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God goes Crazy – Chapter 01

Juni 5, 2008

Ihm blieb nichts anderes übrig, als sich in seinen bequemen, samtigen Chefsessel im Wohnzimmer zu setzen und das Geschehen beleidigt und schmollend zu beobachten. Ohne Vorankündigung stürmten Asagis Freunde und Bandmitglieder Ruiza, Hiroki, Tsunehito und Hide-Zou sein Haus, um spontan zu entscheiden, wohin es denn nach der langen, schönen, aber auch anstrengenden Tour in den gemeinsamen Urlaub gehen sollte.
Wild diskutierten die anderen herum und fanden einfach keine Einigung.

„Ich will irgendwo hin, wo es schön ist…“, warf Tsunehito ein, während er auf dem Boden hockte und eine von Asagis drei Katzen streichelte.
Ruiza betrachtete die Karte vor sich, die sie innerhalb weniger Sekunden aufgehangen hatten.
„Ich irgendwo hin, wo es warm ist…“, murmelte er und suchte weiter mit seinen Blicken die Welt ab. Hide-Zou stellte sich neben ihm und tat es ihm gleich.
„Aber nur warm ist doch auch langweilig.“ Ruiza wandte den Kopf und blickte ihn genau an:
„Da gibt es auch AUTOS und FRAUEN…“
„Okay, dann irgendwohin wo es warm ist.“

Asagi stützte seinen Kopf mit einer Hand und schüttelte ihn dann leicht. Seine
Freunde waren doch einfach nur durchgeknallt!
„Also, wenn ihr mich fragt…“, fing er an, wurde aber von dem euphorischen Hiroki unterbrochen:
„Wieso warm? In den Schnee ist doch viel cooler! …“ Er schwieg kurz und lachte dann schallend. „Cooler… haha… Was ein Wortspiel!“, freute er sich und lachte weiter. Hide-Zou seufzte.
„Weißt du, was du mir DAMIT antust?“ Ruiza konnte sich bei der Vorstellung, einen verzweifelten Hide-Zou durch hohen Schnee waten zu sehen, kaum das Grinsen verkneifen.
„Dick eingepackte Frauen und Autos mit Schneeketten?“, beantwortete er seine Frage. Tsunehito und Hiroki lachten laut. Asagi versuchte erneut durch ein Räuspern auf sich aufmerksam zu machen und sagte dann:

„Wieso fliegen wir nicht nach…“
„Aber im Schnee ist mir das zu kalt… Und was soll man da machen? Außerdem… hab’ ich dafür nix zum Anziehen… Winterklamotten machen dick…“, beklagte Tsunehito, nachdem er sich ausgelacht hatte und unterbrach Asagi auf’s Neue.
„Genau! Keine schicken Autos, keine hübschen Frauen und ein … eingepackter … Tsune. DAS nenne ich KEINEN Urlaub!“, neckte Hide-Zou ihn unter einem breiten Grinsen. Tsunehito ließ seine großen Augen aufblitzen, zog sich schnell einen Hausschuh aus und warf ihn Hide-Zou an den Kopf.

„Aber DU siehst schick aus in Skianzug oder was?! Blöder Sack…“, entgegnete er und ignorierte Hide-Zou von da an. Hiroki kugelte sich auf dem Boden hin und her vor lachen. Asagi seufzte lautstark und verdrehte die Augen. …Und mit DENEN sollte er in den ‚Urlaub’?
„JUNGS, hört MIR doch jetzt mal zu!!“, rief er schließlich mit großen Augen.
Ruiza schaute von dem beleidigten Hide-Zou zu Asagi.
„Hattest du denn was gesagt?“, wollte er in einem unschuldigen Tonfall wissen und pattete dem Gitarristen aufmunternd auf dem Kopf. Hide-Zou seufzte. Asagi knurrte leise und gefährlich.
„Ja… Hatte ich!“, grummelte er.
„Was möchtest du uns denn mitteilen, Asagi?“, fragte Tsunehito wie es eine Erzieherin nicht hätte besser machen können.

//Gleich hau’ ich euch alle kaputt…!!//, dachte sich der Sänger und atmete tief ein und aus, um sich zu beruhigen. Hiroki musste schon wieder anfangen zu kichern, da ihn Asagis grummeliger Gesichtsausdruck einfach ZU sehr amüsierte.
„Also…“, fing Asagi an und fuhr fort: „ICH wäre ja dafür, wenn wir in den skandinavischen Bereich verreisen. SO! Mann…“
„Aber da ist es doch auch KALT!“, jammerte Ruiza und setzte sich mit einem Schmollmund auf den Boden.
„Genau! Und da sind auch solche Autos und Frauen und … so ein Tsune.“, kommentierte Hide mit einem Seitenblick zu dem Bassisten.
„Boahr… JETZT reicht’s!“, rief Tsunehito und stürzte sich auf seinen Freund, um leicht auf ihn einzuschlagen. Asagi sprang schlagartig von seinem Sessel auf und sammelte mit einem gekonnten Handgriff eine seiner Katzen ein, die in der Nähe lag.

„Seid ihr verrückt geworden?!“, rief er empört.
„Ich glaub’, wir finden keine Einigung…“, seufzte Hiroki leise und kratzte sich am Hinterkopf. Ruiza kicherte und schaute entschuldigend zu Asagi.
„Du weißt doch wie sie sind … also …“ Er zuckte mit den Schultern und griff nach der zweiten Katze, die wohl genauer wissen wollte, was grade zwischen dem Bassisten und Gitarristen ablief.
Hide-Zou hob schützend den Arm.
„Aua, Tsune, das tut weh! Hör auf!“
„NIEMALS!“, rief der Bassist und prügelte weiter. Asagi setzte seine Katze auf dem Chefsessel ab und lief in die Küche. Dort holte er einen Topf und einen Holzlöffel, kam ins Wohnzimmer und schlug auf den Topf ein, woraufhin alle zusammenzuckten.

„SCHLUSS JETZT!“, rief er und blickte alle ernst an. Tsunehito erstarrte zu Eis und ließ von Hide-Zou ab.
„Endlich.“, murmelte jener und blickte nun auch zu Asagi. //Seit wann hat er Töpfe?//, fragte er sich und blickte zu Ruiza. Dieser schüttelte nur leicht mit dem Kopf, genauso verblüfft über diesen Haushaltsgegenstand bei Asagi.
„So, wir machen das jetzt GANZ anders: Wir bestimmen einen von uns, der unser Urlaubsziel bestimmt! Sonst kommen wir nicht weiter.“, argumentierte er und drohte mit dem Kochlöffel.
„Ich bin stark dafür, dass der GROßARTIGE Tsunehito den Urlaubsort bestimmt!“, warf der Bassist ein und hob die Hand.
„Ich will! Ich will!“, rief Ruiza aufgeregt, ließ die Katze fallen und sprang auf und ab.
„Meine Katze!!“, rief Asagi entsetzt und sah Ruiza verstört an. Wieso ließ er einfach die Katze fallen?!

