irgendwo über das Internet ein Hotel.“
„Okay!“, rief Hiroki fröhlich und griff wieder zu Zettel und Stift.
Ruiza schaute kurz zu Asagi und tippte dann mit dem Finger auf die Karte.
„Bairouischeru Warudo.“ Anschließend grinste er zum Vocal. Asagi zuckte mit den Schultern.

„Ja… Habe ich doch gesagt! Bayo… Dingsda… Wusste ich doch gleich. Also… Ihr wisst jetzt, wo es hingeht! Sucht ein Hotel, ruft mich an, wenn alles organisiert ist, haut jetzt ab und lasst mich in Ruhe!“, sagte er und ging in die Küche. Ein Tee war nun angebracht…

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God goes Crazy – Prologe

Juni 5, 2008

Ja Ja!
Eine neue Story xD
Hoffe, sie gefällt euch? Ich muss dazu anmerken, es ist meine erste Partner FF, ich schreib sie zusammen mit meiner lieben JasmineYou ^^ uns sie handelt um D!!
Nun aber ohne lange Vorworte, let’s start~!

Ruka (written by candyruiza)
Alter: 18
Größe: 1,64m
Macken:
~ Kaffeejunkie
~ Schadenfroh
~ In gewissen Situationen schüchtern und feige
~ ängstlich
~ crazy
~ Winnie Pooh
~ Leopardenmustersüchtling
~ Schokoladensüchtig

Yuri (written by me)
Alter: 20
Größe: 1,69m
Macken:
~ Kaffeejunkie
~ vergeßlich
~ Morgenmuffel
~ verschlafen
~ vernarrt in ihre Tiere

Asagi (written by candyruiza)
Alter: gefühlte 25
Größe: 1,78 m
Macken:
~ Rosen
~ Katzen
~ Hobbievampir
~ Erdbeersoße
~ Hühnchen
~ Hund
~ EITELKEIT
~ Kontrollzwang
~ Besitzergreifend
~ Waffenfetischist
~ ‚D’(ie) Kewlness in Person

Ruiza (written by me)
Alter: gefühlte 15 (28)
Größe: 1,64 m
Macken:
~ Süßkram
~ dumme D-Witze
~ Asagi
~ Gitarre
~ Sunnyboy
~ vernarrt in alles was Sweet ist
~ Games und Mangas
~ Tanzen
~ Schadenfroh was Asagi betrifft

Hide-Zou (written by me)
Alter: gefühlte 16
Größe: 1,71 m
Macken:
~ Autos
~ schöne Frauen
~ Tsune-Sadist
~ Blöde Sprüche reißen
~ Schadenfroh was Asagi betrifft

Tsunehito (written by candyruiza)
Alter: (der jüngste aus der Band)
Größe: 1,69 m
Macken:
~ schüchtern
~ nach Klamotten- und Accesoirläden gucken
~ leidenschaftlicher Hide-Zou-Sadist
~ BMX
~ Touch of HipHop xD
~ Schadenfroh was Asagi betrifft

Hiroki (written by candyruiza)
Alter: gefühlte 13(?) XD
Größe: 1,78 m
Macken:
~ TV Spiele
~ Arkadspiele
~ Drummersyndrom
~ Sportfetischist
~ zwinkert viel, wenn er nervös ist
~ Schadenfroh was Asagi betrifft

Haras (written by me)
Typ: reinrassiger Mischling (Hund)
Alter: 6
Chara:
~ anhänglich
~ ANGSTHASE
~ gehorsam (bei Yu immer, bei Anderen nur wenn er mag x’D)
~ süß
~ treudoof

Shaddow & Chila (written by me)
Shaddow
Typ: Katze
Alter: 3
Chara:
~ Princess von Yu
~ benimmt sich mit Vorliebe wie ein Baby
~ schläft den ganzen Tag
Lieblingsplatz: bei Yu auf der Schulter und in ihrer Nähe

Chila
Typ: Katze
Alter: 3
Chara:
~ Zicke aus Leidenschaft
~ Eigenwillig und Stur
~ VERFRESSEN
Lieblingsplatz: bei Yu auf der Couch oder auf ihrem Bett

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Blood of Demon – Chapter 02

Juni 1, 2008

Ohne lange Umschweife präsentiere ich euch das 2 Kapitel meiner Story und wünsche euch viel Spaß ;)

Chapter 02

Liara hatte sich umgezogen und sah sich suchend im Zimmer um. Nach was suchte sie eigentlich? Sie wusste es nicht, bis sie es sah. Sie ging zu Kyla’s Glasvitrine und öffnete die Türen. Dort bewarte Kyla ihr größtes Heiligtum auf. Einen langen Dolch, vererbt von ihrer Großmutter und von unvorstellbarem Wert. Sie wusste, wie sehr Kyla an diesem Ding aus gefaltetem Stahl hing. Doch sie kannte seine Verwendung nicht. Kyla hatte ihr nur einmal von ihm erzählt und ihr verboten, ihn jemals zu berühren. Liara nahm den Dolch in die Hand und es war, als wenn der Griff sich ihrer Hand anpasste. Langsam, fast ehrfürchtig zog sie die Klinge aus der Scheide und betrachtete sie. Seltsame Symbole waren auf dem Mittelverlauf eingraviert. Was sie bedeuteten, wusste Liara nicht. Sie betrachtete die klare Klinge einen Moment und schob sie dann zurück in die Scheide. Sie steckte sich den Dolch in den Hosenbund. Und nun? Was sollte sie jetzt tun?
Liara schloss die Glastüren und betrachtete eine Weile ihr Spiegelbild. Bildete sie sich das nur ein, oder verformte sich die Wand hinter ihr? Erschrocken drehte sie sich um.

Es schien, als wenn kleine Wellen durch die Wand jagten. Fasziniert wohnte sie dem Schauspiel bei. Schließlich formten sich so etwas wie Augen, Nase und Mund. Ganz deutlich konnte Liara das Gesicht erkennen, dass sie ganz unverwandt anstarrte.

„Was bist du?“, fragte Liara verwirrt und fragte sich gleichzeitig, wie viele Menschen in ihrem Leben mit einer Wand redeten.
„Man nennt mich Wächterin.“ Die Stimme hatte einen melodiösen Klang und hörte sich wie ein Singsang an. Liara spürte eine Wärme in sich aufsteigen, die ihr gefiel. Es hatte etwas Friedliches, Ausfüllendes. Zögerlich ließ sie sich am Ende des Bettes nieder. „Was willst du von mir?“
„Etwas Schreckliches hat sich ereignet. Etwas, das eigentlich nicht geschehen durfte. Ich bin hier, um dir zu helfen es zu verhindern.“ Liara fühlte sich für einen Moment in einen schlechten Comic versetzt. Sie hatte weder Superkräfte, noch besaß sie übermenschliche Stärke und trotzdem sollte sie jetzt einen auf Superheldin machen? Sie schüttelte den Kopf. „Was willst du denn schon wissen? Du willst mir helfen? Dann sag mir, wer der Kerl war und was er mit Kyla vorhat.“ „Es war Devon, der deine Freundin entführte. Du musst ihn aufhalten, er will Raia in die Welt zurückholen und das darf auf keinen Fall passieren.“ „Und wozu brauch er da Kyla?“ Die Wächterin zögerte einen Moment. „Wenn du deine Freundin retten willst, musst du Raia vernichten. Ich werde ein Portal für dich erschaffen, dass dich in ihre Welt bringt.“ „Warum hilfst du mir? Ohne deine Hilfe würde ich zwar niemals dort hingelangen, aber warum? Ich habe dich nicht um deine Hilfe gebeten.“ Die großen, ruhigen Augen ruhten auf Liara und die Stimme bekam einen warmherzigen Klang. „Nicht nur eure Welt gerät durcheinander, wenn Raia erwacht.“ Liara überlegte einen Moment. Diese –Wächterin- antwortete auf keine ihrer Fragen direkt, sondern gab meistens nur vage Auskünfte. Doch Liara beschloss, sich damit zufrieden zu geben. Es war besser als nichts. „Okay, wo ist dann das Portal?“, fragte sie.
„Ich bin müde. Meine Kräfte schwinden. Ich werde es erschaffen, beim nächsten Leuchtmond. Wenn der Leuchtmond den Zenit erreicht hat, wird sich vor dir das Portal öffnen. Wenn du hindurch gehst, bist du auf dich gestellt, dann kann ich dir nicht mehr weiter helfen.“ Kaum das die Wächterin zu Ende gesprochen hatte, verschwand auch ihr Gesicht und die Wand war das was sie zuvor gewesen war. Eine Mauer, überlagert von zig Schichten Tapete und Farbe. „Toll.“ Liara lies sich seufzend nach hinten, auf das Bett, fallen. Leuchtmond? War damit etwa der Vollmond gemeint? Wann war der genau? Liara erhob sich und trat an das Fenster um einen Blick in den Himmel zu werfen. Noch immer verdeckten Wolken den Himmel. Der Regen hatte zwar längst aufgehört, doch sie waren noch immer da und verdeckten den Blick auf den Mond und seine Begleiter. Liara seufzte. Ihr Blick fiel auf Kyla’s Timer. Stand in solch einem Ding nicht immer, wann Vollmond war? Hastig blätterte sie Seite um Seite um bis sie fand was sie suchte. Vollmond war in vierzehn Tagen. Bis dahin würde es eine Menge Vorbereitungen zu treffen geben. Sie klappte den Timer zu, legte den Dolch auf dem Nachttisch ab und verkroch sich zurück ins Bett. Mit einem kleinen Hoffnungsschimmer im Herzen schlief sie ein. Vielleicht war Morgen ja auch schon alles wieder so wie früher und Kyla würde neben ihr liegen, wenn sie aufwachte.

Als Kyla ihre Augen öffnete, fühlte sie die Schwäche ihres Körpers. Er war ausgelaugt, jeder Kraft entzogen und schwer wie Blei. Dennoch versuchte sie, sich aufzusetzen. Unter Schmerzen, die bei jeder Bewegung durch ihren Körper wie Blitze zuckten, gelang es ihr. Sie schlug die Decke zurück, die man über ihr ausgebreitet hatte und saß auf der Kante des Bettes. „Ein Bett in der Hölle. Wie –dämonisch-.“, sagte sie zu sich selbst und musste leicht lächeln. Vorsichtig erhob sie sich und testete, ob ihre Beine sie überhaupt tragen würden. Nachdem sie ihr Gleichgewicht gefunden hatte, machte sie ein paar Schritte am Bett entlang, blieb jedoch am Fußende stehen. Sie blickte sich um. Große Fenster, rechtes von ihr, die vom Boden bis zur Decke reichten waren mit Blutroten Vorhängen verdeckt. Der Boden bestand aus dunklen Fliesen und sonst war das Zimmer, abgesehen von dem Bett leer. Links sah sie die große Tür. „Na toll. Eine Tür, für die man Herkules bräuchte.“ Kyla überlegte einen Moment. Schließlich ließ sie sich aufs Bettende sinken und starrte vor sich her. Was sollte sie hier? Und warum hatte der Typ sie Raia genannt? Sie hatte keine Ahnung.

