Erstes Chapter meiner ersten Alice Nine FanFiction.
Und das letzte Chapter für eine ganze Woche. Ich bin bis Samstag in Schweden und werde daher wohl kaum Zeit haben, zu posten, geschweige denn überhaupt Inet…
Also genießt diese Self-Insert und falls ihr sie gelesen habt, hinterlast mir doch einen Kommi ^^
Jahaaa, ich bin Kommi-geil x3
Chapter 01
Seit den Morgenstunden regnete es nun schon ununterbrochen und es würde wohl auch noch eine Weile so weitergehen. Man hörte deutlich wie er gegen das Fenster prasselte. Noch lange nicht ausgeschlafen schlug sie ihre Bettdecke zurück und begab sich in die Küche. Als erstes würde sie sich einen Kaffee aufsetzen, so wie sie es für üblich hielt. Während das Wasser zu kochen begann machte sie sich fertig, schließlich mußte sie heute wieder zur Arbeit. //Warum suche ich mir eigentlich grade solch eine Arbeit, wo ich die EINZIGE bin, die auf einen Sonntag arbeiten muß =__=’’ *seufz*//
Das Wasser war fertig und nun brühte sie sich ihren Kaffee auf um gleich danach wieder am Tisch platz zu nehmen und nebenbei die Zeitung zu lesen. //Da steht auch nicht wirklich was interessantes drin.//
Ein Blick aus dem Fenster machte ihr klar, daß sie wirklich einen Regenschirm brauchen würde. //Wer weiß denn schon, was mir die Agentur wieder für Aufgaben gibt. Aber wenn es wieder heißt, ich soll auf kleine Kiddis aufpassen dann lehn ich diesmal dankend ab… //
Die Agentur in der sie arbeitete, war eine Zeitarbeitsagentur und je nachdem, was für Jobs erledigt werden mussten, suchten sie die entsprechenden Leute aus ihren Unterlagen heraus, welche dann für einen bestimmten Zeitraum diesem Job nachgingen. Selten ist es der gleiche, also ziemlich abwechslungsreich, jedoch sollte man für diesen Job reichlich Flexibilität besitzen. //Warum habe ich eigentlich diesen Job? Ich mein, klar, immer ist es wieder was anderes und man verdient gutes Geld, aber was war noch mal der Grund? Ach ja, stimmt ja, Chrissy wurde ja im Animationsstudio angenommen und ich nicht. =__= Ach was soll’s, wenn sie sich dafür besser eignet, nur schade, das wir nicht zusammen wohnen können, obwohl, wäre es auf Dauer auch gut gegangen? Ich sollte nicht vergessen, sie mal bald wieder anzurufen!// Noch ein Seufzer und sie erhob sich, bereit einem neuen Auftrag entgegen zu treten.
Als Sie auf den Parkplatz einbog fiel es ihr nicht so schwer wie sonst, einen freien zu finden. Jeden Tag, von Montag bis Freitag war es eine Qual. Arbeitsbeginn war zwar normaler Weise um 9 Uhr, jedoch begann der Kampf um einen nahe gelegenen Parkplatz schon gegen 8 Uhr. Sie stellte ihren Wagen in der Nähe des Eingangs ab. Zum Glück hatte es bereits mit dem regnen aufgehört. Bevor sie ausstieg prüfte sie noch mal ihre Tasche. //Habe ich alles? Geld, Zigaretten, Trinken, Timer, Stift, Schlüssel … AH! Mein Handy!// In größter Eile durchwühlte sie ihren Kram. //Bitte … Bitte … nein … ich hab’s hier irgendwo … ich weiß es … HA! Da isset! Wusste ich´s doch. Du entkommst mir nicht!// Mal wieder über sich selbst grinsend, weil sie es sich noch immer nicht abgewöhnt hatte, mit alles und jedem zu Reden machte sie sich nun daran, die Stufen hinauf zu gehen.