„Die lebt weiter.“, kommentierte Hide-Zou und überlegte angestrengt.
„Warum … Warum werfen wir nicht einfach auf diese Karte und der beste Ort wird genommen?“, fragte er seine Freunde und deutete auf das Ding hinter sich. Tsunehito schnippste ihm mit den Fingern gegen die Stirn.
„Suuuper Idee, Hide-Zou! Und wie einigen wir uns dann WELCHER der beste Ort ist? Und wer wirft? …Schalt deinen Kopf lieber wieder aus, bevor du noch Kopfschmerzen kriegst…“, sagte er gespielt liebevoll und streichelte dem Gitarristen mit der Handfläche über die Stirn.
„ICH kann ja werfen! Ich kann das gut!!“, argumentierte Hiroki breit grinsend.
„Asagiiiii~ Sag was, Tsune is’ wieder gemein zu mir!“, beschwerte sich Hide-Zou bei dem Vokalisten.
„Von mir aus kann Hiroki werfen.“, entgegnete Ruiza in voller Hoffnung auf ein warmes Ziel.
„Nix Hiroki! ICH will werfen!“, beschwerte sich Tsunehito. Asagi fuhr sich mit einer Hand gestresst durch die langen Haare.

„Ihr macht mich noch wahnsinnig…“, murmelte er leise und atmete wieder tief ein und aus. „Also schön… Noch mal anders: Es wird GELOST, wer wirft! Ruiza! Schnippsel machen, los!“, forderte er und sah seinen kleinen Gitarristen streng an.
„Immer auf die Kleinen!“, beschwerte Ruiza sich gespielt und lief aber sofort in die Küche, um nach Papier und Stift zu suchen.
„Asaaagiiii, wo hast du Papier?!“, ertönte es aus dem angrenzenden Raum. Asagi rollte mit den Augen.
„Guck richtig nach!! Und benutz deine Hände! Ach…Warte, ich komme sofort.“, seufzte er noch immer gestresst und folgte Ruiza in die Küche.

„Ich gewinn’ bestimmt.“, war sich Hiroki sicher und grinste breit.
„Bloß nicht…“, jammerte Tsunehito und setzte sich auf die Couch, warf Hide-Zou nebenbei noch mal schnell einen bösen Blick zu.
„Ich hab doch schon überall nachgeguckt! Ich kann ja nix dafür, wenn du in deinen Schubladen keine Ordnung hast!“, beschwerte sich der blonde Gitarrist.
Hide-Zou verfolgte Tsunehito mit seinen Blicken und ließ selbst dann nicht von ihm ab, als Ruiza aus der Küche zurückkehrte.
Tsunehito streckte ihm kurz und frech die Zunge heraus, schaute dann in Ruizas Richtung.

„Irgendwann kriegt der Junge noch mal meine Brille…“, murmelte Asagi vor sich hin, während er den eigentlich nicht übersehbaren, kleinen Block von der Küchentheke vor sich nahm und ebenfalls ins Wohnzimmer zurückkehrte.
„So. Auf einen Zettel kommt jetzt ein X und wer das X zieht, darf werfen. Verstanden oder soll ich es lieber noch mal erklären?“, fragte der Vocal und blickte komischerweise nach seiner Frage direkt Ruiza an.
Dessen Augen verengten sich.
„Wir brauchen noch einen Stift!“, gab er als Antwort und grinste den Größeren dann frech an. Dieser schloss seine Augen halb.
„Jaja…“, grummelte er und organisierte also einen Kugelschreiber.

„Ruiza… Der Mann hat’s nich’ leicht in seinem Alter! Da vergisst man halt mal was…“, tuschelte Hiroki grinsend und kicherte anschließend. Er hatte Glück, dass Asagi das nicht mitbekam…
Ruiza kicherte und flüsterte zurück:
„Vergisst MAL was? Erst letztens hat er mich wieder vergessen!“ Hiroki und Tsunehito lachten auf, doch ihr Lachen verstummte schnell, als der Sänger ins Wohnzimmer zurückkehrte und gleich merkte, dass etwas nicht stimmte.
„WAS habt ihr gerade besprochen…“, fragte er mit bedrohlicher Stimme und sah jeden Einzelnen mit verengten Augen an. Tsunehito presste sich die Hand auf den Mund, um nicht zu lachen.
Ruiza sammelte all seinen Mut zusammen und blickte ihn mit unschuldigen Augen an.
„Dass es für dich schwer werden wird, dich von deinen Tieren zu verabschieden.“ //Naja, zumindest war es die halbe Wahrheit. Es hat zumindest was mit ihm zu tun….//, überlegte er und verkniff sich das Grinsen.

Skeptisch schaute Asagi in die Runde, schenkte Ruizas Worten dann aber einfach mal Glauben und ließ geknickt die Schultern hängen.
„Ja… Meine Tierchen! Wenn der Werfer Hokkaido oder so erwischt, nehme ich die mit… SO!“, bestimmte er und lächelte fröhlich. Tsunehito prustete laut los und brach auf der Couch zusammen vor lachen. Hiroki drehte den Kopf zur Seite, während sein Körper leicht zuckte. Es war nicht leicht das Lachen zu unterdrücken. Hide-Zou wandte sich von dem Vocal ab und versuchte ruhig tief ein und aus zu atmen, was angesichts des breiten Grinsens gar nicht so einfach war. Schließlich biss er sich auf die Unterlippe und seine Schultern zuckten leicht auf und ab.

Ruiza hingegen schaute die anderen nur fragend an, schluckte jegliches Kichern runter und versuchte, einfach weiterhin … unschuldig auszusehen.
Asagi legte den Kopf schief und hörte auf zu lächeln.
„Och kommt, Leute… Ihr seid echt doof, wisst ihr das?! Ich habe wirklich keine Lust mehr darauf! Zieht jetzt alle so einen bescheuerten Zettel, freut euch und dann fahrt wieder nach Hause! Ich lasse mich hier doch nicht für dumm verkaufen… Gibt’s doch nicht…“, ärgerte er sich und hielt die kleinen Zettel, von denen einer bereits mit einem X markiert war, gefächert seinen Freunden entgegen.