Kyla richtete ihren Blick auf die Tür, als diese sich einen Spalt breit öffnete. Eine kleine Gestalt, grade mal einen Meter groß, lugte hervor. Als sie sah, das Kyla wach war, öffnete sie die Tür ganz, schlüpfte hindurch und schloss sie wieder. Kyla betrachtete sie eingehend. Eine große Nase, den Mund weit hervorstehend, erinnerte der Kleine an einen Flugsaurier. Toll, jetzt werde ich echt noch verrückt, dachte sie bei sich. „Es nicht nett, mich mit primitiven Tier, dass längst von eurer Welt verschwunden, zu vergleichen.“, quäkte das Etwas und kam hinkend dichter. Kyla sah es mit großen Augen an. Kann es… „meine Gedanken lesen? Ja, kann.“, beendete er ihren Satz und blieb schließlich vor ihr stehen. Schwarze Augen sahen sie an. „Wer bist du?“, wollte Kyla wissen. „Ich Azamir.“, entgegnete der Kleine und legte den Kopf leicht schief.
„Nun Azamir, was willst du? Mich wohl kaum zum Tanz auffordern, oder?“ Azamir kramte im Beutel, der an seinem Gürtelartigen Riemen befestigt war. Kyla sah auf seine Hand, die einer Klaue glich. „Ich sein Heiler. Lord Devon schicken zu euch, um nach Befinden zu sehen.“ „Lord Devon?“ „Ja, mein Gebieter. Er später selbst kommen, wenn es euch besser.“ Er schien gefunden zu haben was er suchte und reichte Kyla eine Art kleine Kugel. Sie betrachtete sie. „Was soll ich damit?“ „Einnehmen. Dann es euch besser gehen und Schmerzen verschwinden.“ Azamir wechselte von einem Bein aufs Andere. Er war nervös, wie es schien. Bestätig sah sie ihre Vermutung, als er sich umblickte. „Und du willst mich gewiss nicht umbringen?“ Geschockt riss er seine schwarzen Augen auf. „Nein! Nein! Das würde Azamir niemals tun!“ Wieder blickte er sich scheinbar panisch um. „Was passiert, wenn ich mich weigere?“ „Dann Azamir bestraft.“ Er blickte betrübt auf den glatten Boden zu seinen Füßen. „Wieso wirst du dafür bestraft, wenn ich deinen Anordnungen nicht folge und mich schlichtweg weigere?“ Kyla verstand es nicht. „Azamir Befehl haben, sich um Meisterin kümmern. Wenn Meisterin sich weigert, es Azamirs Versagen. Das nicht geduldet wird.“ Kyla betrachtete den Kleinen vor sich. Sie wollte grade zu einer Antwort ansetzten, als die große Tür erneut aufschwang. Mit einem Krachen landeten beide Flügel der Tür an der Wand. Kyla kannte die Gestalt, die dort in der Tür stand. Aber nun konnte sie ihn bedeutend besser erkennen. Mit seinem schwarzen Gewand, das bis zum Boden reichte, war es kaum von seinem Haar zu unterscheiden. Man sah nur einzelne Strähnen, die bis zu den Knien reichten. Seine Haltung verriet, dass er zu herrschen gewohnt war. Seine Haut besaß einen hellen Teint, der seine Augen hervorhob. Sie glühen nicht Rot, so wie letzte Nacht, stellte Kyla fest. „Hast du sie versorgt?“, wandte er sich barsch an Azamir, der erschrocken zurückwich. Leicht schüttelte er seinen Kopf. Ein Knurren drang von dem Größeren zu Kyla und Azamir herüber. „Du musst sein Herr, dieser Devon sein. Und auch der Bastard, der mich entführt hat.“ Kyla zwang ihn, seine Aufmerksamkeit von Azamir auf sie zu richten. „Bastard. Der Letzte, der mich so nannte, ging in den Sümpfen von Yaq-Monnith unter.“ „Nun, ich werde nicht dort landen.“ „Woher willst du das wissen?“ „Wenn du mich hättest töten wollen, hättest du es längst getan. Statt dessen schickst du mir deinen Heiler.“ Kyla nickte in Richtung von Azamir. „Der bald erfahren wird, wie es ist, nicht zu gehorchen.“ Devon hob seine Hand und eine Art Energiekugel sammelte sich in seiner Fläche. Ächzend erhob sich Kyla und stellte sich vor Azamir. „Wage es, ihn zu töten und ich bringe dich eigenhändig um. Er hat sich dir nicht widersetzt. Sondern ich. Also wenn du jemanden bestrafen willst, dann mich. Oder verzieh dich du Bastard!“ Devons Mundwinkel zuckten leicht. Er wusste nicht, ob er über ihre Halsstarrigkeit amüsiert oder wütend sein sollte. Schließlich ließ er seine Hand wieder sinken. Die Energiekugel löste sich in einem Nichts auf. „Ich werde ein anderes Mal wiederkommen. Bis dahin, solltest du dich erholen.“ Er machte auf dem Absatz kehrt und verschwand. Die Tür schloss sich von selbst hinter ihm.

Erleichtert ließ sich Kyla zurück aufs Bett sinken. „Habt vielen Dank, Herrin.“ Er betonte das Wort mit Ehrfurcht. „Wieso Herrin? Ich dachte, Devon sei dein Herr?“, fragte Kyla verwirrt. „Ihr haben Azamirs Leben gerettet. Azamir nun euer. Machen könnt, was wollen mit Azamir.“ Als Kyla die Hand nach ihm ausstreckte, zuckte er leicht zurück. „Hab keine Angst vor mir Azamir. Ich werde dir gewiss nichts tun.“ Azamir blickte sie aus seinen schwarzen Augen an. Trotz seines Erscheinungsbildes hatte Kyla keine Angst vor ihm. Sie fand ihn … niedlich. Sogar seine Sprechweise amüsierte sie. „Azamir sehen, dass Meisterin wahr reden.“ Kyla nickte. „Ich habe keinerlei Grund auf dich böse zu sein.“ Einen Moment sahen sie sich einfach nur an, bis Kyla die kleine Kugel in ihrer Hand wieder einfiel. „Und du meinst, die soll mir helfen wieder gesund zu werden?“ Sie öffnete ihre Hand und Azamir nickte. „Nun, dann will ich dir mal vertrauen.“ „Meisterin werden davon müde, aber gut für Heilung.“ Kyla nickte ihm zu und schluckte die kleine Kugel schließlich runter. Augenblicklich wurde sie von einer Müdigkeit gepackt, die sie selbst überraschte. „Azamir…“ Er half ihr, sich hinzulegen und deckte sie zu. Kyla’s Lider wurden schwer und sie versuchte, noch einen Moment wach zu bleiben. „Bleib bitte bei mir, Azamir.“ Kyla verlor den Kampf und verfiel dem Schlaf. Azamir berührte mit seiner Hand vorsichtig ihre Stirn. Noch nie hatte er einen Menschen als Meister gehabt. Scheinbar waren sie doch nicht so schlecht, wie er immer gehört hatte. Azamir beschloss, sich gut um seine Herrin zu kümmern.

Devon schritt in seinem Gemach auf und ab. Er musste nachdenken. Die Zeit drängte und ihn selbst verlangte es nach seiner alten Gefährtin. Wie oft hatte er versucht, sie zu finden, sie wieder zu erwecken. Doch jedes Mal, nachdem er sie fand, war sie kurz darauf tot. Und er musste bis zur nächsten Reinkarnation warten. Manchmal dauerte es nur ein paar Jahre, manchmal ein paar Jahrhunderte.
Er blieb stehen und schaute aus dem großen Fenster vor ihm. Sein Blick streifte in die Ferne. Schon lange nahm er den Boden nicht mehr wahr, der gepflastert war mit unzähligen Skeletten von Wesen, die er selbst getötet hatte. Es war ein wahrer Friedhof. Devon lächelte. Menschen benutzten diesen Ausdruck, er selbst nannte es Trophäen. Sie zeugten von seinen vergangen Gegnern, die er im Kampf besiegte.
Er wandte sich vom Fenster ab. Raia hatte sich nicht verändert, auch wenn sie jetzt in einem menschlichen Körper steckte und schlief. Sie war die einzige gewesen, die ihn Bastard nannte und es überlebt hatte. Er hasste es, an seinen menschlichen Teil erinnert zu werden. Denn er war wirklich ein Bastard. Gezeugt von einem Dämon und einer Menschenfrau. Später, im Alter von sechs Jahren, nahm ihn sein Vater mit, tötete seine Mutter und brachte ihm alles bei, was er wusste. Er hatte es nicht leicht gehabt. Von den Anderen verspottet musste er mehr beweisen als sie um anerkannt zu werden. Irgendwann tötete er seinen Vater und nahm dessen Platz in der Rangfolge ein. Dank seiner Mutter hatte er das Aussehen eines Menschen, doch sein Herz glich dem seines Vaters. Jahrhunderte später traf er auf die Wiedergeburt seiner Mutter. Er beobachtete sie und als sie an einer Seuche starb, ließ sie einen kleinen Jungen zurück. Devon nahm sich seiner an. Dieser Junge wurde zu einem stattlichen Mann, der Fähigkeiten besaß, die für einen Menschen ungewöhnlich waren. Er gab ihm den Namen Darian. In der Menschenwelt würde man ihn als Mörder bezeichnen, in seiner Welt, als tapferen und treuen Krieger. Dank Devon besaß auch Darian die Unsterblichkeit.

Devon wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen, als es an seine Tür pochte. Kurz danach öffnete sie sich. Eine Gestalt mit unzähligen Gesichtern trat ein. Gesichtern von Frauen und Männern, verborgen unter seinem dunkelblauen Umhang. In seiner rechten Hand hielt er ein Buch, während in der Anderen ein knorriger alter Stab als Stütze diente. Devon wandte sich seinem Besucher mit einem leichten Lächeln auf den Lippen zu: „Dantalion, alter Freund.“ Seine Stimme war die eines alten Mannes, der unzähliges Leid erfahren musste. Ein Anflug von Missmut schwang in seiner Stimme mit: „Spar dir deine süßen Worte, Devon. Ich weiß, dass du mich am liebsten zu deinen Trophäen zählen würdest. Aber noch brauchst du mich.“ Trotz der Wahrheit seiner Worte, behielt Devon sein Lächeln bei.
„Nun, was führt dich zu mir?“ „Ich habe sie gesehen.“, antwortete sein Besucher schlicht. Sofort erstarb das Lächeln auf Devons Lippen. „Aber keine Angst, mein –Freund-.“, er betonte das Wort mit Bedacht, „Ich bin nicht hier, um dir in deinem Vorhaben zu widersprechen. Ich will dir lediglich zeigen, was ich in ihrem Herzen gesehen habe.“ Dantalion trat einen Schritt dichter und hob seinen Stab, um ihn geräuschvoll auf dem blanken Boden zu rammen. Ein Spiegel erschien, den man zwar sehen, doch nicht berühren konnte. Devon betrachtete einen Moment sein Spiegelbild, bis die Oberfläche des Spiegels kleine Kreise zu schlagen begann. Als wenn ein Tropfen auf die glatte Fläche eines Sees fällt. Kurz darauf erschien Kyla. Ein leichtes Lächeln umspielte Dantalions Lippen. „Du sollst nicht in meines blicken.“, knurrte Devon ihn an. Sofort veränderte sich das Bild und zeigte ein junges Mädchen mit blonden Haaren. Es war jenes Mädchen, dass Kyla als Liara rief. „Jenes Menschenweib steckt in Raias, oder wie sie jetzt heißt, Kyla’s, Herz. Solange sie die Erinnerung an sie bewahrt, wird Raia nicht erscheinen.“ Devon nickte. So etwas hatte er schon vermutet. Er musste den Menschen töten, wollte er Raia zurück haben. „Gibt es sonst noch etwas?“, fragte Devon Dantalion barsch. Der Spiegel löste sich wieder in Luft auf. „Nein. Das war alles.“ „Dann verschwinde.“
Dantalion wandte sich zum Gehen und kurz bevor er Devons Gemach verließ, blieb er stehen. Ohne sich umzublicken fragte er: „Aber fragst du dich nicht, warum Kyla’s Anblick erschien und nicht Raias?“ Er verschwand, leise kichernd und ließ einen wütenden Devon zurück. Das sollte der alte Narr ihm irgendwann bereuen. Noch brauchte er ihn, aber sobald er seinen Dienst getan hatte, würde er sich persönlich um ihn kümmern.

Als Kyla ihre Augen öffnete, saß Azamir an ihrem Bett und betrachtete sie aufmerksam. „Ah! Herrin wach! Herrin wach!“ Kyla musste leicht lächeln. „Herrin sich fühlen besser?“ „Ja. Aber noch immer etwas müde.“ „Dann Herrin noch ruhen! Bis Müdigkeit weg, dann Herrin gesund.“ Kyla nickte, als Zeichen des Verständnisses und schloss kurz darauf ihre noch immer schweren Lider.

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Honjitsu wa Seiten Nari – Chapter 01

Mai 12, 2008

Erstes Chapter meiner ersten Alice Nine FanFiction.
Und das letzte Chapter für eine ganze Woche. Ich bin bis Samstag in Schweden und werde daher wohl kaum Zeit haben, zu posten, geschweige denn überhaupt Inet…

Also genießt diese Self-Insert und falls ihr sie gelesen habt, hinterlast mir doch einen Kommi ^^
Jahaaa, ich bin Kommi-geil x3


Chapter 01

Seit den Morgenstunden regnete es nun schon ununterbrochen und es würde wohl auch noch eine Weile so weitergehen. Man hörte deutlich wie er gegen das Fenster prasselte. Noch lange nicht ausgeschlafen schlug sie ihre Bettdecke zurück und begab sich in die Küche. Als erstes würde sie sich einen Kaffee aufsetzen, so wie sie es für üblich hielt. Während das Wasser zu kochen begann machte sie sich fertig, schließlich mußte sie heute wieder zur Arbeit. //Warum suche ich mir eigentlich grade solch eine Arbeit, wo ich die EINZIGE bin, die auf einen Sonntag arbeiten muß =__=’’ *seufz*//
Das Wasser war fertig und nun brühte sie sich ihren Kaffee auf um gleich danach wieder am Tisch platz zu nehmen und nebenbei die Zeitung zu lesen. //Da steht auch nicht wirklich was interessantes drin.//
Ein Blick aus dem Fenster machte ihr klar, daß sie wirklich einen Regenschirm brauchen würde. //Wer weiß denn schon, was mir die Agentur wieder für Aufgaben gibt. Aber wenn es wieder heißt, ich soll auf kleine Kiddis aufpassen dann lehn ich diesmal dankend ab… //
Die Agentur in der sie arbeitete, war eine Zeitarbeitsagentur und je nachdem, was für Jobs erledigt werden mussten, suchten sie die entsprechenden Leute aus ihren Unterlagen heraus, welche dann für einen bestimmten Zeitraum diesem Job nachgingen. Selten ist es der gleiche, also ziemlich abwechslungsreich, jedoch sollte man für diesen Job reichlich Flexibilität besitzen. //Warum habe ich eigentlich diesen Job? Ich mein, klar, immer ist es wieder was anderes und man verdient gutes Geld, aber was war noch mal der Grund? Ach ja, stimmt ja, Chrissy wurde ja im Animationsstudio angenommen und ich nicht. =__= Ach was soll’s, wenn sie sich dafür besser eignet, nur schade, das wir nicht zusammen wohnen können, obwohl, wäre es auf Dauer auch gut gegangen? Ich sollte nicht vergessen, sie mal bald wieder anzurufen!// Noch ein Seufzer und sie erhob sich, bereit einem neuen Auftrag entgegen zu treten.