*klopf – klopf*
„Ja, herein!“, ertönte es aus dem Büro des Chefs. Als sie daraufhin die Tür öffnete und eintrat sah sie ihren Chef der zurückgelehnt in seinem großen Chefsessel saß. Das Zimmer war sehr elegant eingerichtet. Von der Tür aus gesehen rechts befand sich der gigantische Schreibtisch Mahagoniholz, dazu eine vergoldete Tischlampe, wie man sie oft in amerikanischen Bibliotheken findet. Hinter dem Schreibtisch hing ein großes Aquarell. Wandte man sich der linken Seite des Büros zu, erblickte man die helle Ledercouch die einen elfenfarbenen Glanz besaß, davor, ganz elegant, ein Glastisch, der grade mal an die Höhe der Sitzfläche heranreichte und dessen Füße ebenfalls Mahagoni waren. Das ganze Zimmer war in einem freundlichen Pastellgelb gehalten, nur die Vorhänge mit ihrem rötlich-braunen Ton tendierten wieder zum Mahagoni. Die Fenster befanden sich genau gegenüber der Tür und zogen sich an der ganzen Wand entlang, von der Decke bis zum Boden. Jedes Mal aufs Neue beeindruckt vom Geschmack ihres Chefs, schüttelte sie kurz den Kopf, um sich dann wieder voll und ganz auf ihre Arbeit konzentrieren zu können. Sie begrüßten sich und anschließend nahm sie auf dem bequemen Stuhl vor dem Schreibtisch platz. „Nachdem sie ihren letzten Job so gewissenhaft und ohne Probleme erledigt haben, dachte ich, ich …“ „Eine Frage, was heißt hier ohne Probleme? Immerhin lungerten diese kleinen Kinder nachmittags ständig immer vor meiner Haustür rum… ò__ó“ „Ja, weil sie Sie lieben.“, entgegnete ihr Chef ihr lächelnd. „So schwer ist das ja auch nicht zu verstehen. Sie können gut mit anderen Menschen umgehen und arbeiten sich schnell in die ihnen zugewiesenen Arbeiten ein.“ „Danke, aber sie brauchen mir meine Fähigkeiten nicht zu erläutern, ich weiß, was ich kann…“, antwortete sie schnippisch. Beide guckten sich dann einen Augenblick an und brachen dann in schallendes Gelächter aus. „Guten Morgen Kirasawa-san! Es freut mich das sie einen neuen Job für mich haben!“ „Ja, ja, Deutsche sind halt sehr begehrt und du bist ein großer Schatz für unser kleines Unternehmen!“ Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Kirasawa-san, lassen wir die Förmlichkeiten. Sie kennen meine Einstellung zur Arbeit!“ Kirasawa seufzte. „Ja, das stimmt. Als eine meiner besten Mitarbeiter …“ „Kirasawa!“, unterbrach sie ihn mit strenger Miene, ihr Grinsen konnte sie jedoch nicht lange verbergen. Ja, sie liebte diesen Menschen. Nicht so, wie man einen Partner liebt, sondern eher wie einen guten Freund und Bruder. Obwohl Kirasawa locker ihr Vater hätte sein können, war er was sein Wesen anging, recht jung geblieben. Seine Frau Himiko liebte er über alles. Oft zeigte er ihr Bilder, und einige hatte er auf seinem Schreibtisch verteilt. Er war ein herzlicher Mensch, der ihr sehr unter die Arme gegriffen und dabei geholfen hatte, in Japan Fuß zu fassen und auf eigenen Beinen zu stehen. Sie war ihm dankbar, respektierte und liebte ihn. Und so pflegten sie auch ihren Umgang miteinander. Oft reichten Blicke schon aus, um sich zu verständigen, sie scherzten und lachten viel. Jedoch blieb, was das Berufliche anging, immer ein gewisses Maß an Professionalität und Distanz. Kirasawa pflegte dann immer zusagen: „Wo kämen wir denn dann hin, wenn ich jeden meiner Mitarbeiter so verhätscheln würde wie dich?“ Längst hatten die anderen Angestellten schon mitbekommen, daß Yuri Kirasawas Liebling war, sprachen aber deswegen niemals schlecht von ihr. Sie gönnten ihr das Glück, war Kirasawa doch von Grund auf ein freundlicher Mensch.
