Archiv für Juni 2008

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God goes Crazy – Chapter 01

Juni 5, 2008

Ihm blieb nichts anderes übrig, als sich in seinen bequemen, samtigen Chefsessel im Wohnzimmer zu setzen und das Geschehen beleidigt und schmollend zu beobachten. Ohne Vorankündigung stürmten Asagis Freunde und Bandmitglieder Ruiza, Hiroki, Tsunehito und Hide-Zou sein Haus, um spontan zu entscheiden, wohin es denn nach der langen, schönen, aber auch anstrengenden Tour in den gemeinsamen Urlaub gehen sollte.
Wild diskutierten die anderen herum und fanden einfach keine Einigung.

„Ich will irgendwo hin, wo es schön ist…“, warf Tsunehito ein, während er auf dem Boden hockte und eine von Asagis drei Katzen streichelte.
Ruiza betrachtete die Karte vor sich, die sie innerhalb weniger Sekunden aufgehangen hatten.
„Ich irgendwo hin, wo es warm ist…“, murmelte er und suchte weiter mit seinen Blicken die Welt ab. Hide-Zou stellte sich neben ihm und tat es ihm gleich.
„Aber nur warm ist doch auch langweilig.“ Ruiza wandte den Kopf und blickte ihn genau an:
„Da gibt es auch AUTOS und FRAUEN…“
„Okay, dann irgendwohin wo es warm ist.“

Asagi stützte seinen Kopf mit einer Hand und schüttelte ihn dann leicht. Seine
Freunde waren doch einfach nur durchgeknallt!
„Also, wenn ihr mich fragt…“, fing er an, wurde aber von dem euphorischen Hiroki unterbrochen:
„Wieso warm? In den Schnee ist doch viel cooler! …“ Er schwieg kurz und lachte dann schallend. „Cooler… haha… Was ein Wortspiel!“, freute er sich und lachte weiter. Hide-Zou seufzte.
„Weißt du, was du mir DAMIT antust?“ Ruiza konnte sich bei der Vorstellung, einen verzweifelten Hide-Zou durch hohen Schnee waten zu sehen, kaum das Grinsen verkneifen.
„Dick eingepackte Frauen und Autos mit Schneeketten?“, beantwortete er seine Frage. Tsunehito und Hiroki lachten laut. Asagi versuchte erneut durch ein Räuspern auf sich aufmerksam zu machen und sagte dann:

„Wieso fliegen wir nicht nach…“
„Aber im Schnee ist mir das zu kalt… Und was soll man da machen? Außerdem… hab’ ich dafür nix zum Anziehen… Winterklamotten machen dick…“, beklagte Tsunehito, nachdem er sich ausgelacht hatte und unterbrach Asagi auf’s Neue.
„Genau! Keine schicken Autos, keine hübschen Frauen und ein … eingepackter … Tsune. DAS nenne ich KEINEN Urlaub!“, neckte Hide-Zou ihn unter einem breiten Grinsen. Tsunehito ließ seine großen Augen aufblitzen, zog sich schnell einen Hausschuh aus und warf ihn Hide-Zou an den Kopf.

„Aber DU siehst schick aus in Skianzug oder was?! Blöder Sack…“, entgegnete er und ignorierte Hide-Zou von da an. Hiroki kugelte sich auf dem Boden hin und her vor lachen. Asagi seufzte lautstark und verdrehte die Augen. …Und mit DENEN sollte er in den ‚Urlaub’?
„JUNGS, hört MIR doch jetzt mal zu!!“, rief er schließlich mit großen Augen.
Ruiza schaute von dem beleidigten Hide-Zou zu Asagi.
„Hattest du denn was gesagt?“, wollte er in einem unschuldigen Tonfall wissen und pattete dem Gitarristen aufmunternd auf dem Kopf. Hide-Zou seufzte. Asagi knurrte leise und gefährlich.
„Ja… Hatte ich!“, grummelte er.
„Was möchtest du uns denn mitteilen, Asagi?“, fragte Tsunehito wie es eine Erzieherin nicht hätte besser machen können.

//Gleich hau’ ich euch alle kaputt…!!//, dachte sich der Sänger und atmete tief ein und aus, um sich zu beruhigen. Hiroki musste schon wieder anfangen zu kichern, da ihn Asagis grummeliger Gesichtsausdruck einfach ZU sehr amüsierte.
„Also…“, fing Asagi an und fuhr fort: „ICH wäre ja dafür, wenn wir in den skandinavischen Bereich verreisen. SO! Mann…“
„Aber da ist es doch auch KALT!“, jammerte Ruiza und setzte sich mit einem Schmollmund auf den Boden.
„Genau! Und da sind auch solche Autos und Frauen und … so ein Tsune.“, kommentierte Hide mit einem Seitenblick zu dem Bassisten.
„Boahr… JETZT reicht’s!“, rief Tsunehito und stürzte sich auf seinen Freund, um leicht auf ihn einzuschlagen. Asagi sprang schlagartig von seinem Sessel auf und sammelte mit einem gekonnten Handgriff eine seiner Katzen ein, die in der Nähe lag.

„Seid ihr verrückt geworden?!“, rief er empört.
„Ich glaub’, wir finden keine Einigung…“, seufzte Hiroki leise und kratzte sich am Hinterkopf. Ruiza kicherte und schaute entschuldigend zu Asagi.
„Du weißt doch wie sie sind … also …“ Er zuckte mit den Schultern und griff nach der zweiten Katze, die wohl genauer wissen wollte, was grade zwischen dem Bassisten und Gitarristen ablief.
Hide-Zou hob schützend den Arm.
„Aua, Tsune, das tut weh! Hör auf!“
„NIEMALS!“, rief der Bassist und prügelte weiter. Asagi setzte seine Katze auf dem Chefsessel ab und lief in die Küche. Dort holte er einen Topf und einen Holzlöffel, kam ins Wohnzimmer und schlug auf den Topf ein, woraufhin alle zusammenzuckten.