Als Sie auf den Parkplatz einbog fiel es ihr nicht so schwer wie sonst, einen freien zu finden. Jeden Tag, von Montag bis Freitag war es eine Qual. Arbeitsbeginn war zwar normaler Weise um 9 Uhr, jedoch begann der Kampf um einen nahe gelegenen Parkplatz schon gegen 8 Uhr. Sie stellte ihren Wagen in der Nähe des Eingangs ab. Zum Glück hatte es bereits mit dem regnen aufgehört. Bevor sie ausstieg prüfte sie noch mal ihre Tasche. //Habe ich alles? Geld, Zigaretten, Trinken, Timer, Stift, Schlüssel … AH! Mein Handy!// In größter Eile durchwühlte sie ihren Kram. //Bitte … Bitte … nein … ich hab’s hier irgendwo … ich weiß es … HA! Da isset! Wusste ich´s doch. Du entkommst mir nicht!// Mal wieder über sich selbst grinsend, weil sie es sich noch immer nicht abgewöhnt hatte, mit alles und jedem zu Reden machte sie sich nun daran, die Stufen hinauf zu gehen.
*klopf – klopf*
„Ja, herein!“, ertönte es aus dem Büro des Chefs. Als sie daraufhin die Tür öffnete und eintrat sah sie ihren Chef der zurückgelehnt in seinem großen Chefsessel saß. Das Zimmer war sehr elegant eingerichtet. Von der Tür aus gesehen rechts befand sich der gigantische Schreibtisch Mahagoniholz, dazu eine vergoldete Tischlampe, wie man sie oft in amerikanischen Bibliotheken findet. Hinter dem Schreibtisch hing ein großes Aquarell. Wandte man sich der linken Seite des Büros zu, erblickte man die helle Ledercouch die einen elfenfarbenen Glanz besaß, davor, ganz elegant, ein Glastisch, der grade mal an die Höhe der Sitzfläche heranreichte und dessen Füße ebenfalls Mahagoni waren. Das ganze Zimmer war in einem freundlichen Pastellgelb gehalten, nur die Vorhänge mit ihrem rötlich-braunen Ton tendierten wieder zum Mahagoni. Die Fenster befanden sich genau gegenüber der Tür und zogen sich an der ganzen Wand entlang, von der Decke bis zum Boden. Jedes Mal aufs Neue beeindruckt vom Geschmack ihres Chefs, schüttelte sie kurz den Kopf, um sich dann wieder voll und ganz auf ihre Arbeit konzentrieren zu können. Sie begrüßten sich und anschließend nahm sie auf dem bequemen Stuhl vor dem Schreibtisch platz. „Nachdem sie ihren letzten Job so gewissenhaft und ohne Probleme erledigt haben, dachte ich, ich …“ „Eine Frage, was heißt hier ohne Probleme? Immerhin lungerten diese kleinen Kinder nachmittags ständig immer vor meiner Haustür rum… ò__ó“ „Ja, weil sie Sie lieben.“, entgegnete ihr Chef ihr lächelnd. „So schwer ist das ja auch nicht zu verstehen. Sie können gut mit anderen Menschen umgehen und arbeiten sich schnell in die ihnen zugewiesenen Arbeiten ein.“ „Danke, aber sie brauchen mir meine Fähigkeiten nicht zu erläutern, ich weiß, was ich kann…“, antwortete sie schnippisch. Beide guckten sich dann einen Augenblick an und brachen dann in schallendes Gelächter aus. „Guten Morgen Kirasawa-san! Es freut mich das sie einen neuen Job für mich haben!“ „Ja, ja, Deutsche sind halt sehr begehrt und du bist ein großer Schatz für unser kleines Unternehmen!“ Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Kirasawa-san, lassen wir die Förmlichkeiten. Sie kennen meine Einstellung zur Arbeit!“ Kirasawa seufzte. „Ja, das stimmt. Als eine meiner besten Mitarbeiter …“ „Kirasawa!“, unterbrach sie ihn mit strenger Miene, ihr Grinsen konnte sie jedoch nicht lange verbergen. Ja, sie liebte diesen Menschen. Nicht so, wie man einen Partner liebt, sondern eher wie einen guten Freund und Bruder. Obwohl Kirasawa locker ihr Vater hätte sein können, war er was sein Wesen anging, recht jung geblieben. Seine Frau Himiko liebte er über alles. Oft zeigte er ihr Bilder, und einige hatte er auf seinem Schreibtisch verteilt. Er war ein herzlicher Mensch, der ihr sehr unter die Arme gegriffen und dabei geholfen hatte, in Japan Fuß zu fassen und auf eigenen Beinen zu stehen. Sie war ihm dankbar, respektierte und liebte ihn. Und so pflegten sie auch ihren Umgang miteinander. Oft reichten Blicke schon aus, um sich zu verständigen, sie scherzten und lachten viel. Jedoch blieb, was das Berufliche anging, immer ein gewisses Maß an Professionalität und Distanz. Kirasawa pflegte dann immer zusagen: „Wo kämen wir denn dann hin, wenn ich jeden meiner Mitarbeiter so verhätscheln würde wie dich?“ Längst hatten die anderen Angestellten schon mitbekommen, daß Yuri Kirasawas Liebling war, sprachen aber deswegen niemals schlecht von ihr. Sie gönnten ihr das Glück, war Kirasawa doch von Grund auf ein freundlicher Mensch.
„Also, was ist das für ein Job?“, fragte Yuri nun doch schon langsam neugierig. „Auch diesmal nimmst du wieder eine Betreuungsfunktion ein!“ „Bitte nicht schon wieder Kinder, du weißt, dass ich sie …“ „Nein, keine Kinder!“, unterbrach er sie, um anschließend fortzufahren, „Ihr Manager ist krank gemeldet, da er eine starke Erkältung hat. Er liegt deswegen sogar im Krankenhaus. Du übernimmst seinen Job für 3 Wochen.“ „Warte mal .. Manager, so wie ein Manager von so nem Star?“ O__O „Ja, eigentlich müßten sie auch gleich hier sein…“ „Sie?“ O___O Yuris Kinnlade klappte immer weiter nach unten in die unendlichen Tiefen des Bodens. „Ja, es sind fünf Personen. Du müßtest dafür sorgen, daß sie pünktlich zu ihren Terminen kommen, ich habe arrangiert, daß ihre Agentur dir einen Wagen zur Verfügung stellt, da sie ja nicht alle in deines hinein passen. Ebenfalls bist du für das Organisatorische zuständig, sprich Termine vereinbaren etc. und dann mußt du halt noch dafür sorgen, das sie sich wohl fühlen.“ „Kirasawa, wer … *schluck* … sind … sie?“, fragte Yuri mit einer sehr, sehr üblen Vorahnung. „Nun, ich denke, daß du bestimmt schon von ihnen gehört hast, es sind … Ah! Da sind sie ja, meine Herren!“ Kirasawa erhob sich von seinem Stuhl und ging auf die Tür zu. „Herzlich Willkommen! Ich bin Hitoshi Kirasawa. Bitte, darf ich ihnen ihre neue Betreuerin für die nächsten drei Wochen vorstellen? Yuriko Kitazawa!“ //Bitte! Bitte! Lieber Gott, bitte mach, das nicht SIE es sind!// Mit einem flauen Gefühl in der Magengegend, das bereits an Übelkeit grenzte, wandte nun auch Yuri sich zur Bürotür um. //Verdammt! Warum habe ich sie nur offen gelassen!!! Ich bin so doof! >o<***//

„Anscheinend kennt sie uns doch!“, scherzte Hiroto rum. „Zumindest wenn man ihr Gesicht betrachtet!“, ergänzte ein grinsender Nao. „Vielleicht ja auch ein Fan?!“, mischte nun auch Saga mit. //Oh NEIN! VERDAMMT ICH WILL STERBEN! DAS DARF NICHT WAR SEIN! NEIN! DAS IS ALLES NUR EIN PÖSER PÖSER TRAUM, AUS DEM ICH GLEICH AUFWACHEN WERDE!//
Noch immer wie vom Blitz getroffen, unfähig etwas zu sagen stand sie da, und starrte drei der fünf Personen an. //Warte! Drei? Wo sind …// Und da hörte sie auch schon die Schritte auf dem Flur, die sich bedrohlich dem Büro näherten. Als dann schließlich noch Shou und Tora das kleine Zimmer betraten, war Yuri nun völlig fertig. Ihre Blicke huschten zwischen Shou und Tora hin und her. Ihre Augen wurden größer und größer und jetzt nicht einmal mehr in der Lage was zu denken, stand sie vor ihnen, wie auf einem Silbertablett serviert. Shou kam direkt auf sie zu, blieb vor ihr stehen und wedelte mit seiner Hand vor ihrem Gesicht hin und her. Das schien Yuri wieder zurück zu holen. Ruckartig drehte sie sich um zu Kirasawa und fauchte los: „Vergiss es, daß mach ich nicht! Ò__ó Das kannst du von mir nicht verlangen, wir haben genügend Mitarbeiter, das kann doch jemand anderes übernehmen! Du kennst mich, ich …“ Kirasawa hob die Hand und bedeutete ihr zu schweigen, was sie auch sofort tat. In einem ruhigen und väterlichen Ton sagte er, ohne die anderen völlig schockierten 5 zu beachten: „Mein Liebes, ja ich kenne dich und deswegen denke ich auch, daß du für diese Aufgabe geeignet bist. Du hast viel Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen. Du wirst es schon schaffen, also jetzt entschuldige dich bei ihnen!“ „Aber …“ „Na!“ „Warum quälst du mich so?“ „Weil ich dich liebe!“ „Ja ich liebe dich auch und deswegen kann ich dir noch nicht mal böse sein!“ /Auch wenn ich das sein sollte … // Also wandte sich Yuri nun den fünf Membern von Alice Nine zu, verbeugte sich und sagte: „Verzeihen sie bitte. Ich bin Yuriko Kitazawa. Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit!“ Alle nickten, auch wenn sie sich fragten, was das eben war und was dahinter steckte. Nun war es an ihnen sich vorzustellen. „Hi, ich bin Hiroto!“ „Auch Pon genannt!“, ergänzte ein lächelnder Shou. „Hi, ich bin Shou!“ „Und ich bin Nao, ich denke, wir werden oft miteinander zu tun haben, weil ich der …“ „Bandleader bin! Hi, ich bin Saga!“, unterbrach er Nao. „Tora!“, stellte sich der 1,82 m große Gitarrist vor. //Kurz und knapp, wie in den Interviews … Ich frage mich, wie ich das überleben soll, hoffentlich geht alles glatt! *seufz* // Anschließend verabschiedeten sich alle von Herrn Kirasawa und bevor Yuri das Büro verließ, meinte sie nur zischend: „Doch Kinder!“, und verließ die Zeitarbeitsagentur. Unten auf dem Parkplatz angekommen, zeigten sie Yuri den Van, mit dem sie die 5 nun umherfahren würde. Nao warf ihr die Schlüssel zu, bevor er um den Van herum ging und auf der Beifahrerseite einstieg. Die anderen vier machten es sich hinten bequem.