„Also, was ist das für ein Job?“, fragte Yuri nun doch schon langsam neugierig. „Auch diesmal nimmst du wieder eine Betreuungsfunktion ein!“ „Bitte nicht schon wieder Kinder, du weißt, dass ich sie …“ „Nein, keine Kinder!“, unterbrach er sie, um anschließend fortzufahren, „Ihr Manager ist krank gemeldet, da er eine starke Erkältung hat. Er liegt deswegen sogar im Krankenhaus. Du übernimmst seinen Job für 3 Wochen.“ „Warte mal .. Manager, so wie ein Manager von so nem Star?“ O__O „Ja, eigentlich müßten sie auch gleich hier sein…“ „Sie?“ O___O Yuris Kinnlade klappte immer weiter nach unten in die unendlichen Tiefen des Bodens. „Ja, es sind fünf Personen. Du müßtest dafür sorgen, daß sie pünktlich zu ihren Terminen kommen, ich habe arrangiert, daß ihre Agentur dir einen Wagen zur Verfügung stellt, da sie ja nicht alle in deines hinein passen. Ebenfalls bist du für das Organisatorische zuständig, sprich Termine vereinbaren etc. und dann mußt du halt noch dafür sorgen, das sie sich wohl fühlen.“ „Kirasawa, wer … *schluck* … sind … sie?“, fragte Yuri mit einer sehr, sehr üblen Vorahnung. „Nun, ich denke, daß du bestimmt schon von ihnen gehört hast, es sind … Ah! Da sind sie ja, meine Herren!“ Kirasawa erhob sich von seinem Stuhl und ging auf die Tür zu. „Herzlich Willkommen! Ich bin Hitoshi Kirasawa. Bitte, darf ich ihnen ihre neue Betreuerin für die nächsten drei Wochen vorstellen? Yuriko Kitazawa!“ //Bitte! Bitte! Lieber Gott, bitte mach, das nicht SIE es sind!// Mit einem flauen Gefühl in der Magengegend, das bereits an Übelkeit grenzte, wandte nun auch Yuri sich zur Bürotür um. //Verdammt! Warum habe ich sie nur offen gelassen!!! Ich bin so doof! >o<***//
„Anscheinend kennt sie uns doch!“, scherzte Hiroto rum. „Zumindest wenn man ihr Gesicht betrachtet!“, ergänzte ein grinsender Nao. „Vielleicht ja auch ein Fan?!“, mischte nun auch Saga mit. //Oh NEIN! VERDAMMT ICH WILL STERBEN! DAS DARF NICHT WAR SEIN! NEIN! DAS IS ALLES NUR EIN PÖSER PÖSER TRAUM, AUS DEM ICH GLEICH AUFWACHEN WERDE!//
Noch immer wie vom Blitz getroffen, unfähig etwas zu sagen stand sie da, und starrte drei der fünf Personen an. //Warte! Drei? Wo sind …// Und da hörte sie auch schon die Schritte auf dem Flur, die sich bedrohlich dem Büro näherten. Als dann schließlich noch Shou und Tora das kleine Zimmer betraten, war Yuri nun völlig fertig. Ihre Blicke huschten zwischen Shou und Tora hin und her. Ihre Augen wurden größer und größer und jetzt nicht einmal mehr in der Lage was zu denken, stand sie vor ihnen, wie auf einem Silbertablett serviert. Shou kam direkt auf sie zu, blieb vor ihr stehen und wedelte mit seiner Hand vor ihrem Gesicht hin und her. Das schien Yuri wieder zurück zu holen. Ruckartig drehte sie sich um zu Kirasawa und fauchte los: „Vergiss es, daß mach ich nicht! Ò__ó Das kannst du von mir nicht verlangen, wir haben genügend Mitarbeiter, das kann doch jemand anderes übernehmen! Du kennst mich, ich …“ Kirasawa hob die Hand und bedeutete ihr zu schweigen, was sie auch sofort tat. In einem ruhigen und väterlichen Ton sagte er, ohne die anderen völlig schockierten 5 zu beachten: „Mein Liebes, ja ich kenne dich und deswegen denke ich auch, daß du für diese Aufgabe geeignet bist. Du hast viel Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen. Du wirst es schon schaffen, also jetzt entschuldige dich bei ihnen!“ „Aber …“ „Na!“ „Warum quälst du mich so?“ „Weil ich dich liebe!“ „Ja ich liebe dich auch und deswegen kann ich dir noch nicht mal böse sein!“ /Auch wenn ich das sein sollte … // Also wandte sich Yuri nun den fünf Membern von Alice Nine zu, verbeugte sich und sagte: „Verzeihen sie bitte. Ich bin Yuriko Kitazawa. Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit!“ Alle nickten, auch wenn sie sich fragten, was das eben war und was dahinter steckte. Nun war es an ihnen sich vorzustellen. „Hi, ich bin Hiroto!“ „Auch Pon genannt!“, ergänzte ein lächelnder Shou. „Hi, ich bin Shou!“ „Und ich bin Nao, ich denke, wir werden oft miteinander zu tun haben, weil ich der …“ „Bandleader bin! Hi, ich bin Saga!“, unterbrach er Nao. „Tora!“, stellte sich der 1,82 m große Gitarrist vor. //Kurz und knapp, wie in den Interviews … Ich frage mich, wie ich das überleben soll, hoffentlich geht alles glatt! *seufz* // Anschließend verabschiedeten sich alle von Herrn Kirasawa und bevor Yuri das Büro verließ, meinte sie nur zischend: „Doch Kinder!“, und verließ die Zeitarbeitsagentur. Unten auf dem Parkplatz angekommen, zeigten sie Yuri den Van, mit dem sie die 5 nun umherfahren würde. Nao warf ihr die Schlüssel zu, bevor er um den Van herum ging und auf der Beifahrerseite einstieg. Die anderen vier machten es sich hinten bequem.