„SCHLUSS JETZT!“, rief er und blickte alle ernst an. Tsunehito erstarrte zu Eis und ließ von Hide-Zou ab.
„Endlich.“, murmelte jener und blickte nun auch zu Asagi. //Seit wann hat er Töpfe?//, fragte er sich und blickte zu Ruiza. Dieser schüttelte nur leicht mit dem Kopf, genauso verblüfft über diesen Haushaltsgegenstand bei Asagi.
„So, wir machen das jetzt GANZ anders: Wir bestimmen einen von uns, der unser Urlaubsziel bestimmt! Sonst kommen wir nicht weiter.“, argumentierte er und drohte mit dem Kochlöffel.
„Ich bin stark dafür, dass der GROßARTIGE Tsunehito den Urlaubsort bestimmt!“, warf der Bassist ein und hob die Hand.
„Ich will! Ich will!“, rief Ruiza aufgeregt, ließ die Katze fallen und sprang auf und ab.
„Meine Katze!!“, rief Asagi entsetzt und sah Ruiza verstört an. Wieso ließ er einfach die Katze fallen?!

„Die lebt weiter.“, kommentierte Hide-Zou und überlegte angestrengt.
„Warum … Warum werfen wir nicht einfach auf diese Karte und der beste Ort wird genommen?“, fragte er seine Freunde und deutete auf das Ding hinter sich. Tsunehito schnippste ihm mit den Fingern gegen die Stirn.
„Suuuper Idee, Hide-Zou! Und wie einigen wir uns dann WELCHER der beste Ort ist? Und wer wirft? …Schalt deinen Kopf lieber wieder aus, bevor du noch Kopfschmerzen kriegst…“, sagte er gespielt liebevoll und streichelte dem Gitarristen mit der Handfläche über die Stirn.
„ICH kann ja werfen! Ich kann das gut!!“, argumentierte Hiroki breit grinsend.
„Asagiiiii~ Sag was, Tsune is’ wieder gemein zu mir!“, beschwerte sich Hide-Zou bei dem Vokalisten.
„Von mir aus kann Hiroki werfen.“, entgegnete Ruiza in voller Hoffnung auf ein warmes Ziel.
„Nix Hiroki! ICH will werfen!“, beschwerte sich Tsunehito. Asagi fuhr sich mit einer Hand gestresst durch die langen Haare.

„Ihr macht mich noch wahnsinnig…“, murmelte er leise und atmete wieder tief ein und aus. „Also schön… Noch mal anders: Es wird GELOST, wer wirft! Ruiza! Schnippsel machen, los!“, forderte er und sah seinen kleinen Gitarristen streng an.
„Immer auf die Kleinen!“, beschwerte Ruiza sich gespielt und lief aber sofort in die Küche, um nach Papier und Stift zu suchen.
„Asaaagiiii, wo hast du Papier?!“, ertönte es aus dem angrenzenden Raum. Asagi rollte mit den Augen.
„Guck richtig nach!! Und benutz deine Hände! Ach…Warte, ich komme sofort.“, seufzte er noch immer gestresst und folgte Ruiza in die Küche.

„Ich gewinn’ bestimmt.“, war sich Hiroki sicher und grinste breit.
„Bloß nicht…“, jammerte Tsunehito und setzte sich auf die Couch, warf Hide-Zou nebenbei noch mal schnell einen bösen Blick zu.
„Ich hab doch schon überall nachgeguckt! Ich kann ja nix dafür, wenn du in deinen Schubladen keine Ordnung hast!“, beschwerte sich der blonde Gitarrist.
Hide-Zou verfolgte Tsunehito mit seinen Blicken und ließ selbst dann nicht von ihm ab, als Ruiza aus der Küche zurückkehrte.
Tsunehito streckte ihm kurz und frech die Zunge heraus, schaute dann in Ruizas Richtung.

„Irgendwann kriegt der Junge noch mal meine Brille…“, murmelte Asagi vor sich hin, während er den eigentlich nicht übersehbaren, kleinen Block von der Küchentheke vor sich nahm und ebenfalls ins Wohnzimmer zurückkehrte.
„So. Auf einen Zettel kommt jetzt ein X und wer das X zieht, darf werfen. Verstanden oder soll ich es lieber noch mal erklären?“, fragte der Vocal und blickte komischerweise nach seiner Frage direkt Ruiza an.
Dessen Augen verengten sich.
„Wir brauchen noch einen Stift!“, gab er als Antwort und grinste den Größeren dann frech an. Dieser schloss seine Augen halb.
„Jaja…“, grummelte er und organisierte also einen Kugelschreiber.

„Ruiza… Der Mann hat’s nich’ leicht in seinem Alter! Da vergisst man halt mal was…“, tuschelte Hiroki grinsend und kicherte anschließend. Er hatte Glück, dass Asagi das nicht mitbekam…
Ruiza kicherte und flüsterte zurück:
„Vergisst MAL was? Erst letztens hat er mich wieder vergessen!“ Hiroki und Tsunehito lachten auf, doch ihr Lachen verstummte schnell, als der Sänger ins Wohnzimmer zurückkehrte und gleich merkte, dass etwas nicht stimmte.
„WAS habt ihr gerade besprochen…“, fragte er mit bedrohlicher Stimme und sah jeden Einzelnen mit verengten Augen an. Tsunehito presste sich die Hand auf den Mund, um nicht zu lachen.
Ruiza sammelte all seinen Mut zusammen und blickte ihn mit unschuldigen Augen an.
„Dass es für dich schwer werden wird, dich von deinen Tieren zu verabschieden.“ //Naja, zumindest war es die halbe Wahrheit. Es hat zumindest was mit ihm zu tun….//, überlegte er und verkniff sich das Grinsen.