Nachdem Yuri sich den Sitz so eingestellt hatte, daß sie problemlos fahren konnte, startete sie den Wagen und fuhr vom Parkplatz. „Wo müßt ihr jetzt hin?“ „Erst einmal ins Label. Wir müssen da noch einiges abholen.“ „Okay!“, antwortete Yuri und gab gleich darauf mehr Gas.
„Ähm, Nao-san? Könnte ich nachher vielleicht mal dein Timer haben? Damit ich mir die ganzen Termine abtragen kann?“ „Ja, kein Problem.“ Yuri konzentrierte sich weiter auf die Straße, in der Hoffnung nur nicht von ihnen angesprochen zu werden. „Wie kommt es eigentlich, daß du hier in Japan lebst? Ich mein, es ist ja nicht zu übersehen das du …!“ „Hiroto!“, unterbrach ihn ein kopfschüttelnder Shou. Yuri mußte leicht lächeln. „Ist schon okay … Du wolltest sagen, weil es man mir ansieht, das ich keine Japanerin bin? Nun, es ergab sich einfach …“ //Ich kann denen ja wohl schlecht sagen, ich bin wegen euch und eurer Musik hierher gezogen? Oder weil ich das Land liebe und die Kultur, obwohl ich es kaum kenne? Die würden mich doch für verrückt erklären …// „Und seit wann lebst du jetzt schon in Japan?“ „Seit knapp einem Jahr!“ „Dafür ist dein japanisch aber ziemlich gut!“, mischte sich nun auch Saga ein. „Ich hab halt früh angefangen japanisch zu lernen …“ // Shit, hoffentlich .. .denkt bitte nicht weiter drüber nach …// „Du widersprichst dir!“, kam nun auch die dunkle Stimme des schwarzhaarigen Gitarristen. Yuri schwieg, sie wollte einfach nicht weiter auf das Thema eingehen. Tora schaute wieder aus dem Fenster. //Was steckt denn jetzt dahinter? Ach was soll’s, ich hab grade ganz andere Sachen im Kopf.// „Eto~, und wie is Deutschland so? Ich mein ist es schön dort?“, Hiroto konnte nicht aufhören, was Yuri allerdings ein weiteres Lächeln auf die Lippen zauberte. „Ich könnte dir jetzt sagen, es wäre der schönste Ort auf der ganzen Welt, könnte dir von den Sonnenuntergängen erzählen und mehr, aber gibt es das nicht auch hier? Und außerdem, willst du das bestimmt nicht hören. Ich denke einfach, Schönheit liegt im Auge des Betrachters und das du dir wenn, dann selbst ein Bild drüber machen solltest… Wer weiß, vielleicht ergibt sich für euch ja die Gelegenheit?!“ Ein kurzer Blick in den Rückspiegel verriet, das Hiroto mit der Antwort zufrieden war. Was hatte er auch erwartet? Das sie schwärmt wie toll es da ist und dennoch wegzieht? //Wer verläßt freiwillig das Paradies? Der, der es nicht gefunden hat! OÔ Könnte es sein das … // Die ganze restliche fahrt schwiegen alle, nur war ab und an Nao’s Anweisungen zu vernehmen, wie man am schnellsten zum Label kommt.
Dort angekommen stiegen alle aus und Nao einigte sich mit Yuri, daß sie hier im Auto warten und währenddessen den Timer abtragen könne. Es würde nicht lange dauern. Yuri nickte und kurz darauf waren die fünf auch schon verschwunden. //Das hätten wir ja erst einmal überstanden. Ich sollte vorsichtig mit dem sein, was ich sage …//

„Hm, so finde ich sie eigentlich ganz nett und du Saga?“, fragte der kleine aufgedrehte Pon. „So viel habe ich bisher ja noch nicht mit ihr gesprochen…“ „Ich fand es bloß komisch, wie sie ihren Chef angefahren hat. Na ja egal, soll nicht unser Problem sein. Hauptsache, sie macht ihren Job gut, das ist schließlich das einzige was zählt…“, gab nun auch Nao seinen Kommentar ab. „Nun kommt Leute, seid mal nicht so hart. Ich denke, für sie ist es auch nicht so leicht. Aber mal was anderes, wann haben wir heute noch das Interview?“ „Kann ich dir nachher sagen, auf jeden Fall sollten wir uns beeilen, wenn wir zwischendurch noch was essen wollen. Es ist ja jetzt schon halb elf. Also Leute, holt eure Sachen und dann nichts wie weg!“ Und sofort machte sich jeder schnellstens daran, alles was sie heute brauchen würden zusammenzusuchen.

„Weißt du, daß DAS gar nicht so einfach is? Ey, komm was soll das? Du weißt, daß ich das nicht machen kann. NEIN! Verdammt, NE~HEIN! Hör zu, ich melde mich später noch mal bei dir. Ich muß eh gleich los! Außerdem, nein ich hab sie noch nicht gesehen. Verdammt, FRAU …“, wütend klappte sie ihr Handy zusammen. //Diese Frau kann einen echt zur Weißglut treiben… Wenn ich sie nicht so gern haben würde, wäre alles leichter. So, abgeschrieben habe ich jetzt schon alles, nachher müssen wir noch zu Tokio FM zu einem Interview, wann war das? Ah, genau, 17 Uhr. Wie spät ist es jetzt? Kurz nach Elf. Mal überlegen …// Gedankenverloren tippte sie mit ihrem Zeigefinger gegen den Mund. //Was würde ich tun, wenn ich noch etwas Zeit hätte? Na ja, die haben ja auch selbst einen Mund, dann kann ich sie nachher fragen…// Es klopfte so unerwartet gegen das Autofenster, das Yuri unwillkürlich zusammenzuckte. Sie waren also wieder da. Nachdem sie ihre Sachen ins Auto geladen hatten und wieder eingestiegen waren, startete Yuri erneut den Wagen und fuhr los. Sie schielte kurz zu Nao rüber und sagte: „Euren nächsten Termin für heute habt ihr um 17 Uhr. Tokio FM, wisst ihr worum es geht?“ „Na ja, so ungefähr. Normalerweise bekommen wir unsere Instruktionen vor Ort…“, antwortete Shou von hinten. „Ich hab mir mal das Recht herausgenommen, dort anzurufen. Geplant ist als erstes ein kleiner Komment von euch, anschließend sollt ihr etwas zu eurer neuen Single sagen und wie ihr euch bei eurem letzten Live gefühlt habt. Das war das, was sie sich überlegt hatten. Wenn sich dann noch Fragen ergeben sollten, müßt ihr halt spontan antworten, so wie sonst eigentlich auch in euren Interviews. Was die Leserbriefe angeht, es reicht wenn jeder von euch 2 vorliest. Weil so lange geht das ja nun auch nicht und anschließend habt ihr ja noch ein Photoshoot. Welches ja auch ziemlich lange dauern wird. Und je eher wir dort sind, desto länger haben wir für die Vorbereitung. Ach ja, ich denke, es ist ganz gut, wenn wir schon gegen 16 Uhr da sind, da Essen für euch mitbestellt wurde. Wenn ihr wollt, habt ihr also bis 15 Uhr jetzt Freizeit, könnt tun was ihr wollt.“ Verblüffung war jedem Einzelnen auf das Gesicht geschrieben. „Ähm, dann laß uns doch jetzt noch was essen …“, brachte nun Nao hervor. „Okay, wo wollt ihr hin?“ Nun meldete sich auch Saga zu Wort: „Hm, also mir ist es egal, Hauptsache ich bekomm bald was zu essen. Und schmecken sollte es.“ „Dann kann ich nur das ‚Hikimori In’ empfehlen. Preiswert und sehr lecker. Ebenfalls ruhig besucht. Also könnt ihr dann wirklich in Ruhe essen. Dort in der Nähe sind auch Top Geschäfte, welche auch deinen Geschmack treffen könnten Shou-san.“ Shou guckte erstaunt. Yuri konzentrierte sich weiter auf die Straße als plötzlich ihr Handy klingelte. Unbewusst kramte sie danach, klappte es auf und meldete sich freundlich: „Ja, hier Kitazawa?“ Nao fuhr aufgebracht dazwischen: „Was? Du – Du kannst doch jetzt nicht telefonieren! Man telefoniert nicht beim Autofahren! Was wenn was passiert?“ Doch Yuri beachtete ihn gar nicht und redete weiter. „Ja, ne, is klar. … Mhm, ja war gut so, Danke dir … Du, warte mal, da fällt mir noch ein, hast du Makoto schon bescheid gesagt? Ja, er soll’s erledigen, wenn er nicht will, dann zwing ihn dazu!“ Unwillkürlich wurde ihre Laune schlechter. Nao warf abwechselnd Blicke auf die Straße dann wieder zu Yuri. Sein Blick verriet Nervosität. „Nao, dann nimm ihr doch das Handy weg!“, gab Tora nun von sich. „Das kann ich nicht machen!“, gab dieser völlig verwirrt zurück. So beugte sich Tora nun nach vorne und nahm Yuri das Handy weg, bevor er es zuklappte sagte er noch zu dem ihm unbekannten Gesprächspartner: „Entschuldigen Sie, aber Frau Kitazawa fährt grade und wir haben kein Bedarf, unser Leben zu verlieren.“ Anschließend behielt er das Handy ein. Yuri guckte völlig perplex in den Rückspiegel. „Was sollte das?“, fragte sie so freundlich wie es ihr möglich war. ^______^’’’’’’’’’’’’’’’’’’
„Nao hat Recht, man sollte beim Autofahren nicht telefonieren!“ „Das müßt ihr grade sagen, wo von euch selbst Bilder im I-net kursieren, wo ihr das selber macht…“ „Bitte was?“, fragte Hiroto. „Na ja, man findet dort vieles, wenn man weiß, wo man suchen muß!“ Nun versuchte Saga, den Spieß umzudrehen: „Du suchst also Bilder von uns im Internet?“ //Saga, ich bring dich um…// Ganz gelassen, antwortete Yuri: „Sagen wir mal, es war ein Zufallsfund. Eigentlich hatte ich nach anderen Bildern gesucht. Aber na ja, das Internet ist halt groß. Ah, da wären wir ja schon!“ Und schon fuhr Yuri auf den Parkplatz. Als alle ausgestiegen waren wandte sie sich an Tora: „Ma-…“ //Shit, fast hätte ich mich verplappert // „Ja?“ „Magst du mir nicht mein Handy wiedergeben?!“ Und schon reichte er ihr, ihr Handy wieder. „Ihr könnt ja schon mal reingehen und euch einen Tisch suchen, ich muß noch mal telefonieren.“ „Okay!“, antworteten alle Member im Chor und betraten dieses.
Kaum das sie verschwunden waren, flog auch schon Yuri´s Daumen über die Tasten ihres Handys.
„Chrissy, ICH BRING SIE UM! Ich habe eben telefoniert und da wagt es Tora wirklich, mir mein Handy wegzunehmen, nur weil ich nebenbei gefahren bin. Alleine mit ihrer Art und Weise treiben sie mich zur Weißglut und dennoch muß ich dauernd gute Miene vorspielen, obwohl ich diesen gottverdammten Job liebend gerne hinschmeißen würde!“ Yuri stellte das Telefon lauter, da durch die vorbeifahrenden Autos kaum was zu verstehen war und so konnte man aus den Telefon hören: „Sweety, jetzt komm mal wieder runter, atme ganz tief durch und … Hey, warte mal, seit wann nennst du ihn wieder Tora?! O__O?“ „Seit ich mit ihm zusammenarbeiten muß =__=’’’ “, kam die Antwort.
Hinter Yuri ging die Ladentür auf und ein junges Pärchen trat auf die Straße. Unmerklich ging sie um die nächste Ecke und lehnte sich gegen die Wand. „Komm, so schlimm wird’s schon nicht sein. Immerhin kannst du deinen …“ „Wag es ja nicht, diesen Satz zu beenden!“, drohte sie Ihr knurrend. „Dafür hab ich momentan keine Nerven …“ „Och Ari, nun komm schon, laß dich nicht hängen. Wenn du denn mal ein paar Tage Zeit hast, dann kannst du mich ja wieder besuchen kommen! ^^ Ich würde mich zumindest drüber freuen, und dann kannst du auch mal wieder deinen Frust rauslassen.“ „Ja, sobald ich das denn hier fertig habe. Du hast Recht. Ich sollte mich zusammenreißen, nur weil’s mal etwas ungelegen kommt … Sie können ja auch nichts dafür!“ „Siehste!“ „Okay, ich muß dann wieder rein.“ „Jupp, okay, ich muß dann auch weiterarbeiten!“ „Okay, dann dir viel Spaß noch!“ „Danke den wird ich haben!“ „Cucu.“ „Ari?! Warte!“ „Was denn?“ „Ich hab dich lieb!“ ^//^ Yuri mußte lächeln. „Danke, ich hab dich auch lieb!“ Und schon legte sie auf. Als sie um die Ecke ging blieb ihr, ihr Herz stehen. Hatte ER etwa gelauscht?! „Ari? Ich dachte du heißt Yuri?!“, gab er nur ziemlich kühl von sich. //Am besten, ich übergehe diese Bemerkung einfach! Genau, so mach ich´s!// „Laß uns reingehen!“, war ihre einzige Antwort. Tora schien das nicht groß zu interessieren, er nickte nur und folgte ihr. „Warum bist du noch mal rausgekommen?!“ „Weil sie uns keinen Tisch geben wollten.“ Seine Hände in den Hosentaschen lief er keinen Meter neben ihr. „Aha .. SIE WOLLTEN WAS?!“ „Deine Leitung scheint ja etwas länger zu dauern?! Sie wollten uns keinen Tisch geben…“ Yuri beschleunigte ihr Tempo und als sie schließlich vor dem Hikimori In standen, öffnete Yuri die Eingangstür geräuschvoll.