Tsunehito musste sich erst einmal wieder aufraffen und aufhören zu lachen, bevor er schließlich einen Zettel zog. Leider ohne X…
„Na toll… JETZT wird der Urlaub nix…“, jammerte er und rechnete nun mit dem Schlimmsten.
Während auch Ruiza nach einen der Blätter griff, meinte er:
„Aber eines muss klar sein. Ohne Murren und weiteres Diskutieren, wird dahin gefahren, wo hingeworfen wird!“ Bei dem siegessicheren Gefühl, dass er verspürte, öffnete er in voller Vorfreude den Zettel. Leer…
Grinsend zog Hiroki also einen der Zettel und sagte dann ganz cool:
„Ich brauch’ nich’ gucken… Ich hab’ eh gewonnen!“
Asagi verdrehte die Augen, reichte den letzten Zettel Hide-Zou und öffnete den eigenen.
„Hm… Also ich habe kein X.“, sagte er anschließend.

Jetzt hing also alles nur noch von Hide-Zou ab. Misstrauisch betrachtete er das Papier in seiner Hand. Schließlich faltete er es auseinander und rief sofort: „Das ist nicht fair! Ich konnte gar keinen auswählen! Asagi hat mir einfach einen in die Hand gedrückt! Ich hatte gar keine Chance!“
Tsunehitos Augen weiteten sich und er sah Hide-Zou panisch an.
„Nein… Sag jetzt nich’, dass du auch kein X hast, Hide…“, wimmerte er. Hiroki warf die Arme nach oben und rief freudig:
„JIPPIE! Hab’ ich doch gesagt! ICH hab’ gewonnen!“
„…Wo ist meine Winterjacke?“, murmelte Asagi und stand auf, um sich schon fast auf den Weg zu seinem Kleiderschrank zu machen. Hide-Zou zeigte das leere Papier seinem Freund und grummelte dann:

„Räumt alles weg, was bluten kann… Es kann gefährlich werden.“ Mit einem bösen Funkeln blickte er zu Hiroki.
„Katze!“, fiel dem Sänger daraufhin schnell ein und er sammelte alle seine Katzen zusammen, um sie nach draußen zu bringen. Hiroki mit einem Dartpfeil, der auf eine Karte werfen sollte, konnte nichts Gutes bedeuten…
Ruiza war der Nächste, der aus dem Sichtfeld des Drummers verschwand.
„Ich mag auch nich’ verbluten!“
„Nu’ stellt euch mal nich’ so an! Also… Wo is’ der Dartpfeil?“, fragte der Drummer und grinste fröhlich. Tsunehito reichte ihm den Pfeil und versteckte sich dann hinter der Couch, guckte nur mit der Nase über den Rand der Lehne. Hiroki fing an sich die Finger zu dehnen.

Hide-Zou platzierte sich schon direkt hinter dem Drummer, bereit, falls nötig einzugreifen.
„Soo… Dann woll’n wir ma’!“, murmelte Hiroki, streckte seine Zunge leicht raus und kniff ein Auge zu, während er mit der Spitze des Pfeils auf die Karte zielte.
//Hmm… Wo will ich denn ma’ hin, hm? Europa? Europa is’ gut…//, überlegte er und fing also an sein Ziel zu setzen. Ein paar Mal täuschte er den Wurf an, bis der Dartpfeil schließlich aus seiner Hand flog und auf die Karte zuschoss. Im letzten Moment, bevor er ihn losließ, riss Hide-Zou ihn an seinem Shirt weiter nach hinten.

„Ey, du Spast!“, beschwerte sich Hiroki und schubste Hide-Zou leicht. Asagi griff nach seiner Brille und schielte auf die Karte, lief dann ein paar Schritte auf jene zu, um den getroffenen Urlaubsort ausfindig zu machen. Ruiza gesellte sich neben ihn und während Hide im Hintergrund mit Hiroki diskutierte, murmelte er zu Asagi:
„Das sieht mir verdammt nach Europa aus … Aber wo genau … Is’ das nich Österreich?“ Tsunehito kam hinter der Couch hervor und stellte sich neben Asagi und Ruiza.
„…Was zum Teufel ist ‚Österreich’?“, fragte er mit einer Augenbraue hochgezogen.
„Ein Dorf…“, antworteten Asagi und Ruiza synchron.
„…Hab’ ich Österreich getroffen??“, wollte Hiroki aufgeregt wissen und unterbrach seine Diskussion mit Hide-Zou. Eben jener gesellte sich nun auch zu den anderen und schielte auf das Papier vor ihnen.
„Leute … Das sieht mir nicht wie Österreich aus … Eher … Die Walachei …“

Tsunehito haute Hiroki leicht und sah ihn vorwurfsvoll an.
„Mann, wo hast du uns jetzt hingeschickt?! Super… Hätte ICH mal lieber geworfen!“, beschwerte er sich.
„Hallo?! Hide-Zou hat mich manipuliert!“, konterte Hiroki mit großen Augen. Plötzlich hörte man freudiges Aufquieken von Asagi. Er legte beide Hände an seine Wangen und blickte gefesselt auf die Karte.
„Ich weiß, was das ist! Ich weiß, was das ist!! Es ist… hach.. D-LAND!!!“, rief er.
„Disneyland?“, fragte Ruiza ihn mit hochgezogener Augenbraue. „Die haben da echt DISNEYLAND?!“

Asagi rollte mit den Augen und klatschte sich die Hand gegen die Stirn.
„Ruiza… Nicht DISNEYland! D-Land! Deutschland! Schwarz-Rot-Gold! Zweiter Weltkrieg! Bier! Kartoffeln! FUSSBALL!!“, versuchte er seinem Freund das Urlaubsziel mit allem, was ihm einfiel zu erklären.
Ruiza starrte den Größeren ein paar Sekunden lang an. Schließlich weiteten sich seine Augen und er rief: „AH! Weißwurst und Sauerkraut!“
„… Hä?“, kam es intelligent von Tsunehito, der noch immer fragend die Karte anblickte.
„Deutschland! Cool!! … Und wo genau? Liegt da Schnee??“, fragte Hiroki aufgeregt. Asagi gab es auf, Tsunehito weiteres zu erklären… Es schien hoffnungslos.