Skeptisch schaute Asagi in die Runde, schenkte Ruizas Worten dann aber einfach mal Glauben und ließ geknickt die Schultern hängen.
„Ja… Meine Tierchen! Wenn der Werfer Hokkaido oder so erwischt, nehme ich die mit… SO!“, bestimmte er und lächelte fröhlich. Tsunehito prustete laut los und brach auf der Couch zusammen vor lachen. Hiroki drehte den Kopf zur Seite, während sein Körper leicht zuckte. Es war nicht leicht das Lachen zu unterdrücken. Hide-Zou wandte sich von dem Vocal ab und versuchte ruhig tief ein und aus zu atmen, was angesichts des breiten Grinsens gar nicht so einfach war. Schließlich biss er sich auf die Unterlippe und seine Schultern zuckten leicht auf und ab.

Ruiza hingegen schaute die anderen nur fragend an, schluckte jegliches Kichern runter und versuchte, einfach weiterhin … unschuldig auszusehen.
Asagi legte den Kopf schief und hörte auf zu lächeln.
„Och kommt, Leute… Ihr seid echt doof, wisst ihr das?! Ich habe wirklich keine Lust mehr darauf! Zieht jetzt alle so einen bescheuerten Zettel, freut euch und dann fahrt wieder nach Hause! Ich lasse mich hier doch nicht für dumm verkaufen… Gibt’s doch nicht…“, ärgerte er sich und hielt die kleinen Zettel, von denen einer bereits mit einem X markiert war, gefächert seinen Freunden entgegen.

Tsunehito musste sich erst einmal wieder aufraffen und aufhören zu lachen, bevor er schließlich einen Zettel zog. Leider ohne X…
„Na toll… JETZT wird der Urlaub nix…“, jammerte er und rechnete nun mit dem Schlimmsten.
Während auch Ruiza nach einen der Blätter griff, meinte er:
„Aber eines muss klar sein. Ohne Murren und weiteres Diskutieren, wird dahin gefahren, wo hingeworfen wird!“ Bei dem siegessicheren Gefühl, dass er verspürte, öffnete er in voller Vorfreude den Zettel. Leer…
Grinsend zog Hiroki also einen der Zettel und sagte dann ganz cool:
„Ich brauch’ nich’ gucken… Ich hab’ eh gewonnen!“
Asagi verdrehte die Augen, reichte den letzten Zettel Hide-Zou und öffnete den eigenen.
„Hm… Also ich habe kein X.“, sagte er anschließend.

Jetzt hing also alles nur noch von Hide-Zou ab. Misstrauisch betrachtete er das Papier in seiner Hand. Schließlich faltete er es auseinander und rief sofort: „Das ist nicht fair! Ich konnte gar keinen auswählen! Asagi hat mir einfach einen in die Hand gedrückt! Ich hatte gar keine Chance!“
Tsunehitos Augen weiteten sich und er sah Hide-Zou panisch an.
„Nein… Sag jetzt nich’, dass du auch kein X hast, Hide…“, wimmerte er. Hiroki warf die Arme nach oben und rief freudig:
„JIPPIE! Hab’ ich doch gesagt! ICH hab’ gewonnen!“
„…Wo ist meine Winterjacke?“, murmelte Asagi und stand auf, um sich schon fast auf den Weg zu seinem Kleiderschrank zu machen. Hide-Zou zeigte das leere Papier seinem Freund und grummelte dann:

„Räumt alles weg, was bluten kann… Es kann gefährlich werden.“ Mit einem bösen Funkeln blickte er zu Hiroki.
„Katze!“, fiel dem Sänger daraufhin schnell ein und er sammelte alle seine Katzen zusammen, um sie nach draußen zu bringen. Hiroki mit einem Dartpfeil, der auf eine Karte werfen sollte, konnte nichts Gutes bedeuten…
Ruiza war der Nächste, der aus dem Sichtfeld des Drummers verschwand.
„Ich mag auch nich’ verbluten!“
„Nu’ stellt euch mal nich’ so an! Also… Wo is’ der Dartpfeil?“, fragte der Drummer und grinste fröhlich. Tsunehito reichte ihm den Pfeil und versteckte sich dann hinter der Couch, guckte nur mit der Nase über den Rand der Lehne. Hiroki fing an sich die Finger zu dehnen.

Hide-Zou platzierte sich schon direkt hinter dem Drummer, bereit, falls nötig einzugreifen.
„Soo… Dann woll’n wir ma’!“, murmelte Hiroki, streckte seine Zunge leicht raus und kniff ein Auge zu, während er mit der Spitze des Pfeils auf die Karte zielte.
//Hmm… Wo will ich denn ma’ hin, hm? Europa? Europa is’ gut…//, überlegte er und fing also an sein Ziel zu setzen. Ein paar Mal täuschte er den Wurf an, bis der Dartpfeil schließlich aus seiner Hand flog und auf die Karte zuschoss. Im letzten Moment, bevor er ihn losließ, riss Hide-Zou ihn an seinem Shirt weiter nach hinten.