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Shortstory – Alles ein Traum?!

Mai 11, 2008

Kommentar:
Kami-sama… Diese Sort-Storie habe ich vor 5 Jahren geschrieben und ich habe sie immer noch x3
Is das Krank oder einfach nur sentimental?
Mada~
Es geht weiter…


Ich öffne meine Augen und denke alles war nur ein Traum. Ich drehe mich zur Seite…
Schrecke hoch, denn da liegt doch jemand in meinem Bett??? Wer zum Teufel ist das, frage ich mich. Plötzlich kommt mir mein Traum in den Sinn. War es vielleicht doch alles kein Traum? Er dreht sich zu mir um und ich sehe sein Gesicht. Er sieht niedlich aus, so wie er schläft, wie ein kleines Baby. Ich will sein Gesicht berühren, doch es schmilzt in meiner Hand dahin, wie Schokolade in der Sonne. Ich schrecke hoch. Hatte ich schon wieder diesen Alptraum? Meine Mutter kommt ins Zimmer. Sie setzt sich zu mir aufs Bett und streicht mir eine Strähne aus meinem verschwitzen Gesicht. Sie kennt es. Sie kennt meinen Alptraum. Immer und immer wieder, jede Nacht. Ich halte es nicht mehr aus. Ich falle ihr weinend in die Arme. Sie tröstet mich und sagt mir das alles gut wird. Am Anfang half es, nur reichen diese Worte nicht mehr aus. Ich kann den Unfall nicht vergessen. Sie steht auf und bringt mir ein Glas Wasser und eine Beruhigungstablette. Ich kenne es, denn es geht jetzt schon fast ein ganzes Jahr so. Ich bin zwanzig. Eigentlich alt genug um auszuziehen, nur möchte mich meine Mum mich nicht alleine lassen. Ich bin ein nervliches Wrack geworden. Meine beste Freundin ist weggezogen, lebt mit ihrem Freund zusammen. Ab und zu sehen wir uns noch und telefonieren auch manchmal miteinander, nur fehlt sie mir so, genau wie er. Oh Gott, wie sehr ich ihn vermisse. Ich wünsche mir jeden Tag, daß das alles nie passiert wäre.
Wären wir doch nie in das Auto gestiegen und Heim gefahren. Aber er bestand drauf. Ich sagte noch, nein das müssen wir nicht unbedingt, wir können bei meiner Oma schlafen. Sie hat auch was gegen die Schmerzen. Er meinte jedoch, daß das nur dem Baby schaden würde. Ich gab nach, wie so oft. Und dann passierte es. Ein Autofahrer prallte frontal mit uns zusammen.
Ich schrie…
Black out…
Als ich die Augen öffne sehe ich ein paar Männer um mich herum. Sie reden aufgeregt miteinander. Ich versuche zu verstehen was sie sagen, doch ich kann nichts hören. Ich schließe meine Augen und verliere mich in der Dunkelheit.
Ich höre Stimmen…
Erst sind sie ganz schwach, doch dann werden sie kräftiger. Ich öffne die Augen. Meine Mutter sitzt bei mir am Bett und weint. Sie hält meine Hand und ich frage sie was sie hat. Sie sagt, sie wäre froh, daß ich wieder erwacht wäre. Ich frage sie was passiert ist und sie bricht wieder in Tränen aus. Unter einer Flut von Tränen erzählt sie mir, daß mein Freund und ich einen Autounfall gehabt hätten. Mir kommen die Tränen. Obwohl ich die Antwort schon kannte fragte ich sie, wie es ihm geht. Sie sagte mit brüchiger Stimme, er habe es nicht überlebt, genau wie mein ungeborenes Kind. Ich hatte also alles in meinem Leben verloren. Ich schließe sie Augen, hoffte das alles wäre nur ein böser Traum und wenn ich sie wieder öffne, wäre es erst Morgen. Doch nichts veränderte sich. Der Arzt kommt rein und sagt zu meiner Mum sie müsse jetzt gehen. Ich bekomme eine Spritze, so das ich ruhig schlafen kann. Doch ich träume diesen ganzen scheiß verfuckten Unfall. Wie soll man da ruhig schlafen??? Ich schrecke hoch, bin schwitzt wie sonst wer und merke…. Das alles nur ein böser, böser Traum war. Ich falle in mein Kissen zurück und mir kommen die Tränen.
Ich bin 18 Jahre alt, hab meinen Schulabschluss endlich hinter mir, habe eine tolle Familie und noch bessere Freunde. Und für das alles bin ich sehr, sehr dankbar…

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Lilith le Fay

Mai 11, 2008

Chapter 01

„Hey Mädels! Nun los, macht mal hin, wir haben nicht mehr so viel Zeit!“, trieb Tess ihre Schützlinge an.
„Mach mal ruhig, wir haben noch immer genug Zeit.“ Entgegnete ihr die Gitarristin. Tess konnte nur den Kopf schütteln. Würde sie Lenna nicht schon so lange kennen, hätte sie ihr vermutlich nicht nur einmal längst den Kopf abgerissen oder sie auf den Mond geschossen. Doch so wie Lenna sich nicht drängen ließ, Rey wie immer die Erste war und Jean in wenigen Sekunden fertig, seufzte sie nur. „Ihr wißt heute ist ein wichtiger Tag für euch. Also tut mir einen Gefallen und reißt euch zusammen, vor allem du, Lenna!“
„Bin ich denn nicht immer lieb“, grinsten Angesprochene frech.
„Nein!“, kam die Antwort im Chor. Lenna zuckte nur mit den Schultern und hatte weiterhin mit ihrem Eyeliner zu tun. Rey, seit mindestens 10 Minuten bereits startklar, wartete mit der Managerin auf ihre Kollegen.
„So, ich bin fertig!“, gab Lenna schließlich von sich und räumte ihr MakeUp zusammen.
„Wurde ja auch endlich Zeit. Wie kann man nur so lange brauchen für das bißchen MakeUp?!“, zog Jean ihre Freundin auf. Grinsend legte Lenna einen Arm um die Vokalistin und grinste sie an.
„Kann ja nicht jeder so schludrig mit seinem Aussehen sein wie du!“ Als Reaktion hatte Lenna einen Ellenbogen in den Rippen und nun endlich fertig gingen sie geschlossen ihrer neuen Zukunft entgegen.

„Guten Tag! Ich bin Keita Nagouru!“, stellte sich der Journalist verbeugend vor. Die vier begrüßten den recht jungen Herren und nahmen schließlich ihm gegenüber platz. Nachdem alle Höflichkeitsfloskeln schließlich gesagt waren, kam er auch sofort auf den Punkt. Er schaltete sein Diktiergerät ein und stellte es auf den Tisch. „Ich befinde mich grade in der Gesellschaft der aufsteigenden Band Lilith le Fay, was übrigens ein sehr interessanter Name ist. Doch dazu später mehr. Dürfte ich sie bitten, dass sie sich kurz vorstellen?“
„Ich bin Jean, die Vokalistin.“
„Ich bin Rey, Drums.“

„Lenna, Gitarre.“ Etwas irritiert von Lenna’s kühler Art warf er ihren Kolleginnen fragende Blicke zu, die jene einfach übergingen. Tess unterdessen klatschte sich innerlich die Hand gegen die Stirn. Lenna konnte es einfach nicht lassen.
„Nun ist es endlich so weit. Ihre erste Tour in Japan steht an. Wie kamen sie dazu ausgerechnet hier zu beginnen?“
„Nun, wir hatten schon immer ein Faible für den asiatischen Bereich. Was wohl auch einer der Gründe ist, warum wir nun auch hier sind.“, erklärte Jean.
„Und was wäre ein Weiterer?“, hakte Keita nach.
„Nun, in Deutschland sind wir bereits erfolgreich gestartet, doch so wirklich hielt uns da nichts. Wir wollten international werden.“, ergänze Rey die Aussage ihrer Freundin.
„Das ist dann ja auch gelungen!“, gab Keita leicht lächelnd von sich, bevor er fortfuhr: „Ihr Style ist ja auch etwas Besonderes. Wie kamen sie dazu? Oder läuft in Deutschland jeder so rum?“
„Nun, ich denke, jeder von uns bringt seinen Teil mit ein, wenn es um die Outfits geht. Wir machen eigentlich alles zusammen, und jede Entscheidung, egal ob nun Outfit oder Sonstiges fällen wir gemeinsam.“
„Also kann man sagen, euer Outfit ist eine Kombination aus euch dreien?“
„Ja, obwohl Lenna die meisten Ideen dazu einbringt!“, antwortete Jean lachend. Nun wandte sich der Journalist der Gitarristin zu.
„Woher nehmen sie denn ihre Inspirationen? Denn eure Outfits sind nun doch recht ausgefallen.“
„Und das sagt jemand, der in Japan groß geworden ist.“, stellte Lenna nüchtern fest, bevor sie auf seine Frage antwortete. „Ich habe eigentlich keine besondere Quelle. Ich entscheide und handle aus dem Bauch heraus. Manchmal geht’s daneben, manchmal nicht.“
„Und wie ist das bei den Songs? Ich meine, es ist ja erstaunlich. Denn von Anfang an habt ihr eure Songs auf Japanisch raus gebracht. Hat das einen besonderen Hintergrund?“
„Ich glaube, ich spreche im Namen von uns drei, wenn ich einfach behaupte, es ist eine der schönsten Sprachen der Welt. Im Japanischen hat man viele Interpretationsmöglichkeiten und so bleibt es jedem frei den Text aufzufassen.“, antwortete nun auch Rey. Verstehend nickte Keita.
„Das ist dann wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum eure Songs so verschieden sind. Bevor ich herkam habe ich mir euer erstes Album angehört was ihr veröffentlicht habt. Es trägt den Titel ‚Grenzen’ und kein Lied ist einem Anderen ähnlich. Wie schafft ihr es, so unterschiedliche Songs zu verfassen, ich meine, man kann euch ja nicht in eine bestimmte Richtung einordnen. Neben Rock fließen ja auch Elemente von Pop, Gothic und Metal mit ein.“
„Da nicht nur ich die Songs schreibe, sondern wir alle drei sind dementsprechend ja auch unsere Gedanken darin enthalten. Wir drei haben unterschiedliche Leben geführt bevor wir uns zusammen gefunden haben. So konnte jeder seine individuellen Erfahrungen sammeln. Diese spiegeln sich schließlich auch in unseren Songs wieder.“, gab Jean von sich.
„Wenn ich das jetzt richtig verstehe schreibt jeder von euch die Texte?“ Keita war erstaunt. Meist war es ja so, dass die Bandmitglieder die Melodie verfaßten, der Sänger aber selbst sich um die Texte kümmerte.
„Ja, ich denke, es ist nur gerecht wenn jeder von uns das ausdrücken kann was er denkt und fühlt.“, ergänzte Jean ihre Aussage.
„Trifft das auch auf euren Bandnamen zu? Was genau steckt hinter ‚Lilith le Fay’?“ Synchron blickten Rey und Jean zu Lenna.
„Er zeigt das, was jeder von uns ist. ‚Lilith’ kommt ursprünglich aus dem hebräischen und bedeutet ‚die Nächtliche’. Es wird gesagt, dass Lilith die erste Frau Adams war, genau wie er aus Erde geschaffen. Doch sie wollte ihm gleichgestellt sein und stritt mit ihm. Im Zorn sprach sie den Namen Gottes aus und flog davon, so wurde sie zum Dämon. ‚Le Fay’ hingegen ist eine Ableitung von Feie, was soviel wie ‚Fee’ bedeutet. Feen sind von besonderer Schönheit und Heiterkeit, sind alterslos und bringen den Menschen Glück, ihr Wesen verkörpert also das Gute Prinzip. Kurzum, unser Name spiegelt die Seiten der Menschheit wieder, die jeder in sich trägt. Das Alte Klischee von Gut und Böse sozusagen.“, schloß Lenna ihre Erklärung. Noch immer ihr Pokerface verzog sie keine Miene.
„Dennoch ist er doch recht außergewöhnlich.“ //Was sonst du Depp//, doch Lenna behielt ihre Gedanken lieber für sich.
„Nun wollen eure Fans aber auch noch etwas über euch erfahren. Ihr drei stammt ja aus Deutschland, seit da aufgewachsen und habt dort gelebt. Wie ist es, so weit von zu Hause entfernt zu sein?“
„Klar ist es manchmal hart. Man kann seine Familie nicht immer sehen wenn man will, doch dafür haben wir uns. Ich denke, wir sind uns gegenseitig eine Art Familienersatz geworden.“, erklärte Rey ihre Ansicht.
„Dann gibt es doch auch bestimmt Meinungsverschiedenheiten?“
Jean: „Die gibt es oft, allein Lenna treibt uns manchmal mit ihrem Temperament zum Wahnsinn. Doch genauso schnell wie sie aufbraust, regt sie sich auch wieder ab. Man muß halt wissen, wie man miteinander umzugehen hat. Wir alle nehmen in der Hinsicht kein Blatt vor den Mund und wenn einem etwas nicht paßt, dann spricht er es auch aus. So gibt es zwar verschiedene Ansichten, doch finden wir immer irgendwo einen Kompromiß.“ „Wie lange kennt ihr euch denn schon?“
Lenna: „Tess, also unsere Managerin und ich kennen uns knapp 13 Jahre, sind also zusammen groß geworden und wenn ich richtig schätze und mich recht erinnere ist es bei Rey und Jean in etwa genauso.“
„Japp“, stimmten beide zu.
„Und wie habt ihr vier euch denn kennen gelernt?!“ Jean musste grinsen.
„Übers Internet!“, lautete ihre knappe Antwort. Keita bekam große Augen.
„Wie übers Internet?!“
„Eines Tages hat Lenna mich einfach angeschrieben und ich antwortete ihr. Daraufhin verblieben wir in Email-Kontakt. Wir merkten, dass wir auf einer Wellenlänge sind und freundeten uns immer mehr miteinander an. Irgendwann haben wir uns dann auch mal getroffen. Naja, und dann hat halt auch nicht viel gefehlt und wir vier fanden uns zusammen.“ Keita bedachte Lenna mit einem skeptischen Blick. Er konnte sich kaum vorstellen das diese ‚kalte’ Person auf andere Leute einfach so zuging. Aber das konnte ja auch alles Image sein. Also schob er den Gedanken beiseite und konzentrierte sich auf seinen Job.
„Das heißt also, dass ihr vier von Anfang an zusammen wart?“
„Sozusagen, ja.“ Jean, der Sonnenschein, grinste fröhlich und heiterte die Atmosphäre so etwas auf. Tess war sichtlich erleichtert, das Lenna nicht ganz soviel von sich gab, denn da wäre bestimmt nicht allzu viel Nettes bei raus gekommen. Ein Blick auf ihre Armbanduhr und sie atmete erleichtert auf. Noch knapp 10 Minuten, dann wäre das Interview vorbei und sie würden zum Soundcheck gehen.
„Okay, dann eine letzte Frage noch. Gibt es etwas was ihr euren Fans mitteilen möchtet?“
Jean: „Kommt und genießt die Show, sie ist nur für euch!“
Rey: „Wir werden alles geben!“
Lenna antwortete mit düsterer Stimme: „Jetzt ist unsere Zeit gekommen…“
„Dann danke ich ihnen allen für das Interview, dass sie sich Zeit dafür genommen haben und wünsche ihnen für ihre bevorstehende Tour alles Gute!“ So verabschiedeten sie sich voneinander und kurz darauf war Keita auch verschwunden. Als die Tür ins Schloß fiel grinste Jean Lenna an.
„Du warst ja mal wieder die Liebe in Person.“
„Ich mag ihn nicht.“ Noch immer konnte die Gitarristin ihr Pokerface nicht ablegen und so griff Jean an ihre Wange und zog.
„Hey, vor uns mußt du nicht so cool tun, wir kennen dich mein Schmusetiger.“ Da jeder wusste, wie sehr Lenna solche Kosenamen gefielen grinsten alle drei. Nur Betroffene war davon nicht begeistert und fauchte ein ‚Urusai!’ bevor sie sich erhob.
„Los kommt, ich will endlich zum Soundcheck. Oder wollt ihr hier noch länger abgammeln?“