Hide-Zou versuchte statt dessen, es seinem Freund zu erklären:
„Da, wo Despairs Ray so gerne hinfahren! Und immer betrunken wiederkommen!“
Ruiza kroch noch dichter an die Karte heran.
„Und wo genau sind wir da nun gelandet?“
Bei Tsunehito machte es nun endlich ‚klick’.
„Achsooo! Mann, sagt das doch gleich! Hm… Dann kann das ja nicht SO schlecht sein…“, fand er dann und legte den Kopf etwas schief. Asagi zog den Dartpfeil heraus und sagte:
„DA sind wir gelandet! Und zwar in…“ Er versuchte den Ort vorzulesen. „…In… ähm… da in… Ja… Gleich habe ich es… in… Ach Mann, das kann doch kein Mensch richtig aussprechen! Hiroki, schreib das ab und wir suchen uns da irgendwo über das Internet ein Hotel.“
„Okay!“, rief Hiroki fröhlich und griff wieder zu Zettel und Stift.
Ruiza schaute kurz zu Asagi und tippte dann mit dem Finger auf die Karte.
„Bairouischeru Warudo.“ Anschließend grinste er zum Vocal. Asagi zuckte mit den Schultern.

„Ja… Habe ich doch gesagt! Bayo… Dingsda… Wusste ich doch gleich. Also… Ihr wisst jetzt, wo es hingeht! Sucht ein Hotel, ruft mich an, wenn alles organisiert ist, haut jetzt ab und lasst mich in Ruhe!“, sagte er und ging in die Küche. Ein Tee war nun angebracht…

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God goes Crazy – Prologe

Juni 5, 2008

Ja Ja!
Eine neue Story xD
Hoffe, sie gefällt euch? Ich muss dazu anmerken, es ist meine erste Partner FF, ich schreib sie zusammen mit meiner lieben JasmineYou ^^ uns sie handelt um D!!
Nun aber ohne lange Vorworte, let’s start~!

Ruka (written by candyruiza)
Alter: 18
Größe: 1,64m
Macken:
~ Kaffeejunkie
~ Schadenfroh
~ In gewissen Situationen schüchtern und feige
~ ängstlich
~ crazy
~ Winnie Pooh
~ Leopardenmustersüchtling
~ Schokoladensüchtig

Yuri (written by me)
Alter: 20
Größe: 1,69m
Macken:
~ Kaffeejunkie
~ vergeßlich
~ Morgenmuffel
~ verschlafen
~ vernarrt in ihre Tiere

Asagi (written by candyruiza)
Alter: gefühlte 25
Größe: 1,78 m
Macken:
~ Rosen
~ Katzen
~ Hobbievampir
~ Erdbeersoße
~ Hühnchen
~ Hund
~ EITELKEIT
~ Kontrollzwang
~ Besitzergreifend
~ Waffenfetischist
~ ‚D’(ie) Kewlness in Person

Ruiza (written by me)
Alter: gefühlte 15 (28)
Größe: 1,64 m
Macken:
~ Süßkram
~ dumme D-Witze
~ Asagi
~ Gitarre
~ Sunnyboy
~ vernarrt in alles was Sweet ist
~ Games und Mangas
~ Tanzen
~ Schadenfroh was Asagi betrifft

Hide-Zou (written by me)
Alter: gefühlte 16
Größe: 1,71 m
Macken:
~ Autos
~ schöne Frauen
~ Tsune-Sadist
~ Blöde Sprüche reißen
~ Schadenfroh was Asagi betrifft

Tsunehito (written by candyruiza)
Alter: (der jüngste aus der Band)
Größe: 1,69 m
Macken:
~ schüchtern
~ nach Klamotten- und Accesoirläden gucken
~ leidenschaftlicher Hide-Zou-Sadist
~ BMX
~ Touch of HipHop xD
~ Schadenfroh was Asagi betrifft

Hiroki (written by candyruiza)
Alter: gefühlte 13(?) XD
Größe: 1,78 m
Macken:
~ TV Spiele
~ Arkadspiele
~ Drummersyndrom
~ Sportfetischist
~ zwinkert viel, wenn er nervös ist
~ Schadenfroh was Asagi betrifft

Haras (written by me)
Typ: reinrassiger Mischling (Hund)
Alter: 6
Chara:
~ anhänglich
~ ANGSTHASE
~ gehorsam (bei Yu immer, bei Anderen nur wenn er mag x’D)
~ süß
~ treudoof

Shaddow & Chila (written by me)
Shaddow
Typ: Katze
Alter: 3
Chara:
~ Princess von Yu
~ benimmt sich mit Vorliebe wie ein Baby
~ schläft den ganzen Tag
Lieblingsplatz: bei Yu auf der Schulter und in ihrer Nähe

Chila
Typ: Katze
Alter: 3
Chara:
~ Zicke aus Leidenschaft
~ Eigenwillig und Stur
~ VERFRESSEN
Lieblingsplatz: bei Yu auf der Couch oder auf ihrem Bett

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Honjitsu wa Seiten Nari – Chapter 01

Mai 12, 2008

Erstes Chapter meiner ersten Alice Nine FanFiction.
Und das letzte Chapter für eine ganze Woche. Ich bin bis Samstag in Schweden und werde daher wohl kaum Zeit haben, zu posten, geschweige denn überhaupt Inet…

Also genießt diese Self-Insert und falls ihr sie gelesen habt, hinterlast mir doch einen Kommi ^^
Jahaaa, ich bin Kommi-geil x3


Chapter 01

Seit den Morgenstunden regnete es nun schon ununterbrochen und es würde wohl auch noch eine Weile so weitergehen. Man hörte deutlich wie er gegen das Fenster prasselte. Noch lange nicht ausgeschlafen schlug sie ihre Bettdecke zurück und begab sich in die Küche. Als erstes würde sie sich einen Kaffee aufsetzen, so wie sie es für üblich hielt. Während das Wasser zu kochen begann machte sie sich fertig, schließlich mußte sie heute wieder zur Arbeit. //Warum suche ich mir eigentlich grade solch eine Arbeit, wo ich die EINZIGE bin, die auf einen Sonntag arbeiten muß =__=’’ *seufz*//
Das Wasser war fertig und nun brühte sie sich ihren Kaffee auf um gleich danach wieder am Tisch platz zu nehmen und nebenbei die Zeitung zu lesen. //Da steht auch nicht wirklich was interessantes drin.//
Ein Blick aus dem Fenster machte ihr klar, daß sie wirklich einen Regenschirm brauchen würde. //Wer weiß denn schon, was mir die Agentur wieder für Aufgaben gibt. Aber wenn es wieder heißt, ich soll auf kleine Kiddis aufpassen dann lehn ich diesmal dankend ab… //
Die Agentur in der sie arbeitete, war eine Zeitarbeitsagentur und je nachdem, was für Jobs erledigt werden mussten, suchten sie die entsprechenden Leute aus ihren Unterlagen heraus, welche dann für einen bestimmten Zeitraum diesem Job nachgingen. Selten ist es der gleiche, also ziemlich abwechslungsreich, jedoch sollte man für diesen Job reichlich Flexibilität besitzen. //Warum habe ich eigentlich diesen Job? Ich mein, klar, immer ist es wieder was anderes und man verdient gutes Geld, aber was war noch mal der Grund? Ach ja, stimmt ja, Chrissy wurde ja im Animationsstudio angenommen und ich nicht. =__= Ach was soll’s, wenn sie sich dafür besser eignet, nur schade, das wir nicht zusammen wohnen können, obwohl, wäre es auf Dauer auch gut gegangen? Ich sollte nicht vergessen, sie mal bald wieder anzurufen!// Noch ein Seufzer und sie erhob sich, bereit einem neuen Auftrag entgegen zu treten.