„Ey, du Spast!“, beschwerte sich Hiroki und schubste Hide-Zou leicht. Asagi griff nach seiner Brille und schielte auf die Karte, lief dann ein paar Schritte auf jene zu, um den getroffenen Urlaubsort ausfindig zu machen. Ruiza gesellte sich neben ihn und während Hide im Hintergrund mit Hiroki diskutierte, murmelte er zu Asagi:
„Das sieht mir verdammt nach Europa aus … Aber wo genau … Is’ das nich Österreich?“ Tsunehito kam hinter der Couch hervor und stellte sich neben Asagi und Ruiza.
„…Was zum Teufel ist ‚Österreich’?“, fragte er mit einer Augenbraue hochgezogen.
„Ein Dorf…“, antworteten Asagi und Ruiza synchron.
„…Hab’ ich Österreich getroffen??“, wollte Hiroki aufgeregt wissen und unterbrach seine Diskussion mit Hide-Zou. Eben jener gesellte sich nun auch zu den anderen und schielte auf das Papier vor ihnen.
„Leute … Das sieht mir nicht wie Österreich aus … Eher … Die Walachei …“

Tsunehito haute Hiroki leicht und sah ihn vorwurfsvoll an.
„Mann, wo hast du uns jetzt hingeschickt?! Super… Hätte ICH mal lieber geworfen!“, beschwerte er sich.
„Hallo?! Hide-Zou hat mich manipuliert!“, konterte Hiroki mit großen Augen. Plötzlich hörte man freudiges Aufquieken von Asagi. Er legte beide Hände an seine Wangen und blickte gefesselt auf die Karte.
„Ich weiß, was das ist! Ich weiß, was das ist!! Es ist… hach.. D-LAND!!!“, rief er.
„Disneyland?“, fragte Ruiza ihn mit hochgezogener Augenbraue. „Die haben da echt DISNEYLAND?!“

Asagi rollte mit den Augen und klatschte sich die Hand gegen die Stirn.
„Ruiza… Nicht DISNEYland! D-Land! Deutschland! Schwarz-Rot-Gold! Zweiter Weltkrieg! Bier! Kartoffeln! FUSSBALL!!“, versuchte er seinem Freund das Urlaubsziel mit allem, was ihm einfiel zu erklären.
Ruiza starrte den Größeren ein paar Sekunden lang an. Schließlich weiteten sich seine Augen und er rief: „AH! Weißwurst und Sauerkraut!“
„… Hä?“, kam es intelligent von Tsunehito, der noch immer fragend die Karte anblickte.
„Deutschland! Cool!! … Und wo genau? Liegt da Schnee??“, fragte Hiroki aufgeregt. Asagi gab es auf, Tsunehito weiteres zu erklären… Es schien hoffnungslos.

Hide-Zou versuchte statt dessen, es seinem Freund zu erklären:
„Da, wo Despairs Ray so gerne hinfahren! Und immer betrunken wiederkommen!“
Ruiza kroch noch dichter an die Karte heran.
„Und wo genau sind wir da nun gelandet?“
Bei Tsunehito machte es nun endlich ‚klick’.
„Achsooo! Mann, sagt das doch gleich! Hm… Dann kann das ja nicht SO schlecht sein…“, fand er dann und legte den Kopf etwas schief. Asagi zog den Dartpfeil heraus und sagte:
„DA sind wir gelandet! Und zwar in…“ Er versuchte den Ort vorzulesen. „…In… ähm… da in… Ja… Gleich habe ich es… in… Ach Mann, das kann doch kein Mensch richtig aussprechen! Hiroki, schreib das ab und wir suchen uns da irgendwo über das Internet ein Hotel.“
„Okay!“, rief Hiroki fröhlich und griff wieder zu Zettel und Stift.
Ruiza schaute kurz zu Asagi und tippte dann mit dem Finger auf die Karte.
„Bairouischeru Warudo.“ Anschließend grinste er zum Vocal. Asagi zuckte mit den Schultern.

„Ja… Habe ich doch gesagt! Bayo… Dingsda… Wusste ich doch gleich. Also… Ihr wisst jetzt, wo es hingeht! Sucht ein Hotel, ruft mich an, wenn alles organisiert ist, haut jetzt ab und lasst mich in Ruhe!“, sagte er und ging in die Küche. Ein Tee war nun angebracht…

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God goes Crazy – Prologe

Juni 5, 2008

Ja Ja!
Eine neue Story xD
Hoffe, sie gefällt euch? Ich muss dazu anmerken, es ist meine erste Partner FF, ich schreib sie zusammen mit meiner lieben JasmineYou ^^ uns sie handelt um D!!
Nun aber ohne lange Vorworte, let’s start~!

Ruka (written by candyruiza)
Alter: 18
Größe: 1,64m
Macken:
~ Kaffeejunkie
~ Schadenfroh
~ In gewissen Situationen schüchtern und feige
~ ängstlich
~ crazy
~ Winnie Pooh
~ Leopardenmustersüchtling
~ Schokoladensüchtig

Yuri (written by me)
Alter: 20
Größe: 1,69m
Macken:
~ Kaffeejunkie
~ vergeßlich
~ Morgenmuffel
~ verschlafen
~ vernarrt in ihre Tiere

Asagi (written by candyruiza)
Alter: gefühlte 25
Größe: 1,78 m
Macken:
~ Rosen
~ Katzen
~ Hobbievampir
~ Erdbeersoße
~ Hühnchen
~ Hund
~ EITELKEIT
~ Kontrollzwang
~ Besitzergreifend
~ Waffenfetischist
~ ‚D’(ie) Kewlness in Person