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Shortstory – Lost Faith

Mai 11, 2008

Autor: Yuriko Yakuza
Titel: Lost Faith
Chapter: Oneshot

Kommentar:
Eine Shortstory, die ich jetzt während meines Urlaubs geschrieben habe. Ich weiß nicht, würde eine Fortsetzung passen? Glaube ich nicht… Nicht wirklich … Ich hoffe trotzdem, ihr habt euren Spaß damit ^^ …


Oft habe ich dir E-Mails geschrieben und nie eine Antwort erhalten. Ich weiß, dass nicht nur ich mich bei dir melde, dir meine Gedanken preisgebe. Manchmal waren es auch nur ganz alltägliche Sachen, die ich dir erzählte. Interessierten sie dich überhaupt?

Ab und zu war ich auch auf einem deiner Konzerte. Anfangs war ich begeistert, kreischte und rief mit Unzähligen deinen Namen. Doch irgendwann erkannte ich, dass du uns nicht hörtest. Mein Herz wurde schwer und drohte zu zerspringen.
So viele Hände, die sich dir entgegen reckten, Münder die nur deinen Namen kannten und Augen, die nur dich sahen. Du bemerktest sie nicht.

Eingetaucht in eine Welt, die niemand von uns erreichen kann. Deine Stimme, belegt mit unterschiedlichen Gefühlen. Dein Körper, der mit den ganzen Lichtern spielte. Deine Bewegungen, an jemanden in deiner Welt gerichtet.
Du gabst deine Show, ein paar liebe Worte zum Abschied an die Fans und das war’s.
Die Erkenntnis traf mich wie ein Schlag und all meine Vorstellungen, Wünsche und Träume zerfielen vor mir zu Staub.

Ein Schmerz und eine Trauer traf auf meinen Körper und ich hörte auf, dir zu schreiben. Wenn deine Musik im Radio läuft, oder ich ein Video von dir im Fernsehen sehe, schwelge ich in meinen Erinnerungen und ein leichtes Lächeln legt sich auf meine Lippen. Jedoch währt es nicht lange und wird von der wieder aufkeimenden Erkenntnis weggespült.

Mehr als ein Lächeln wird es nicht sein, was ich dir noch geben kann. Ich habe begriffen, dass ich dich nicht erreichen kann, denn du lebst in deiner Welt … nur für dich.
Jeder der Dich kennt, weiß es.

Eine letzte Mail sandte ich zu dir, in der ich dir alles erklärte.
Doch wie zuvor … Ich bekam keine Antwort.
Ich habe damit gerechnet.

Nun sitze ich hier, in diesem Café und drücke meine Zigarette im Aschenbecher aus.
Das Geld in meiner Hand landet klirrend auf dem Tisch.
Mit einem Nicken in Richtung des Kellners verlasse ich den Laden.

Draußen scheint mir die Sonne ins Gesicht und schützend lege ich eine Hand über meine Augen, blicke zu dem leuchtenden Blau empor.

Ich sollte nicht so viel in der Vergangenheit leben sage ich mir und setzte meinen Weg fort. Ein paar Straßen weiter erblicke ich einen Menschenauflauf auf der anderen Straßenseite. Viele Mädchen stehen dort und warten auf jemanden.
Ich bleibe stehen und beobachte sie. Ihre Glücklichen Gesichter verraten mir, dass sie meine Erkenntnis noch nicht hatten. Die Glücklichen …
Ich reiße mich von ihrem Anblick los, als sie zu kreischen beginnen und richte mein Augenmerk auf den Eingang.

Ich hätte es ahnen müssen. Umgeben von all deinen Bodyguards verlässt du das Gebäude und bevor du deinen Wagen erreichst, treffen sich unsere Blicke über ihn hinweg. Einzelne Sekunden verstreichen. Doch für mich ist es eine Ewigkeit. Ich lächle dir kurz zu, wie meinen Erinnerungen an dich und gehe dann weiter. Diese Begegnung würde dir eh nicht lange im Gedächtnis bleiben. Würde ich mich daran klammern, würde ich nur leiden. Also verdränge ich sie.

Ich öffne meine Tür und der Schlüssel fällt in die kleine gründe Glasschale auf der Kommode. Nachdem ich meine Jacke angehängt habe, entledige ich mich meiner Schuhe.
Mein erster Gang führt mich in die Küche. An das sterile weiß habe ich mich unlängst gewöhnt. Während das Wasser zu kochen beginnt, fülle ich meine Tasse mit dem Instantkaffee. Den gab es erst Vorgestern im Angebot. Als sich der Kocher ausschaltet fülle ich meinen Kaffee auf und nehme ihn mit in mein Arbeitszimmer.

Surrend begrüßt mich mein Computer. Es ist ein altes Modell und so mancher würde bei seinem Anblick die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, dennoch… für meine Arbeit reicht er mir.
Bevor ich beginne zu Arbeiten überprüfe ich mein Mailfach. Nur Kunden, die wissen wollen, wie weit die Korrektur ihrer Arbeiten ist haben mir geschrieben.
Ich mache mir Vermerke auf meinem Notizblock. Ich werde ihnen später antworten und mache mich an die Arbeit für die ich auch bezahlt werde.

Es ist spät, die Morgendämmerung setzt langsam ein und ich lege eine kurze Pause ein. Mein Nacken ist verspannt, ich spüre die Starre als meine Hand darüber streicht. Ich erhebe mich und setzte mir einen weiteren Kaffee auf.
Wahrscheinlich würde ich eh wieder bis in den späten Morgen arbeiten.
Den heißen Kaffee in der Hand kehre ich ins Zimmer zurück.
Grade, als ich ihn neben meiner Tastatur abgestellt habe, fällt mir das kleine blinkende Fenster auf meinem Monitor auf.
Eine E-Mail.
Also verlängere ich meine Pause und sehe nach, wer jetzt noch was von mir will.

Den Absender kenne ich nicht, trotzdem öffne ich sie. Manchmal sind es neue Kunden.
Doch als ich zu Lesen beginne, spüre ich, wie sich leichte Tränen in meinen Augen sammeln.

Du hast mir endlich geschrieben, eine Antwort die ich verloren glaubte.

Du sagst, dass du meine Mails vermisst, denn jedes Mal, wenn du sie gelesen hast, war es für dich ein Stück Normalität. Du konntest an einem anderen, einfachen Leben dran teilnehmen und hast es sehr genossen.

Leise fließen die heißen Tränen mein Gesicht entlang und ich glaube zu träumen.
Wie von selbst berühren meine Finger die Tastatur und als ich dir Antworte, weiß ich, du wirst dieses eine Wort verstehen.

-Danke-

Für einen Moment schließe ich meine Augen. Die Tränen wollen noch nicht aufhören und mit einem Lächeln wird mir bewusst, dass ein verlorener Glaube zu mir zurückgekehrt ist.

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Blood of Demon – Chapter 01

Mai 11, 2008

Chapter 01
Autor: Yuriko Yakuza
Titel: Blood of Demon
Sonstige Info’s:
Genre: Fantasy – Story

Preview:
Kyla und Liara sind beste Freunde. Da Liara kein leichtes Leben hat, hat Kyla es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Freundin vor allem Möglichen zu beschützen und immer für sie da zu sein. Doch plötzlich taucht ein Typ auf und nimmt Kyla einfach mit in seine eigene Welt…
Wie reagiert Liara? Und was wird Kyla unternehmen, um wieder zurück zu kehren?



Es wurde bereits Dunkel, als Kyla die Tür zur ihrer Wohnung aufschloss. Sie legte ihren Schlüssel auf die Anrichte, schloss die Tür von Innen und ging direkt in ihr Wohnzimmer. Liara lag auf der Couch und schlief. Wie so oft griff Kyla nach der Decke und breitete sie sanft über ihrer Freundin aus.
Sie kehrte zurück in den Flur, entledigte sich ihrer Jacke und Schuhe. Es war für sie nicht verwunderlich, dass Liara wieder da war. Sie waren zusammen aufgewachsen und teilten alles, auch Kyla’s Wohnung. Leise ging Kyla in die Küche, holte eine Tasse aus dem Schrank und machte sich einen Kaffee. Wenn Liara hier war, hieß das, dass sie wieder Ärger zu Hause hatte. Sie hatte sich noch nie gut mit ihren Eltern verstanden, um so wichtiger war ihr die Freundschaft zu Kyla. In Kyla’s Elternhaus fand sie nicht nur Zuflucht vor ihrem Vater, der täglich seinen Alkohol brauchte und bei dem es schnell passierte, dass er ausholte sondern auch vor ihrer Mutter, die sich nicht für sie interessierte. Bei Kyla’s Eltern hatte sie gelernt was Liebe war und bedeutete.
Sie kannten einander bereits über 15 Jahre und waren seit dem ersten Tag unzertrennlich. Kyla war jetzt 21, Liara würde dieses Jahr das gleiche Alter erreichen. In ihren Gedanken versunken betrachtete Kyla die Wand vor ihr. Sie hatte oft versucht, Liara dort rauszuholen, doch immer war sie gescheitert. Nun, da sie arbeiten war, eine eigene Wohnung hatte und Liara hoffentlich auch bald Arbeit finden würde, hätten sie dann die Möglichkeit zusammen zu ziehen? Das sie sich eines Tages eine Wohnung teilen würden stand für beide außer Frage. Der Wasserkocher schaltete sich ab und Kyla goss sich ihren Kaffee auf. Sie setzte sich an den Küchentisch und griff nach den Zigaretten. Während sie mit ihrem Blick dem Qualm folgte, der in wilden Formen emporstieg, hörte sie Schritte die sich langsam näherten. Sie wusste nicht, was sie sonst noch tun konnte, außer Liara einen Zufluchtsort zu bieten und sie zu beschützen so gut es ging.