Als Sie auf den Parkplatz einbog fiel es ihr nicht so schwer wie sonst, einen freien zu finden. Jeden Tag, von Montag bis Freitag war es eine Qual. Arbeitsbeginn war zwar normaler Weise um 9 Uhr, jedoch begann der Kampf um einen nahe gelegenen Parkplatz schon gegen 8 Uhr. Sie stellte ihren Wagen in der Nähe des Eingangs ab. Zum Glück hatte es bereits mit dem regnen aufgehört. Bevor sie ausstieg prüfte sie noch mal ihre Tasche. //Habe ich alles? Geld, Zigaretten, Trinken, Timer, Stift, Schlüssel … AH! Mein Handy!// In größter Eile durchwühlte sie ihren Kram. //Bitte … Bitte … nein … ich hab’s hier irgendwo … ich weiß es … HA! Da isset! Wusste ich´s doch. Du entkommst mir nicht!// Mal wieder über sich selbst grinsend, weil sie es sich noch immer nicht abgewöhnt hatte, mit alles und jedem zu Reden machte sie sich nun daran, die Stufen hinauf zu gehen.
*klopf – klopf*
„Ja, herein!“, ertönte es aus dem Büro des Chefs. Als sie daraufhin die Tür öffnete und eintrat sah sie ihren Chef der zurückgelehnt in seinem großen Chefsessel saß. Das Zimmer war sehr elegant eingerichtet. Von der Tür aus gesehen rechts befand sich der gigantische Schreibtisch Mahagoniholz, dazu eine vergoldete Tischlampe, wie man sie oft in amerikanischen Bibliotheken findet. Hinter dem Schreibtisch hing ein großes Aquarell. Wandte man sich der linken Seite des Büros zu, erblickte man die helle Ledercouch die einen elfenfarbenen Glanz besaß, davor, ganz elegant, ein Glastisch, der grade mal an die Höhe der Sitzfläche heranreichte und dessen Füße ebenfalls Mahagoni waren. Das ganze Zimmer war in einem freundlichen Pastellgelb gehalten, nur die Vorhänge mit ihrem rötlich-braunen Ton tendierten wieder zum Mahagoni. Die Fenster befanden sich genau gegenüber der Tür und zogen sich an der ganzen Wand entlang, von der Decke bis zum Boden. Jedes Mal aufs Neue beeindruckt vom Geschmack ihres Chefs, schüttelte sie kurz den Kopf, um sich dann wieder voll und ganz auf ihre Arbeit konzentrieren zu können. Sie begrüßten sich und anschließend nahm sie auf dem bequemen Stuhl vor dem Schreibtisch platz. „Nachdem sie ihren letzten Job so gewissenhaft und ohne Probleme erledigt haben, dachte ich, ich …“ „Eine Frage, was heißt hier ohne Probleme? Immerhin lungerten diese kleinen Kinder nachmittags ständig immer vor meiner Haustür rum… ò__ó“ „Ja, weil sie Sie lieben.“, entgegnete ihr Chef ihr lächelnd. „So schwer ist das ja auch nicht zu verstehen. Sie können gut mit anderen Menschen umgehen und arbeiten sich schnell in die ihnen zugewiesenen Arbeiten ein.“ „Danke, aber sie brauchen mir meine Fähigkeiten nicht zu erläutern, ich weiß, was ich kann…“, antwortete sie schnippisch. Beide guckten sich dann einen Augenblick an und brachen dann in schallendes Gelächter aus. „Guten Morgen Kirasawa-san! Es freut mich das sie einen neuen Job für mich haben!“ „Ja, ja, Deutsche sind halt sehr begehrt und du bist ein großer Schatz für unser kleines Unternehmen!“ Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Kirasawa-san, lassen wir die Förmlichkeiten. Sie kennen meine Einstellung zur Arbeit!“ Kirasawa seufzte. „Ja, das stimmt. Als eine meiner besten Mitarbeiter …“ „Kirasawa!“, unterbrach sie ihn mit strenger Miene, ihr Grinsen konnte sie jedoch nicht lange verbergen. Ja, sie liebte diesen Menschen. Nicht so, wie man einen Partner liebt, sondern eher wie einen guten Freund und Bruder. Obwohl Kirasawa locker ihr Vater hätte sein können, war er was sein Wesen anging, recht jung geblieben. Seine Frau Himiko liebte er über alles. Oft zeigte er ihr Bilder, und einige hatte er auf seinem Schreibtisch verteilt. Er war ein herzlicher Mensch, der ihr sehr unter die Arme gegriffen und dabei geholfen hatte, in Japan Fuß zu fassen und auf eigenen Beinen zu stehen. Sie war ihm dankbar, respektierte und liebte ihn. Und so pflegten sie auch ihren Umgang miteinander. Oft reichten Blicke schon aus, um sich zu verständigen, sie scherzten und lachten viel. Jedoch blieb, was das Berufliche anging, immer ein gewisses Maß an Professionalität und Distanz. Kirasawa pflegte dann immer zusagen: „Wo kämen wir denn dann hin, wenn ich jeden meiner Mitarbeiter so verhätscheln würde wie dich?“ Längst hatten die anderen Angestellten schon mitbekommen, daß Yuri Kirasawas Liebling war, sprachen aber deswegen niemals schlecht von ihr. Sie gönnten ihr das Glück, war Kirasawa doch von Grund auf ein freundlicher Mensch.
„Also, was ist das für ein Job?“, fragte Yuri nun doch schon langsam neugierig. „Auch diesmal nimmst du wieder eine Betreuungsfunktion ein!“ „Bitte nicht schon wieder Kinder, du weißt, dass ich sie …“ „Nein, keine Kinder!“, unterbrach er sie, um anschließend fortzufahren, „Ihr Manager ist krank gemeldet, da er eine starke Erkältung hat. Er liegt deswegen sogar im Krankenhaus. Du übernimmst seinen Job für 3 Wochen.“ „Warte mal .. Manager, so wie ein Manager von so nem Star?“ O__O „Ja, eigentlich müßten sie auch gleich hier sein…“ „Sie?“ O___O Yuris Kinnlade klappte immer weiter nach unten in die unendlichen Tiefen des Bodens. „Ja, es sind fünf Personen. Du müßtest dafür sorgen, daß sie pünktlich zu ihren Terminen kommen, ich habe arrangiert, daß ihre Agentur dir einen Wagen zur Verfügung stellt, da sie ja nicht alle in deines hinein passen. Ebenfalls bist du für das Organisatorische zuständig, sprich Termine vereinbaren etc. und dann mußt du halt noch dafür sorgen, das sie sich wohl fühlen.“ „Kirasawa, wer … *schluck* … sind … sie?“, fragte Yuri mit einer sehr, sehr üblen Vorahnung. „Nun, ich denke, daß du bestimmt schon von ihnen gehört hast, es sind … Ah! Da sind sie ja, meine Herren!“ Kirasawa erhob sich von seinem Stuhl und ging auf die Tür zu. „Herzlich Willkommen! Ich bin Hitoshi Kirasawa. Bitte, darf ich ihnen ihre neue Betreuerin für die nächsten drei Wochen vorstellen? Yuriko Kitazawa!“ //Bitte! Bitte! Lieber Gott, bitte mach, das nicht SIE es sind!// Mit einem flauen Gefühl in der Magengegend, das bereits an Übelkeit grenzte, wandte nun auch Yuri sich zur Bürotür um. //Verdammt! Warum habe ich sie nur offen gelassen!!! Ich bin so doof! >o<***//