Ruiza (written by me)
Alter: gefühlte 15 (28)
Größe: 1,64 m
Macken:
~ Süßkram
~ dumme D-Witze
~ Asagi
~ Gitarre
~ Sunnyboy
~ vernarrt in alles was Sweet ist
~ Games und Mangas
~ Tanzen
~ Schadenfroh was Asagi betrifft

Hide-Zou (written by me)
Alter: gefühlte 16
Größe: 1,71 m
Macken:
~ Autos
~ schöne Frauen
~ Tsune-Sadist
~ Blöde Sprüche reißen
~ Schadenfroh was Asagi betrifft

Tsunehito (written by candyruiza)
Alter: (der jüngste aus der Band)
Größe: 1,69 m
Macken:
~ schüchtern
~ nach Klamotten- und Accesoirläden gucken
~ leidenschaftlicher Hide-Zou-Sadist
~ BMX
~ Touch of HipHop xD
~ Schadenfroh was Asagi betrifft

Hiroki (written by candyruiza)
Alter: gefühlte 13(?) XD
Größe: 1,78 m
Macken:
~ TV Spiele
~ Arkadspiele
~ Drummersyndrom
~ Sportfetischist
~ zwinkert viel, wenn er nervös ist
~ Schadenfroh was Asagi betrifft

Haras (written by me)
Typ: reinrassiger Mischling (Hund)
Alter: 6
Chara:
~ anhänglich
~ ANGSTHASE
~ gehorsam (bei Yu immer, bei Anderen nur wenn er mag x’D)
~ süß
~ treudoof

Shaddow & Chila (written by me)
Shaddow
Typ: Katze
Alter: 3
Chara:
~ Princess von Yu
~ benimmt sich mit Vorliebe wie ein Baby
~ schläft den ganzen Tag
Lieblingsplatz: bei Yu auf der Schulter und in ihrer Nähe

Chila
Typ: Katze
Alter: 3
Chara:
~ Zicke aus Leidenschaft
~ Eigenwillig und Stur
~ VERFRESSEN
Lieblingsplatz: bei Yu auf der Couch oder auf ihrem Bett

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Blood of Demon – Chapter 02

Juni 1, 2008

Ohne lange Umschweife präsentiere ich euch das 2 Kapitel meiner Story und wünsche euch viel Spaß ;)

Chapter 02

Liara hatte sich umgezogen und sah sich suchend im Zimmer um. Nach was suchte sie eigentlich? Sie wusste es nicht, bis sie es sah. Sie ging zu Kyla’s Glasvitrine und öffnete die Türen. Dort bewarte Kyla ihr größtes Heiligtum auf. Einen langen Dolch, vererbt von ihrer Großmutter und von unvorstellbarem Wert. Sie wusste, wie sehr Kyla an diesem Ding aus gefaltetem Stahl hing. Doch sie kannte seine Verwendung nicht. Kyla hatte ihr nur einmal von ihm erzählt und ihr verboten, ihn jemals zu berühren. Liara nahm den Dolch in die Hand und es war, als wenn der Griff sich ihrer Hand anpasste. Langsam, fast ehrfürchtig zog sie die Klinge aus der Scheide und betrachtete sie. Seltsame Symbole waren auf dem Mittelverlauf eingraviert. Was sie bedeuteten, wusste Liara nicht. Sie betrachtete die klare Klinge einen Moment und schob sie dann zurück in die Scheide. Sie steckte sich den Dolch in den Hosenbund. Und nun? Was sollte sie jetzt tun?
Liara schloss die Glastüren und betrachtete eine Weile ihr Spiegelbild. Bildete sie sich das nur ein, oder verformte sich die Wand hinter ihr? Erschrocken drehte sie sich um.

Es schien, als wenn kleine Wellen durch die Wand jagten. Fasziniert wohnte sie dem Schauspiel bei. Schließlich formten sich so etwas wie Augen, Nase und Mund. Ganz deutlich konnte Liara das Gesicht erkennen, dass sie ganz unverwandt anstarrte.