Nachdem Yuri sich den Sitz so eingestellt hatte, daß sie problemlos fahren konnte, startete sie den Wagen und fuhr vom Parkplatz. „Wo müßt ihr jetzt hin?“ „Erst einmal ins Label. Wir müssen da noch einiges abholen.“ „Okay!“, antwortete Yuri und gab gleich darauf mehr Gas.
„Ähm, Nao-san? Könnte ich nachher vielleicht mal dein Timer haben? Damit ich mir die ganzen Termine abtragen kann?“ „Ja, kein Problem.“ Yuri konzentrierte sich weiter auf die Straße, in der Hoffnung nur nicht von ihnen angesprochen zu werden. „Wie kommt es eigentlich, daß du hier in Japan lebst? Ich mein, es ist ja nicht zu übersehen das du …!“ „Hiroto!“, unterbrach ihn ein kopfschüttelnder Shou. Yuri mußte leicht lächeln. „Ist schon okay … Du wolltest sagen, weil es man mir ansieht, das ich keine Japanerin bin? Nun, es ergab sich einfach …“ //Ich kann denen ja wohl schlecht sagen, ich bin wegen euch und eurer Musik hierher gezogen? Oder weil ich das Land liebe und die Kultur, obwohl ich es kaum kenne? Die würden mich doch für verrückt erklären …// „Und seit wann lebst du jetzt schon in Japan?“ „Seit knapp einem Jahr!“ „Dafür ist dein japanisch aber ziemlich gut!“, mischte sich nun auch Saga ein. „Ich hab halt früh angefangen japanisch zu lernen …“ // Shit, hoffentlich .. .denkt bitte nicht weiter drüber nach …// „Du widersprichst dir!“, kam nun auch die dunkle Stimme des schwarzhaarigen Gitarristen. Yuri schwieg, sie wollte einfach nicht weiter auf das Thema eingehen. Tora schaute wieder aus dem Fenster. //Was steckt denn jetzt dahinter? Ach was soll’s, ich hab grade ganz andere Sachen im Kopf.// „Eto~, und wie is Deutschland so? Ich mein ist es schön dort?“, Hiroto konnte nicht aufhören, was Yuri allerdings ein weiteres Lächeln auf die Lippen zauberte. „Ich könnte dir jetzt sagen, es wäre der schönste Ort auf der ganzen Welt, könnte dir von den Sonnenuntergängen erzählen und mehr, aber gibt es das nicht auch hier? Und außerdem, willst du das bestimmt nicht hören. Ich denke einfach, Schönheit liegt im Auge des Betrachters und das du dir wenn, dann selbst ein Bild drüber machen solltest… Wer weiß, vielleicht ergibt sich für euch ja die Gelegenheit?!“ Ein kurzer Blick in den Rückspiegel verriet, das Hiroto mit der Antwort zufrieden war. Was hatte er auch erwartet? Das sie schwärmt wie toll es da ist und dennoch wegzieht? //Wer verläßt freiwillig das Paradies? Der, der es nicht gefunden hat! OÔ Könnte es sein das … // Die ganze restliche fahrt schwiegen alle, nur war ab und an Nao’s Anweisungen zu vernehmen, wie man am schnellsten zum Label kommt.
Dort angekommen stiegen alle aus und Nao einigte sich mit Yuri, daß sie hier im Auto warten und währenddessen den Timer abtragen könne. Es würde nicht lange dauern. Yuri nickte und kurz darauf waren die fünf auch schon verschwunden. //Das hätten wir ja erst einmal überstanden. Ich sollte vorsichtig mit dem sein, was ich sage …//
„Hm, so finde ich sie eigentlich ganz nett und du Saga?“, fragte der kleine aufgedrehte Pon. „So viel habe ich bisher ja noch nicht mit ihr gesprochen…“ „Ich fand es bloß komisch, wie sie ihren Chef angefahren hat. Na ja egal, soll nicht unser Problem sein. Hauptsache, sie macht ihren Job gut, das ist schließlich das einzige was zählt…“, gab nun auch Nao seinen Kommentar ab. „Nun kommt Leute, seid mal nicht so hart. Ich denke, für sie ist es auch nicht so leicht. Aber mal was anderes, wann haben wir heute noch das Interview?“ „Kann ich dir nachher sagen, auf jeden Fall sollten wir uns beeilen, wenn wir zwischendurch noch was essen wollen. Es ist ja jetzt schon halb elf. Also Leute, holt eure Sachen und dann nichts wie weg!“ Und sofort machte sich jeder schnellstens daran, alles was sie heute brauchen würden zusammenzusuchen.