„Anscheinend kennt sie uns doch!“, scherzte Hiroto rum. „Zumindest wenn man ihr Gesicht betrachtet!“, ergänzte ein grinsender Nao. „Vielleicht ja auch ein Fan?!“, mischte nun auch Saga mit. //Oh NEIN! VERDAMMT ICH WILL STERBEN! DAS DARF NICHT WAR SEIN! NEIN! DAS IS ALLES NUR EIN PÖSER PÖSER TRAUM, AUS DEM ICH GLEICH AUFWACHEN WERDE!//
Noch immer wie vom Blitz getroffen, unfähig etwas zu sagen stand sie da, und starrte drei der fünf Personen an. //Warte! Drei? Wo sind …// Und da hörte sie auch schon die Schritte auf dem Flur, die sich bedrohlich dem Büro näherten. Als dann schließlich noch Shou und Tora das kleine Zimmer betraten, war Yuri nun völlig fertig. Ihre Blicke huschten zwischen Shou und Tora hin und her. Ihre Augen wurden größer und größer und jetzt nicht einmal mehr in der Lage was zu denken, stand sie vor ihnen, wie auf einem Silbertablett serviert. Shou kam direkt auf sie zu, blieb vor ihr stehen und wedelte mit seiner Hand vor ihrem Gesicht hin und her. Das schien Yuri wieder zurück zu holen. Ruckartig drehte sie sich um zu Kirasawa und fauchte los: „Vergiss es, daß mach ich nicht! Ò__ó Das kannst du von mir nicht verlangen, wir haben genügend Mitarbeiter, das kann doch jemand anderes übernehmen! Du kennst mich, ich …“ Kirasawa hob die Hand und bedeutete ihr zu schweigen, was sie auch sofort tat. In einem ruhigen und väterlichen Ton sagte er, ohne die anderen völlig schockierten 5 zu beachten: „Mein Liebes, ja ich kenne dich und deswegen denke ich auch, daß du für diese Aufgabe geeignet bist. Du hast viel Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen. Du wirst es schon schaffen, also jetzt entschuldige dich bei ihnen!“ „Aber …“ „Na!“ „Warum quälst du mich so?“ „Weil ich dich liebe!“ „Ja ich liebe dich auch und deswegen kann ich dir noch nicht mal böse sein!“ /Auch wenn ich das sein sollte … // Also wandte sich Yuri nun den fünf Membern von Alice Nine zu, verbeugte sich und sagte: „Verzeihen sie bitte. Ich bin Yuriko Kitazawa. Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit!“ Alle nickten, auch wenn sie sich fragten, was das eben war und was dahinter steckte. Nun war es an ihnen sich vorzustellen. „Hi, ich bin Hiroto!“ „Auch Pon genannt!“, ergänzte ein lächelnder Shou. „Hi, ich bin Shou!“ „Und ich bin Nao, ich denke, wir werden oft miteinander zu tun haben, weil ich der …“ „Bandleader bin! Hi, ich bin Saga!“, unterbrach er Nao. „Tora!“, stellte sich der 1,82 m große Gitarrist vor. //Kurz und knapp, wie in den Interviews … Ich frage mich, wie ich das überleben soll, hoffentlich geht alles glatt! *seufz* // Anschließend verabschiedeten sich alle von Herrn Kirasawa und bevor Yuri das Büro verließ, meinte sie nur zischend: „Doch Kinder!“, und verließ die Zeitarbeitsagentur. Unten auf dem Parkplatz angekommen, zeigten sie Yuri den Van, mit dem sie die 5 nun umherfahren würde. Nao warf ihr die Schlüssel zu, bevor er um den Van herum ging und auf der Beifahrerseite einstieg. Die anderen vier machten es sich hinten bequem.