„Was bist du?“, fragte Liara verwirrt und fragte sich gleichzeitig, wie viele Menschen in ihrem Leben mit einer Wand redeten.
„Man nennt mich Wächterin.“ Die Stimme hatte einen melodiösen Klang und hörte sich wie ein Singsang an. Liara spürte eine Wärme in sich aufsteigen, die ihr gefiel. Es hatte etwas Friedliches, Ausfüllendes. Zögerlich ließ sie sich am Ende des Bettes nieder. „Was willst du von mir?“
„Etwas Schreckliches hat sich ereignet. Etwas, das eigentlich nicht geschehen durfte. Ich bin hier, um dir zu helfen es zu verhindern.“ Liara fühlte sich für einen Moment in einen schlechten Comic versetzt. Sie hatte weder Superkräfte, noch besaß sie übermenschliche Stärke und trotzdem sollte sie jetzt einen auf Superheldin machen? Sie schüttelte den Kopf. „Was willst du denn schon wissen? Du willst mir helfen? Dann sag mir, wer der Kerl war und was er mit Kyla vorhat.“ „Es war Devon, der deine Freundin entführte. Du musst ihn aufhalten, er will Raia in die Welt zurückholen und das darf auf keinen Fall passieren.“ „Und wozu brauch er da Kyla?“ Die Wächterin zögerte einen Moment. „Wenn du deine Freundin retten willst, musst du Raia vernichten. Ich werde ein Portal für dich erschaffen, dass dich in ihre Welt bringt.“ „Warum hilfst du mir? Ohne deine Hilfe würde ich zwar niemals dort hingelangen, aber warum? Ich habe dich nicht um deine Hilfe gebeten.“ Die großen, ruhigen Augen ruhten auf Liara und die Stimme bekam einen warmherzigen Klang. „Nicht nur eure Welt gerät durcheinander, wenn Raia erwacht.“ Liara überlegte einen Moment. Diese –Wächterin- antwortete auf keine ihrer Fragen direkt, sondern gab meistens nur vage Auskünfte. Doch Liara beschloss, sich damit zufrieden zu geben. Es war besser als nichts. „Okay, wo ist dann das Portal?“, fragte sie.
„Ich bin müde. Meine Kräfte schwinden. Ich werde es erschaffen, beim nächsten Leuchtmond. Wenn der Leuchtmond den Zenit erreicht hat, wird sich vor dir das Portal öffnen. Wenn du hindurch gehst, bist du auf dich gestellt, dann kann ich dir nicht mehr weiter helfen.“ Kaum das die Wächterin zu Ende gesprochen hatte, verschwand auch ihr Gesicht und die Wand war das was sie zuvor gewesen war. Eine Mauer, überlagert von zig Schichten Tapete und Farbe. „Toll.“ Liara lies sich seufzend nach hinten, auf das Bett, fallen. Leuchtmond? War damit etwa der Vollmond gemeint? Wann war der genau? Liara erhob sich und trat an das Fenster um einen Blick in den Himmel zu werfen. Noch immer verdeckten Wolken den Himmel. Der Regen hatte zwar längst aufgehört, doch sie waren noch immer da und verdeckten den Blick auf den Mond und seine Begleiter. Liara seufzte. Ihr Blick fiel auf Kyla’s Timer. Stand in solch einem Ding nicht immer, wann Vollmond war? Hastig blätterte sie Seite um Seite um bis sie fand was sie suchte. Vollmond war in vierzehn Tagen. Bis dahin würde es eine Menge Vorbereitungen zu treffen geben. Sie klappte den Timer zu, legte den Dolch auf dem Nachttisch ab und verkroch sich zurück ins Bett. Mit einem kleinen Hoffnungsschimmer im Herzen schlief sie ein. Vielleicht war Morgen ja auch schon alles wieder so wie früher und Kyla würde neben ihr liegen, wenn sie aufwachte.

Als Kyla ihre Augen öffnete, fühlte sie die Schwäche ihres Körpers. Er war ausgelaugt, jeder Kraft entzogen und schwer wie Blei. Dennoch versuchte sie, sich aufzusetzen. Unter Schmerzen, die bei jeder Bewegung durch ihren Körper wie Blitze zuckten, gelang es ihr. Sie schlug die Decke zurück, die man über ihr ausgebreitet hatte und saß auf der Kante des Bettes. „Ein Bett in der Hölle. Wie –dämonisch-.“, sagte sie zu sich selbst und musste leicht lächeln. Vorsichtig erhob sie sich und testete, ob ihre Beine sie überhaupt tragen würden. Nachdem sie ihr Gleichgewicht gefunden hatte, machte sie ein paar Schritte am Bett entlang, blieb jedoch am Fußende stehen. Sie blickte sich um. Große Fenster, rechtes von ihr, die vom Boden bis zur Decke reichten waren mit Blutroten Vorhängen verdeckt. Der Boden bestand aus dunklen Fliesen und sonst war das Zimmer, abgesehen von dem Bett leer. Links sah sie die große Tür. „Na toll. Eine Tür, für die man Herkules bräuchte.“ Kyla überlegte einen Moment. Schließlich ließ sie sich aufs Bettende sinken und starrte vor sich her. Was sollte sie hier? Und warum hatte der Typ sie Raia genannt? Sie hatte keine Ahnung.