Ein blaues Augenpaar guckte um die Ecke. Kurz darauf erschien Liara und seufzte erleichtert: „Du sollst mich doch wach machen, wenn du kommst! Ich dachte, es wäre ein Einbrecher, oder ein Mörder.“ Kyla lächelte.
„Hast du dir schon wieder meine Horrorfilme angeguckt?“ Liara grinste zurück. „Irgendwie muss ich mir doch die Zeit vertreiben bis du nach Hause kommst.“ „Ja, nur bist du ein Angsthase durch und durch.“ Kyla drückte ihre Zigarette im Aschenbecher aus, griff nach ihrer Tasse und ging mit Liara ins Wohnzimmer zurück. Das Dunkelgrüne Sofa stand genau in der Mitte des Raumes und Blutrote Vorhänge zierten das Fenster gegenüber an beiden Seiten. Davor war ein kleiner Tisch und genau vor dem Fenster stand der Fernseher. Rechts vom Sofa befand sich eine Anrichte aus ebenfalls dunkel gebeiztem Holz und die Wände erstrahlten in einem leichten Mintgrün. Das letzte Sonnenlicht lies den Raum dennoch warm erstrahlen. Liara ließ sich auf die Couch fallen und Kyla setzte sich neben sie. „Wie war dein Tag?“, fragte sie Kyla.
„Es ging.“ Damit war das Thema abgeschlossen. Liara wusste, dass Kyla nicht weiter darüber reden würde, auch wenn sie noch so sehr nachfragte. Sie kannte ihre Freundin. Eine Weile schwiegen sie, doch es war eine angenehme Stille. So wie Liara wusste, dass Kyla Zeit zum Abspannen brauchte, wusste Kyla, dass Liara ihr diese Zeit geben würde. Kyla trank einen Schluck ihres Kaffees. „Wollen wir noch spazieren gehen?“, durchbrach Kyla schließlich die Stille. Liara guckte sie mit großen Augen an. „Wenn du spazieren willst, dann heißt das, dass es noch ein Gewitter geben wird! Vergiss es, mich kriegt heute hier niemand mehr raus!“ Mit verschränkten Armen drückte sich Liara weiter in die Couch. Sie hatte längst aufgehört sich zu fragen, woher Kyla immer so genau wusste, wann es ein Gewitter geben würde. Sie nahm es einfach hin. Früher, ja früher hatten sie wilde Spekulationen darüber angestellt, sich vorgestellt, dass sie Hexen mit magischen Fähigkeiten sind und wie sie den Menschen helfen würden. Sie würden im Geheimen agieren und niemand wüsste von ihnen. Doch je älter sie wurden, desto mehr verblassten diese Vorstellungen. Kyla liebte Gewitter, oft saß sie dann vor dem Fenster und schaute den Blitzen zu, wie sie den Himmel erhellten. Ihre abstrakten Formen zogen sie förmlich in den Bann. Liara hingegen akzeptiere dies zwar, verkroch sich jedoch lieber ins Bett. Donner war für sie schon schlimm, aber Blitze? Allein der Gedanke, von einem getroffen zu werden jagte ihr eine Gänsehaut über den Rücken. Nein, sie würde heute keinen Fuß mehr vor die Tür setzen.

Kyla lächelte. „Was wollen wir heute Abend denn gucken? Ich glaube kaum, dass du dir noch einen Horrorfilm angucken willst, oder?“ Liara schüttelte den Kopf. „Irgendwas Lustiges.“ Kyla nickte und zappte durchs Fernsehprogramm. „Da! Dass lass mal!“, rief Liara schließlich aufgeregt. Also legte Kyla die Fernbedienung zurück auf den Tisch und lehnte sich nach hinten. Es dauerte nicht lange bis Liara herzhaft lachte und sich die ersten Tränen wegwischen musste. „Fuahahaha … Der is so doof … hahaha… Is das geil …“ Auch Kyla musste leicht lachen, allerdings mehr über ihre Freundin, als über den Film. Sie hörte Liara gerne Lachen und jene tat es oft. Trotz ihrer Familienverhältnisse war Sie ein fröhlicher Mensch, immer gut gelaunt. Kyla beobachtete sie. Das blonde Haar fiel in leichten Locken auf ihre Schulter, die blauen Augen strahlen vor Fröhlichkeit und sie schien einfach glücklich. Anschließend wandte sie den Blick wieder Richtung Fernseher und versuchte zu verstehen, worum es bei diesem Film überhaupt ging.

Es war bereits dunkel, als Kyla den Fernseher ausstellte. Die Komödie war längst vorbei und Liara war mal wieder auf der Couch eingeschlafen. Kyla erhob sich und stellte sich vors Fenster. Die Wolken hatten sich zugezogen und jeden Moment würde das Gewitter beginnen. Die Luft war wie elektrisiert und in Kyla breitete sich eine Freude aus, wie die eines kleinen Kindes vor der großen Überraschung. Ihre Augen begannen zu leuchten bei der Vorstellung, wie der Regen gegen das Fenster peitschen würde, Blitze über dem Himmel zuckten und vom Donnern verfolgt werden würden, als wolle jener sie vorantreiben. Doch sie versagte sich die Freude auf dieses Schauspiel, ging zurück zu Liara und strich ihr sanft eine Strähne aus dem Gesicht. „Hey, komm. Wir gehen ins Bett.“
Schlaftrunken erhob sich die kleinere von der Couch und folgte ihrer Freundin. Kyla nahm die Tagesdecke vom Bett, legte sie zusammen und griff nach ihrem Nachthemd dass ihr bis kurz über die Knie reichte. Liara ging an den Kleiderschrank und griff wahllos nach einem Pyjama. Kaum, dass beide im Bett lagen begann der Donner. Liara rutschte unwillkürlich dichter zu Kyla. „Musst du morgen wieder arbeiten?“, fragte sie nuschelnd. „Nein, trotzdem will ich jetzt schlafen.“ Wenn sie schon Liara zu Liebe auf ein Gewitter verzichtete, so war es doch am Besten, wenn sie es einfach verschlafen würde. Kyla kuschelte sich in ihre Decke und kurze Zeit später war sie auch schon eingeschlafen.
Liara rückte noch ein Stück dichter an ihre Freundin heran. Warum sie solch eine Angst vor Gewitter hatte, wusste sie nicht, aber sie war jedes Mal dankbar, wenn Kyla in ihrer Nähe war. Bei ihr fühlte sie sich sicher. Als ihre Atmung wieder etwas ruhiger wurde, schloss auch Liara die Augen und verfiel dem Schlaf.

Das Gewitter wurde immer stärker und von dem Donnergrollen geweckt, richtete sich Liara auf. So schlimm war selten ein Gewitter. Sie griff nach der Wasserflasche, die neben ihr auf dem Boden stand und trank einen Schluck. Sie wollte sich grade wieder hinlegen, als sie zum Fenster blickte. Genau in dem Moment erhellte ein Blitz das Zimmer und Liara sah eine schemenhafte Gestalt vor dem Fenster. Verwirrt rieb sie sich die Augen. Das konnte nicht sein, sie befanden sich hier im 2. Stock, da konnte niemand vor ihrem Fenster stehen. Ein mulmiges Gefühl machte sich in Liara’s Magen breit. Ohne den Blick vom Fenster abzuwenden, tastete ihre Hand nach Kyla. Als sie Sie leicht anstubste, gab jene nur ein Murren von sich. „Kyla!“, Liara’s Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. „Kyla!“
„Was denn?“, ohne ihre Augen zu öffnen oder sich zu ihrer Freundin umzudrehen, versuchte Kyla, sich gegen das wach sein zu wehren. „D-da ist jemand!“ „Wo?“, nuschelte sie gegen ihr Kopfkissen. „Vor dem Fenster!“
„Mhm, schlaf weiter, du hast nur schlecht geträumt.“ Es war ein halbherziger Versuch Liara zu beruhigen. Ein paar Sekunden vergingen. Man hörte nur den Regen, wie er gegen das Glas prasselte. Liara rutschte höher an das Kopfende und stieß mit dem Rücken gegen die kalte Wand. Noch immer konnte sie ihren Blick nicht vom Fenster gegenüber abwenden. Wieder folgte ein Blitz und wieder war für ein paar Sekunden diese Gestalt zu sehen. Nun bekam sie es doch mit der Angst zu tun. Es war ihr egal, ob Kyla sie anmaulen würde. Sie begann ununterbrochen an ihrer Freundin zu rütteln. „Kyla! Kyla! Ich hab mir das nicht nur eingebildet! Da ist wirklich jemand! Kyla! Bitte, wach doch endlich auf!“ Tränen sammelten sich in Liara’s Augen, gepackt von schierer Angst. Kyla gab ein grummelndes Geräusch von sich, wandte ihren Kopf zu Liara und zischte: „Frau! Wenn es dich beruhigt, dann geh ich eben gucken, aber danach lass mich gefälligst weiterschlafen!“ Frustriert schlug sie ihre Bettdecke zurück und ging ans Fenster. Sie schob das Rollo bei Seite und blickte nach draußen. Nichts. Nur der Regen, der seine Spuren am Glas hinterließ und die dunklen Wolken am Himmel. Kyla wandte sich zu Liara um. „Siehst du? Nichts! Also leg dich hin und schlaf gefälligst weiter!“ Kaum, dass Kyla ihren Satz beendet hatte, zuckte erneut ein Blitz über den Himmel und nun sah auch sie diesen Schatten an der Wand hinter Liara. Ruckartig drehte sie sich wieder um, zerrte das Rollo nach oben und öffnete das Fenster. Der Regen peitschte ihr ins Gesicht als sie sich nach vorne lehnte, doch sonst war nichts zu sehen. Hatten sie sich das beide eingebildet?
„Mach das Fenster wieder zu! Bitte!“, flehte Liara als wenn es um ihr Leben ginge. Kyla hörte die Angst aus ihrer Stimme und folgte Liara’s Bitte. Einen Moment blieb sie davor stehen, wandte sich dann ruckartig um und ging hinaus auf den Flur. Sofort sprang Liara aus dem Bett. „Wo willst du hin?“, fragte sie verzweifelt. „Ich geh jetzt gucken. Wenn da jemand sein sollte, der sich einen Scherz mit uns erlaubt, dann kann er was erleben!“ Kyla war wütend, das hörte Liara an ihrer Stimme. „Nein! Lass mich hier nicht alleine!“ Flehend griff sie nach der Hand ihrer Freundin, doch diese entzog sie ihr wieder. „Entweder kommst du mit, oder du bleibst hier und wartest!“ Liara schaute in Kyla’s vor Wut aufblitzenden Augen. Sie konnte sie nicht umstimmen, dass wurde ihr klar. „Ich warte hier.“ Kyla nickte ihr zu. „Dann geh zurück ins Bett und halte dich vom Fenster fern, verstanden?“ Liara nickte nur und Kyla rannte den Treppenflur nach unten. Kaum dass sie vor dem Aufgang stand, hatte der Regen sie bis auf die Knochen durchnässt. Ihre Dunkelbraunen Haare hingen in nassen Strähnen hinab. Sie hatte noch immer nur ihr Nachthemd an, aber das war ihr egal. Sie wollte wissen, wer oder was das war. Sie wandte sich nach links und rannte um den Block herum in dem sie wohnte. Denn ihr Schlafzimmer war zur anderen Seite ausgerichtet.

Kyla verlangsamte ihr Tempo, als sie das Rasenstück erreichte. Die aufgeweichte Erde ließ sie einige Zentimeter im Boden versinken, doch darauf achtete sie gar nicht. Sie ging langsam weiter und blieb schließlich genau vor ihrem Schlafzimmerfenster stehen. Sie blickte nach oben, doch dort war nichts zu erkennen. Kyla seufzte. Sie hatten es sich also doch nur eingebildet und sie hatte sich anstecken lassen von Liara’s Panikattacke. Über sich selbst lächelnd schüttelte sie den Kopf.

Liara hielt es nicht aus. Unruhig lief sie auf und ab bis ihre Neugierde gewann. Sie ging zum Fenster und blickte raus. Sie sah Kyla dort unten stehen, die zu ihr hoch schaute. Also öffnete sie das Fenster. Auch sie war innerhalb weniger Sekunden durchnässt und blonde Strähnen umrahmten ihr Gesicht. „Und?“, fragte sie nach unten. „Nichts.“, antwortete ihr Kyla und schüttelte zur Bekräftigung ihrer Worte den Kopf.