Nachdem Yuri sich den Sitz so eingestellt hatte, daß sie problemlos fahren konnte, startete sie den Wagen und fuhr vom Parkplatz. „Wo müßt ihr jetzt hin?“ „Erst einmal ins Label. Wir müssen da noch einiges abholen.“ „Okay!“, antwortete Yuri und gab gleich darauf mehr Gas.
„Ähm, Nao-san? Könnte ich nachher vielleicht mal dein Timer haben? Damit ich mir die ganzen Termine abtragen kann?“ „Ja, kein Problem.“ Yuri konzentrierte sich weiter auf die Straße, in der Hoffnung nur nicht von ihnen angesprochen zu werden. „Wie kommt es eigentlich, daß du hier in Japan lebst? Ich mein, es ist ja nicht zu übersehen das du …!“ „Hiroto!“, unterbrach ihn ein kopfschüttelnder Shou. Yuri mußte leicht lächeln. „Ist schon okay … Du wolltest sagen, weil es man mir ansieht, das ich keine Japanerin bin? Nun, es ergab sich einfach …“ //Ich kann denen ja wohl schlecht sagen, ich bin wegen euch und eurer Musik hierher gezogen? Oder weil ich das Land liebe und die Kultur, obwohl ich es kaum kenne? Die würden mich doch für verrückt erklären …// „Und seit wann lebst du jetzt schon in Japan?“ „Seit knapp einem Jahr!“ „Dafür ist dein japanisch aber ziemlich gut!“, mischte sich nun auch Saga ein. „Ich hab halt früh angefangen japanisch zu lernen …“ // Shit, hoffentlich .. .denkt bitte nicht weiter drüber nach …// „Du widersprichst dir!“, kam nun auch die dunkle Stimme des schwarzhaarigen Gitarristen. Yuri schwieg, sie wollte einfach nicht weiter auf das Thema eingehen. Tora schaute wieder aus dem Fenster. //Was steckt denn jetzt dahinter? Ach was soll’s, ich hab grade ganz andere Sachen im Kopf.// „Eto~, und wie is Deutschland so? Ich mein ist es schön dort?“, Hiroto konnte nicht aufhören, was Yuri allerdings ein weiteres Lächeln auf die Lippen zauberte. „Ich könnte dir jetzt sagen, es wäre der schönste Ort auf der ganzen Welt, könnte dir von den Sonnenuntergängen erzählen und mehr, aber gibt es das nicht auch hier? Und außerdem, willst du das bestimmt nicht hören. Ich denke einfach, Schönheit liegt im Auge des Betrachters und das du dir wenn, dann selbst ein Bild drüber machen solltest… Wer weiß, vielleicht ergibt sich für euch ja die Gelegenheit?!“ Ein kurzer Blick in den Rückspiegel verriet, das Hiroto mit der Antwort zufrieden war. Was hatte er auch erwartet? Das sie schwärmt wie toll es da ist und dennoch wegzieht? //Wer verläßt freiwillig das Paradies? Der, der es nicht gefunden hat! OÔ Könnte es sein das … // Die ganze restliche fahrt schwiegen alle, nur war ab und an Nao’s Anweisungen zu vernehmen, wie man am schnellsten zum Label kommt.
Dort angekommen stiegen alle aus und Nao einigte sich mit Yuri, daß sie hier im Auto warten und währenddessen den Timer abtragen könne. Es würde nicht lange dauern. Yuri nickte und kurz darauf waren die fünf auch schon verschwunden. //Das hätten wir ja erst einmal überstanden. Ich sollte vorsichtig mit dem sein, was ich sage …//

„Hm, so finde ich sie eigentlich ganz nett und du Saga?“, fragte der kleine aufgedrehte Pon. „So viel habe ich bisher ja noch nicht mit ihr gesprochen…“ „Ich fand es bloß komisch, wie sie ihren Chef angefahren hat. Na ja egal, soll nicht unser Problem sein. Hauptsache, sie macht ihren Job gut, das ist schließlich das einzige was zählt…“, gab nun auch Nao seinen Kommentar ab. „Nun kommt Leute, seid mal nicht so hart. Ich denke, für sie ist es auch nicht so leicht. Aber mal was anderes, wann haben wir heute noch das Interview?“ „Kann ich dir nachher sagen, auf jeden Fall sollten wir uns beeilen, wenn wir zwischendurch noch was essen wollen. Es ist ja jetzt schon halb elf. Also Leute, holt eure Sachen und dann nichts wie weg!“ Und sofort machte sich jeder schnellstens daran, alles was sie heute brauchen würden zusammenzusuchen.