Kyla richtete ihren Blick auf die Tür, als diese sich einen Spalt breit öffnete. Eine kleine Gestalt, grade mal einen Meter groß, lugte hervor. Als sie sah, das Kyla wach war, öffnete sie die Tür ganz, schlüpfte hindurch und schloss sie wieder. Kyla betrachtete sie eingehend. Eine große Nase, den Mund weit hervorstehend, erinnerte der Kleine an einen Flugsaurier. Toll, jetzt werde ich echt noch verrückt, dachte sie bei sich. „Es nicht nett, mich mit primitiven Tier, dass längst von eurer Welt verschwunden, zu vergleichen.“, quäkte das Etwas und kam hinkend dichter. Kyla sah es mit großen Augen an. Kann es… „meine Gedanken lesen? Ja, kann.“, beendete er ihren Satz und blieb schließlich vor ihr stehen. Schwarze Augen sahen sie an. „Wer bist du?“, wollte Kyla wissen. „Ich Azamir.“, entgegnete der Kleine und legte den Kopf leicht schief.
„Nun Azamir, was willst du? Mich wohl kaum zum Tanz auffordern, oder?“ Azamir kramte im Beutel, der an seinem Gürtelartigen Riemen befestigt war. Kyla sah auf seine Hand, die einer Klaue glich. „Ich sein Heiler. Lord Devon schicken zu euch, um nach Befinden zu sehen.“ „Lord Devon?“ „Ja, mein Gebieter. Er später selbst kommen, wenn es euch besser.“ Er schien gefunden zu haben was er suchte und reichte Kyla eine Art kleine Kugel. Sie betrachtete sie. „Was soll ich damit?“ „Einnehmen. Dann es euch besser gehen und Schmerzen verschwinden.“ Azamir wechselte von einem Bein aufs Andere. Er war nervös, wie es schien. Bestätig sah sie ihre Vermutung, als er sich umblickte. „Und du willst mich gewiss nicht umbringen?“ Geschockt riss er seine schwarzen Augen auf. „Nein! Nein! Das würde Azamir niemals tun!“ Wieder blickte er sich scheinbar panisch um. „Was passiert, wenn ich mich weigere?“ „Dann Azamir bestraft.“ Er blickte betrübt auf den glatten Boden zu seinen Füßen. „Wieso wirst du dafür bestraft, wenn ich deinen Anordnungen nicht folge und mich schlichtweg weigere?“ Kyla verstand es nicht. „Azamir Befehl haben, sich um Meisterin kümmern. Wenn Meisterin sich weigert, es Azamirs Versagen. Das nicht geduldet wird.“ Kyla betrachtete den Kleinen vor sich. Sie wollte grade zu einer Antwort ansetzten, als die große Tür erneut aufschwang. Mit einem Krachen landeten beide Flügel der Tür an der Wand. Kyla kannte die Gestalt, die dort in der Tür stand. Aber nun konnte sie ihn bedeutend besser erkennen. Mit seinem schwarzen Gewand, das bis zum Boden reichte, war es kaum von seinem Haar zu unterscheiden. Man sah nur einzelne Strähnen, die bis zu den Knien reichten. Seine Haltung verriet, dass er zu herrschen gewohnt war. Seine Haut besaß einen hellen Teint, der seine Augen hervorhob. Sie glühen nicht Rot, so wie letzte Nacht, stellte Kyla fest. „Hast du sie versorgt?“, wandte er sich barsch an Azamir, der erschrocken zurückwich. Leicht schüttelte er seinen Kopf. Ein Knurren drang von dem Größeren zu Kyla und Azamir herüber. „Du musst sein Herr, dieser Devon sein. Und auch der Bastard, der mich entführt hat.“ Kyla zwang ihn, seine Aufmerksamkeit von Azamir auf sie zu richten. „Bastard. Der Letzte, der mich so nannte, ging in den Sümpfen von Yaq-Monnith unter.“ „Nun, ich werde nicht dort landen.“ „Woher willst du das wissen?“ „Wenn du mich hättest töten wollen, hättest du es längst getan. Statt dessen schickst du mir deinen Heiler.“ Kyla nickte in Richtung von Azamir. „Der bald erfahren wird, wie es ist, nicht zu gehorchen.“ Devon hob seine Hand und eine Art Energiekugel sammelte sich in seiner Fläche. Ächzend erhob sich Kyla und stellte sich vor Azamir. „Wage es, ihn zu töten und ich bringe dich eigenhändig um. Er hat sich dir nicht widersetzt. Sondern ich. Also wenn du jemanden bestrafen willst, dann mich. Oder verzieh dich du Bastard!“ Devons Mundwinkel zuckten leicht. Er wusste nicht, ob er über ihre Halsstarrigkeit amüsiert oder wütend sein sollte. Schließlich ließ er seine Hand wieder sinken. Die Energiekugel löste sich in einem Nichts auf. „Ich werde ein anderes Mal wiederkommen. Bis dahin, solltest du dich erholen.“ Er machte auf dem Absatz kehrt und verschwand. Die Tür schloss sich von selbst hinter ihm.

Erleichtert ließ sich Kyla zurück aufs Bett sinken. „Habt vielen Dank, Herrin.“ Er betonte das Wort mit Ehrfurcht. „Wieso Herrin? Ich dachte, Devon sei dein Herr?“, fragte Kyla verwirrt. „Ihr haben Azamirs Leben gerettet. Azamir nun euer. Machen könnt, was wollen mit Azamir.“ Als Kyla die Hand nach ihm ausstreckte, zuckte er leicht zurück. „Hab keine Angst vor mir Azamir. Ich werde dir gewiss nichts tun.“ Azamir blickte sie aus seinen schwarzen Augen an. Trotz seines Erscheinungsbildes hatte Kyla keine Angst vor ihm. Sie fand ihn … niedlich. Sogar seine Sprechweise amüsierte sie. „Azamir sehen, dass Meisterin wahr reden.“ Kyla nickte. „Ich habe keinerlei Grund auf dich böse zu sein.“ Einen Moment sahen sie sich einfach nur an, bis Kyla die kleine Kugel in ihrer Hand wieder einfiel. „Und du meinst, die soll mir helfen wieder gesund zu werden?“ Sie öffnete ihre Hand und Azamir nickte. „Nun, dann will ich dir mal vertrauen.“ „Meisterin werden davon müde, aber gut für Heilung.“ Kyla nickte ihm zu und schluckte die kleine Kugel schließlich runter. Augenblicklich wurde sie von einer Müdigkeit gepackt, die sie selbst überraschte. „Azamir…“ Er half ihr, sich hinzulegen und deckte sie zu. Kyla’s Lider wurden schwer und sie versuchte, noch einen Moment wach zu bleiben. „Bleib bitte bei mir, Azamir.“ Kyla verlor den Kampf und verfiel dem Schlaf. Azamir berührte mit seiner Hand vorsichtig ihre Stirn. Noch nie hatte er einen Menschen als Meister gehabt. Scheinbar waren sie doch nicht so schlecht, wie er immer gehört hatte. Azamir beschloss, sich gut um seine Herrin zu kümmern.