Sie wollte sich grade auf den Weg nach drinnen machen, als sie Liara’s Gesicht erkannte. Die Augen weit aufgerissen und jegliches Blut aus dem Gesicht gewichen. Alles was Liara tat, war den Arm zu heben und auf eine Stelle hinter Kyla zu zeigen. Ja, dort steht der alte Baum, sagte sie sich und fragte sich, was Liara da gesehen haben mag, dass sie so reagierte. Dann sah auch sie es.

Neugierig trat sie einen Schritt dichter. Es schien, als wenn dunkler Nebel hinter dem Baum sich sammelte. „Wer ist da?“, fragte Kyla selbstsicher. Sie spürte keine Angst. Das war etwas, dass sie verloren hatte seit sie Liara kannte. Als keine Reaktion erfolgte, ging sie noch ein Stück weiter auf den Baum zu. „Komm raus da, du Bastard!“, ihre Stimme versuchte, gegen den Regen anzukommen.
Noch einmal blickte Kyla hinter sich zu Liara und als sie ihren Blick wieder nach vorn richtete, sah sie die Große Gestalt vor sich. Langsam ging ihr Blick nach oben und blieb an den Augen hängen. Sie zogen Sie förmlich an. Kyla schüttelte den Kopf, wie um sich von dieser Trance zu lösen und ging automatisch ein paar Schritte nach hinten. Sie wusste nicht, wer der Typ da war, warum er in diesem komischen Aufzug vor ihr stand, doch noch immer verspürte sie keine Angst.

Sein langes, dunkles Haar wehte leicht, was angesichts des Windes jedoch nicht möglich war. Das widerspricht jegliches Gesetzen der Physik, schoss es Kyla durch den Kopf. Seine Gestalt war unter einen dunklen Mantel verborgen, der bis zum Boden reichte. Als er einen Schritt dichter auf sie zukam, reckte Kyla trotzig ihr Kinn nach vorne. Bereit, sich alles und jedem zu stellen. Einen Moment betrachteten sie einander, bis sie ihre Neugierde nicht mehr zügeln konnte. „Wer bist du?“, fragte sie herrisch. Doch anstatt zu antworten, kam er weiter auf sie zu, bis er nur noch einen halben Meter vor ihr stand. Seine Hand legte er fast zärtlich auf ihre Wange und als Kyla seine Stimme hörte, durchfuhr ein Zittern ihren ganzen Körper: „Endlich habe ich dich wieder.“ „Ich weiß ja nicht, aus welchem Irrenhaus du entlaufen bist, aber ich kenne dich nicht. Also verschwinde.“, forderte sie ihn auf. Kyla versuchte, ihr Herz zu beruhigen, das einen wilden Rhythmus zu tanzen begann. Hatte sie etwa Angst? Nein, das war unmöglich. Sie hatte seit Jahren keine Angst mehr gehabt. Er überging ihren Einwand und seine Stimme erreichte jede Faser ihres Körpers: „Komm mit mir.“
Kyla wich entschlossen einen Schritt zurück. „Vergiss es. Ich geh mit keinem Irren.“ Seine Augen blitzen amüsiert auf. „So warst du schon immer. Nie hast du dir etwas sagen lassen, das hat sich auch in all der langen Zeit nicht geändert.“ „Ich weiß nicht wovon du redest. Zieh Leine, oder du kannst was erleben.“ Er verstand die Drohung hinter ihren Worten und zog verwirrt die Brauen zusammen. „Warum willst du hier bleiben? Du gehörst hier nicht her, das weißt du.“ „Ich weiß, dass wenn du nicht gleich verschwindest, du deine verdammten Knochen einzeln aufsammeln kannst.“ Er betrachtete sie einen Moment. „Du riechst nach Mensch!“, stellte er angeekelt fest. „Ist so, wenn man ein Mensch ist. Du riechst genauso.“, entgegnete sie ihm gelassen. Ihr Herz schien sich beruhigt zu haben. „Beleidige mich nicht!“, zischte er, bevor er auch schon wieder vor ihr stand, seine Hand an ihrer Kehle lag und er leicht zudrückte. Kyla schrie kurz überrascht auf. Sie hatte nicht gesehen, wie er sich bewegte und doch stand er jetzt vor ihr und berührte sie sogar. Ihre Hände umschlossen sein Handgelenk und sie spürte die unbändige Kraft, dessen er mächtig war. „Lass mich … los … Bastard!“, brachte sie keuchend hervor. Sofort ließ er sie frei, blieb dennoch dicht vor ihr stehen. Sein Blick ruhte noch immer auf ihr.

„Kyla!“, rief Liara aus Angst um ihre Freundin. Sie hatte keine Ahnung, wer der Typ war und was er zu ihr sagte, aber er war kein Mensch, dessen war sie sich sicher.
Kyla wandte sich um und blickte zu Liara hoch. „Verschwinde! Mach das Fenster zu!“ Doch Liara konnte sich nicht bewegen. Gelähmt von der Angst die sie erfüllte.

„Wende mir nicht den Rücken zu!“, knurrte der Typ hinter ihr. Kyla wandte sich langsam zu ihm um, ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen. „Und wenn doch?“ „Dann wirst du es bereuen!“ Kyla lachte. „Drohen kann jeder, aber wenn, dann mach es auch wahr.“ Kyla wusste nicht, woher sie diese Gewissheit hatte, dass er ihr nichts tun würde. Sie fühlte einfach, dass es so war. Sein Blick wanderte von ihr, zu dem Menschen dort oben am Fenster. „Raia!“, seine Stimme klang beherrscht, dennoch konnte Kyla spüren, welche Stärke in ihr ruhte. „Wer?“, fragte sie leicht irritiert. „Du bist Raia.“, erklärte er mühsam. Er hatte nicht damit gerechnet, dass sie sich nicht erinnern würde.
Nun wandte sich Kyla richtig zu ihm um. „Hör zu. Ich bin nicht Raia, sondern Kyla. Aber ich wüsste nicht, was dich das angeht. Also dann, einen schönen Abend noch.“ Kyla wandte sich von ihm ab, doch zu mehr kam sie nicht. Plötzlich tauchte er wieder vor ihr auf, seine Augen leuchteten Rot auf und mit einer schnellen Handbewegung hinderte er sie daran, weiter zu gehen. Er berührte sie nicht, hielt sie nicht fest und trotzdem, Kyla konnte sich nicht mehr Bewegen, als wenn ihr Körper an Ketten gelegt war.

„Um es dir zu erklären, du hast hier nichts zu suchen. Du bist kein Mensch.“, seine Stimme klang bedrohlich.
„Natürlich bin ich ein Mensch du Bastard. Was soll ich denn sonst sein? Schon mal in den Spiegel geguckt? Ich weiß zwar nicht wie du das gemacht hast, aber dafür gibt’s bestimmt eine ganz logische Erklärung. Und jetzt hau hab du Hurensohn!“ Kyla wurde von einer Wut gepackt, die sie selbst überraschte.
Ein Lächeln umspielte seine Lippen. Er wusste jetzt, was er tun musste. „Du hast die Wahl, entweder, du kommst freiwillig mit, oder ich werde dich zwingen.“ Sein Blick richtete sich auf Liara und Kyla verstand augenblicklich. Sie versuchte, sich mit aller Kraft aus dieser Starre zu befreien, als sie aber merkte, dass ihr dies nicht gelingen würde, schrie sie zu ihrer Freundin: „Verdammt! Liara! Mach das verdammte Fenster zu und hau ab! Sieh zu!“ Doch es war zu spät. Bevor Liara hätte reagieren können, tauchte er plötzlich genau vor ihr auf. Jene sah verblüfft zu der Gestalt vor ihr und ihre Augen weiteten sich. Seine Hand schnellte nach vorne und umfasste hart ihre Kehle. „Widerlicher Mensch.“

„Lass sie los du gottverdammter Hurensohn! Ich schwör dir, ich bring dich um, wenn ihr was passiert!“, schrie Kyla ihm mit aller Kraft entgegen. Sie spürte den Hass, der in ihr zu gären begann, spürte, wie er jede Faser ihres Körpers ausfüllte und sie mit einer Kraft erfüllte, von der sie nie zu träumen gewagt hätte. Mühsam gelang es ihr, sich einen Schritt vorwärts zu bewegen.

Liara blickte geschockt zu ihrer Freundin. „Kyla!“, brachte sie gepresst hervor. Was war geschehen? Warum glühten Kyla’s Augen in dem gleichen Rot wie seine?
Als wenn er Liara’s Gedanken lesen könnte, antwortete er ihr: „Sie ist kein Mensch, begreif das!“

„Lass … sie … los!“, es gelang Kyla sich immer besser zu bewegen, je mehr sie ihn hasste. Erstaunt blickte er zu ihr hinab. Dass sie sich diesem Bannzauber widersetzen konnte, war nur ein kleines Beispiel ihrer Kraft. Das wusste er nur zu gut.

Kyla’s Blick schien ihn förmlich zu durchbohren und er wusste, er hatte nur eine Möglichkeit, um sie mit sich zu nehmen. Ein langes Schwert erschien in seiner freien Hand und kaum das Kyla es erblickte, wich jegliche Farbe aus ihrem Gesicht. Ihre Augen nahmen wieder ihre natürliche Farbe an und sofort war sie dem Bannzauber erlegen. „Nein!“, es war kaum mehr als ein Flüstern und doch verstand er es. Er lächelte siegessicher. „Entweder, du kommst freiwillig mit mir, oder der Mensch wird sterben.“ Sein Griff um Liara’s Kehle wurde fester und jene begann, nach Luft zu schnappen.
Kyla wog einen Moment lang ihre Chancen ab. Als sie keinen anderen Ausweg sah, nickte sie nur schwach. Das Schwert in seiner Hand verschwand und vor Kyla öffnete sich der Boden zu einem Kreis. Am Rand von einem roten Licht umgeben, blickte sie zu beiden empor. „Spring rein, oder der Mensch wird sterben.“ Kyla blickte von ihm zu Liara, Tränen waren auf ihrem Gesicht zu erkennen und rannen der Blonden übers Gesicht. Trotz ihrer Lage, versuchte Liara den Kopf zu schütteln. Kyla hatte genug gesehen. Sie wusste, Liara würde sterben, wenn sie nicht das tat, was er wollte. Sie hatte keine Ahnung, was sie am anderen Ende erwarten würde. Kyla schloss für einen Moment ihre Augen, rief sich Liara’s Lächeln in Erinnerung und sprang.

Kaum das Liara sah, wie Kyla sprang, spürte sie, wie der Typ sie freigab. Er tauchte plötzlich am Rand des roten Lichtkreises auf und ohne noch einmal zu Liara zu blicken folgte er Kyla. Liara brach weinend vor dem Fenster zusammen.

„Scheiße! Scheiße! Scheiße!“ Liara schlug die Hände vor ihr Gesicht und ließ ihren Tränen freien Lauf. Das konnte doch alles nicht wahr sein, das war einfach nur ein schrecklicher Albtraum. Wie in Trance erhob sie sich und setzte sich auf die Kante des Bettes. Und was sollte sie tun wenn nicht? Wenn es kein Traum, sondern fürchterliche Realität war? Was sollte sie Kyla’s Eltern sagen? Ihre Tochter war kein Mensch?
Liara schüttelte den Kopf. Natürlich war Kyla ein Mensch, so wie jeder Andere auch, außer dem Typen eben. Noch immer liefen ihr Tränen über die Wangen, doch mit jeder Sekunde wurde sie entschlossener. Sie musste Kyla da rausholen, koste es, was es wolle. Liara ging zu Kyla’s Schrank. Das Erste, was sie tun musste war, sich umzuziehen. Was dann folgte, wusste sie noch nicht, aber es würde sich eine Möglichkeit finden lassen.

Hart schlug Kyla auf dem Boden auf. Vor ihren Augen verschwamm alles. Sie versuchte tief Luft zu holen. Es roch süßlich und stank gleichzeitig nach Tod. Kyla versuchte, sich vom Boden zu erheben, doch es schien, als wenn ein starkes Gewicht auf ihrem Rücken lastete. Immer wieder gaben ihre Arme nach, bei dem Versuch sich hochzustemmen. Dann hörte sie die Stimme und vor ihren Augen tauchte das Gewand des Typen auf.
„Steh auf!“, befahl er barsch. Kyla versuchte es, nicht als Zeichen des Gehorsams, sondern weil sie es selbst wollte. Wieder gaben ihre Arme nach. Entkräftet blieb sie einfach auf dem kalten Boden liegen und schloss ihre Augen. Einen Moment Ruhe, nur einen kleinen Moment.
Kyla spürte, wie jemand sie auf den Arm nahm und irgendwohin trug. Sie versuchte, ihre Augen wieder zu öffnen, doch es gelang ihr nicht. Sie verlor das Bewusstsein.