„Weißt du, daß DAS gar nicht so einfach is? Ey, komm was soll das? Du weißt, daß ich das nicht machen kann. NEIN! Verdammt, NE~HEIN! Hör zu, ich melde mich später noch mal bei dir. Ich muß eh gleich los! Außerdem, nein ich hab sie noch nicht gesehen. Verdammt, FRAU …“, wütend klappte sie ihr Handy zusammen. //Diese Frau kann einen echt zur Weißglut treiben… Wenn ich sie nicht so gern haben würde, wäre alles leichter. So, abgeschrieben habe ich jetzt schon alles, nachher müssen wir noch zu Tokio FM zu einem Interview, wann war das? Ah, genau, 17 Uhr. Wie spät ist es jetzt? Kurz nach Elf. Mal überlegen …// Gedankenverloren tippte sie mit ihrem Zeigefinger gegen den Mund. //Was würde ich tun, wenn ich noch etwas Zeit hätte? Na ja, die haben ja auch selbst einen Mund, dann kann ich sie nachher fragen…// Es klopfte so unerwartet gegen das Autofenster, das Yuri unwillkürlich zusammenzuckte. Sie waren also wieder da. Nachdem sie ihre Sachen ins Auto geladen hatten und wieder eingestiegen waren, startete Yuri erneut den Wagen und fuhr los. Sie schielte kurz zu Nao rüber und sagte: „Euren nächsten Termin für heute habt ihr um 17 Uhr. Tokio FM, wisst ihr worum es geht?“ „Na ja, so ungefähr. Normalerweise bekommen wir unsere Instruktionen vor Ort…“, antwortete Shou von hinten. „Ich hab mir mal das Recht herausgenommen, dort anzurufen. Geplant ist als erstes ein kleiner Komment von euch, anschließend sollt ihr etwas zu eurer neuen Single sagen und wie ihr euch bei eurem letzten Live gefühlt habt. Das war das, was sie sich überlegt hatten. Wenn sich dann noch Fragen ergeben sollten, müßt ihr halt spontan antworten, so wie sonst eigentlich auch in euren Interviews. Was die Leserbriefe angeht, es reicht wenn jeder von euch 2 vorliest. Weil so lange geht das ja nun auch nicht und anschließend habt ihr ja noch ein Photoshoot. Welches ja auch ziemlich lange dauern wird. Und je eher wir dort sind, desto länger haben wir für die Vorbereitung. Ach ja, ich denke, es ist ganz gut, wenn wir schon gegen 16 Uhr da sind, da Essen für euch mitbestellt wurde. Wenn ihr wollt, habt ihr also bis 15 Uhr jetzt Freizeit, könnt tun was ihr wollt.“ Verblüffung war jedem Einzelnen auf das Gesicht geschrieben. „Ähm, dann laß uns doch jetzt noch was essen …“, brachte nun Nao hervor. „Okay, wo wollt ihr hin?“ Nun meldete sich auch Saga zu Wort: „Hm, also mir ist es egal, Hauptsache ich bekomm bald was zu essen. Und schmecken sollte es.“ „Dann kann ich nur das ‚Hikimori In’ empfehlen. Preiswert und sehr lecker. Ebenfalls ruhig besucht. Also könnt ihr dann wirklich in Ruhe essen. Dort in der Nähe sind auch Top Geschäfte, welche auch deinen Geschmack treffen könnten Shou-san.“ Shou guckte erstaunt. Yuri konzentrierte sich weiter auf die Straße als plötzlich ihr Handy klingelte. Unbewusst kramte sie danach, klappte es auf und meldete sich freundlich: „Ja, hier Kitazawa?“ Nao fuhr aufgebracht dazwischen: „Was? Du – Du kannst doch jetzt nicht telefonieren! Man telefoniert nicht beim Autofahren! Was wenn was passiert?“ Doch Yuri beachtete ihn gar nicht und redete weiter. „Ja, ne, is klar. … Mhm, ja war gut so, Danke dir … Du, warte mal, da fällt mir noch ein, hast du Makoto schon bescheid gesagt? Ja, er soll’s erledigen, wenn er nicht will, dann zwing ihn dazu!“ Unwillkürlich wurde ihre Laune schlechter. Nao warf abwechselnd Blicke auf die Straße dann wieder zu Yuri. Sein Blick verriet Nervosität. „Nao, dann nimm ihr doch das Handy weg!“, gab Tora nun von sich. „Das kann ich nicht machen!“, gab dieser völlig verwirrt zurück. So beugte sich Tora nun nach vorne und nahm Yuri das Handy weg, bevor er es zuklappte sagte er noch zu dem ihm unbekannten Gesprächspartner: „Entschuldigen Sie, aber Frau Kitazawa fährt grade und wir haben kein Bedarf, unser Leben zu verlieren.“ Anschließend behielt er das Handy ein. Yuri guckte völlig perplex in den Rückspiegel. „Was sollte das?“, fragte sie so freundlich wie es ihr möglich war. ^______^’’’’’’’’’’’’’’’’’’
„Nao hat Recht, man sollte beim Autofahren nicht telefonieren!“ „Das müßt ihr grade sagen, wo von euch selbst Bilder im I-net kursieren, wo ihr das selber macht…“ „Bitte was?“, fragte Hiroto. „Na ja, man findet dort vieles, wenn man weiß, wo man suchen muß!“ Nun versuchte Saga, den Spieß umzudrehen: „Du suchst also Bilder von uns im Internet?“ //Saga, ich bring dich um…// Ganz gelassen, antwortete Yuri: „Sagen wir mal, es war ein Zufallsfund. Eigentlich hatte ich nach anderen Bildern gesucht. Aber na ja, das Internet ist halt groß. Ah, da wären wir ja schon!“ Und schon fuhr Yuri auf den Parkplatz. Als alle ausgestiegen waren wandte sie sich an Tora: „Ma-…“ //Shit, fast hätte ich mich verplappert // „Ja?“ „Magst du mir nicht mein Handy wiedergeben?!“ Und schon reichte er ihr, ihr Handy wieder. „Ihr könnt ja schon mal reingehen und euch einen Tisch suchen, ich muß noch mal telefonieren.“ „Okay!“, antworteten alle Member im Chor und betraten dieses.
Kaum das sie verschwunden waren, flog auch schon Yuri´s Daumen über die Tasten ihres Handys.
„Chrissy, ICH BRING SIE UM! Ich habe eben telefoniert und da wagt es Tora wirklich, mir mein Handy wegzunehmen, nur weil ich nebenbei gefahren bin. Alleine mit ihrer Art und Weise treiben sie mich zur Weißglut und dennoch muß ich dauernd gute Miene vorspielen, obwohl ich diesen gottverdammten Job liebend gerne hinschmeißen würde!“ Yuri stellte das Telefon lauter, da durch die vorbeifahrenden Autos kaum was zu verstehen war und so konnte man aus den Telefon hören: „Sweety, jetzt komm mal wieder runter, atme ganz tief durch und … Hey, warte mal, seit wann nennst du ihn wieder Tora?! O__O?“ „Seit ich mit ihm zusammenarbeiten muß =__=’’’ “, kam die Antwort.
Hinter Yuri ging die Ladentür auf und ein junges Pärchen trat auf die Straße. Unmerklich ging sie um die nächste Ecke und lehnte sich gegen die Wand. „Komm, so schlimm wird’s schon nicht sein. Immerhin kannst du deinen …“ „Wag es ja nicht, diesen Satz zu beenden!“, drohte sie Ihr knurrend. „Dafür hab ich momentan keine Nerven …“ „Och Ari, nun komm schon, laß dich nicht hängen. Wenn du denn mal ein paar Tage Zeit hast, dann kannst du mich ja wieder besuchen kommen! ^^ Ich würde mich zumindest drüber freuen, und dann kannst du auch mal wieder deinen Frust rauslassen.“ „Ja, sobald ich das denn hier fertig habe. Du hast Recht. Ich sollte mich zusammenreißen, nur weil’s mal etwas ungelegen kommt … Sie können ja auch nichts dafür!“ „Siehste!“ „Okay, ich muß dann wieder rein.“ „Jupp, okay, ich muß dann auch weiterarbeiten!“ „Okay, dann dir viel Spaß noch!“ „Danke den wird ich haben!“ „Cucu.“ „Ari?! Warte!“ „Was denn?“ „Ich hab dich lieb!“ ^//^ Yuri mußte lächeln. „Danke, ich hab dich auch lieb!“ Und schon legte sie auf. Als sie um die Ecke ging blieb ihr, ihr Herz stehen. Hatte ER etwa gelauscht?! „Ari? Ich dachte du heißt Yuri?!“, gab er nur ziemlich kühl von sich. //Am besten, ich übergehe diese Bemerkung einfach! Genau, so mach ich´s!// „Laß uns reingehen!“, war ihre einzige Antwort. Tora schien das nicht groß zu interessieren, er nickte nur und folgte ihr. „Warum bist du noch mal rausgekommen?!“ „Weil sie uns keinen Tisch geben wollten.“ Seine Hände in den Hosentaschen lief er keinen Meter neben ihr. „Aha .. SIE WOLLTEN WAS?!“ „Deine Leitung scheint ja etwas länger zu dauern?! Sie wollten uns keinen Tisch geben…“ Yuri beschleunigte ihr Tempo und als sie schließlich vor dem Hikimori In standen, öffnete Yuri die Eingangstür geräuschvoll.