Devon schritt in seinem Gemach auf und ab. Er musste nachdenken. Die Zeit drängte und ihn selbst verlangte es nach seiner alten Gefährtin. Wie oft hatte er versucht, sie zu finden, sie wieder zu erwecken. Doch jedes Mal, nachdem er sie fand, war sie kurz darauf tot. Und er musste bis zur nächsten Reinkarnation warten. Manchmal dauerte es nur ein paar Jahre, manchmal ein paar Jahrhunderte.
Er blieb stehen und schaute aus dem großen Fenster vor ihm. Sein Blick streifte in die Ferne. Schon lange nahm er den Boden nicht mehr wahr, der gepflastert war mit unzähligen Skeletten von Wesen, die er selbst getötet hatte. Es war ein wahrer Friedhof. Devon lächelte. Menschen benutzten diesen Ausdruck, er selbst nannte es Trophäen. Sie zeugten von seinen vergangen Gegnern, die er im Kampf besiegte.
Er wandte sich vom Fenster ab. Raia hatte sich nicht verändert, auch wenn sie jetzt in einem menschlichen Körper steckte und schlief. Sie war die einzige gewesen, die ihn Bastard nannte und es überlebt hatte. Er hasste es, an seinen menschlichen Teil erinnert zu werden. Denn er war wirklich ein Bastard. Gezeugt von einem Dämon und einer Menschenfrau. Später, im Alter von sechs Jahren, nahm ihn sein Vater mit, tötete seine Mutter und brachte ihm alles bei, was er wusste. Er hatte es nicht leicht gehabt. Von den Anderen verspottet musste er mehr beweisen als sie um anerkannt zu werden. Irgendwann tötete er seinen Vater und nahm dessen Platz in der Rangfolge ein. Dank seiner Mutter hatte er das Aussehen eines Menschen, doch sein Herz glich dem seines Vaters. Jahrhunderte später traf er auf die Wiedergeburt seiner Mutter. Er beobachtete sie und als sie an einer Seuche starb, ließ sie einen kleinen Jungen zurück. Devon nahm sich seiner an. Dieser Junge wurde zu einem stattlichen Mann, der Fähigkeiten besaß, die für einen Menschen ungewöhnlich waren. Er gab ihm den Namen Darian. In der Menschenwelt würde man ihn als Mörder bezeichnen, in seiner Welt, als tapferen und treuen Krieger. Dank Devon besaß auch Darian die Unsterblichkeit.

Devon wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen, als es an seine Tür pochte. Kurz danach öffnete sie sich. Eine Gestalt mit unzähligen Gesichtern trat ein. Gesichtern von Frauen und Männern, verborgen unter seinem dunkelblauen Umhang. In seiner rechten Hand hielt er ein Buch, während in der Anderen ein knorriger alter Stab als Stütze diente. Devon wandte sich seinem Besucher mit einem leichten Lächeln auf den Lippen zu: „Dantalion, alter Freund.“ Seine Stimme war die eines alten Mannes, der unzähliges Leid erfahren musste. Ein Anflug von Missmut schwang in seiner Stimme mit: „Spar dir deine süßen Worte, Devon. Ich weiß, dass du mich am liebsten zu deinen Trophäen zählen würdest. Aber noch brauchst du mich.“ Trotz der Wahrheit seiner Worte, behielt Devon sein Lächeln bei.
„Nun, was führt dich zu mir?“ „Ich habe sie gesehen.“, antwortete sein Besucher schlicht. Sofort erstarb das Lächeln auf Devons Lippen. „Aber keine Angst, mein –Freund-.“, er betonte das Wort mit Bedacht, „Ich bin nicht hier, um dir in deinem Vorhaben zu widersprechen. Ich will dir lediglich zeigen, was ich in ihrem Herzen gesehen habe.“ Dantalion trat einen Schritt dichter und hob seinen Stab, um ihn geräuschvoll auf dem blanken Boden zu rammen. Ein Spiegel erschien, den man zwar sehen, doch nicht berühren konnte. Devon betrachtete einen Moment sein Spiegelbild, bis die Oberfläche des Spiegels kleine Kreise zu schlagen begann. Als wenn ein Tropfen auf die glatte Fläche eines Sees fällt. Kurz darauf erschien Kyla. Ein leichtes Lächeln umspielte Dantalions Lippen. „Du sollst nicht in meines blicken.“, knurrte Devon ihn an. Sofort veränderte sich das Bild und zeigte ein junges Mädchen mit blonden Haaren. Es war jenes Mädchen, dass Kyla als Liara rief. „Jenes Menschenweib steckt in Raias, oder wie sie jetzt heißt, Kyla’s, Herz. Solange sie die Erinnerung an sie bewahrt, wird Raia nicht erscheinen.“ Devon nickte. So etwas hatte er schon vermutet. Er musste den Menschen töten, wollte er Raia zurück haben. „Gibt es sonst noch etwas?“, fragte Devon Dantalion barsch. Der Spiegel löste sich wieder in Luft auf. „Nein. Das war alles.“ „Dann verschwinde.“
Dantalion wandte sich zum Gehen und kurz bevor er Devons Gemach verließ, blieb er stehen. Ohne sich umzublicken fragte er: „Aber fragst du dich nicht, warum Kyla’s Anblick erschien und nicht Raias?“ Er verschwand, leise kichernd und ließ einen wütenden Devon zurück. Das sollte der alte Narr ihm irgendwann bereuen. Noch brauchte er ihn, aber sobald er seinen Dienst getan hatte, würde er sich persönlich um ihn kümmern.

Als Kyla ihre Augen öffnete, saß Azamir an ihrem Bett und betrachtete sie aufmerksam. „Ah! Herrin wach! Herrin wach!“ Kyla musste leicht lächeln. „Herrin sich fühlen besser?“ „Ja. Aber noch immer etwas müde.“ „Dann Herrin noch ruhen! Bis Müdigkeit weg, dann Herrin gesund.“ Kyla nickte, als Zeichen des Verständnisses und schloss kurz darauf ihre noch immer schweren Lider.