„Weißt du, daß DAS gar nicht so einfach is? Ey, komm was soll das? Du weißt, daß ich das nicht machen kann. NEIN! Verdammt, NE~HEIN! Hör zu, ich melde mich später noch mal bei dir. Ich muß eh gleich los! Außerdem, nein ich hab sie noch nicht gesehen. Verdammt, FRAU …“, wütend klappte sie ihr Handy zusammen. //Diese Frau kann einen echt zur Weißglut treiben… Wenn ich sie nicht so gern haben würde, wäre alles leichter. So, abgeschrieben habe ich jetzt schon alles, nachher müssen wir noch zu Tokio FM zu einem Interview, wann war das? Ah, genau, 17 Uhr. Wie spät ist es jetzt? Kurz nach Elf. Mal überlegen …// Gedankenverloren tippte sie mit ihrem Zeigefinger gegen den Mund. //Was würde ich tun, wenn ich noch etwas Zeit hätte? Na ja, die haben ja auch selbst einen Mund, dann kann ich sie nachher fragen…// Es klopfte so unerwartet gegen das Autofenster, das Yuri unwillkürlich zusammenzuckte. Sie waren also wieder da. Nachdem sie ihre Sachen ins Auto geladen hatten und wieder eingestiegen waren, startete Yuri erneut den Wagen und fuhr los. Sie schielte kurz zu Nao rüber und sagte: „Euren nächsten Termin für heute habt ihr um 17 Uhr. Tokio FM, wisst ihr worum es geht?“ „Na ja, so ungefähr. Normalerweise bekommen wir unsere Instruktionen vor Ort…“, antwortete Shou von hinten. „Ich hab mir mal das Recht herausgenommen, dort anzurufen. Geplant ist als erstes ein kleiner Komment von euch, anschließend sollt ihr etwas zu eurer neuen Single sagen und wie ihr euch bei eurem letzten Live gefühlt habt. Das war das, was sie sich überlegt hatten. Wenn sich dann noch Fragen ergeben sollten, müßt ihr halt spontan antworten, so wie sonst eigentlich auch in euren Interviews. Was die Leserbriefe angeht, es reicht wenn jeder von euch 2 vorliest. Weil so lange geht das ja nun auch nicht und anschließend habt ihr ja noch ein Photoshoot. Welches ja auch ziemlich lange dauern wird. Und je eher wir dort sind, desto länger haben wir für die Vorbereitung. Ach ja, ich denke, es ist ganz gut, wenn wir schon gegen 16 Uhr da sind, da Essen für euch mitbestellt wurde. Wenn ihr wollt, habt ihr also bis 15 Uhr jetzt Freizeit, könnt tun was ihr wollt.“ Verblüffung war jedem Einzelnen auf das Gesicht geschrieben. „Ähm, dann laß uns doch jetzt noch was essen …“, brachte nun Nao hervor. „Okay, wo wollt ihr hin?“ Nun meldete sich auch Saga zu Wort: „Hm, also mir ist es egal, Hauptsache ich bekomm bald was zu essen. Und schmecken sollte es.“ „Dann kann ich nur das ‚Hikimori In’ empfehlen. Preiswert und sehr lecker. Ebenfalls ruhig besucht. Also könnt ihr dann wirklich in Ruhe essen. Dort in der Nähe sind auch Top Geschäfte, welche auch deinen Geschmack treffen könnten Shou-san.“ Shou guckte erstaunt. Yuri konzentrierte sich weiter auf die Straße als plötzlich ihr Handy klingelte. Unbewusst kramte sie danach, klappte es auf und meldete sich freundlich: „Ja, hier Kitazawa?“ Nao fuhr aufgebracht dazwischen: „Was? Du – Du kannst doch jetzt nicht telefonieren! Man telefoniert nicht beim Autofahren! Was wenn was passiert?“ Doch Yuri beachtete ihn gar nicht und redete weiter. „Ja, ne, is klar. … Mhm, ja war gut so, Danke dir … Du, warte mal, da fällt mir noch ein, hast du Makoto schon bescheid gesagt? Ja, er soll’s erledigen, wenn er nicht will, dann zwing ihn dazu!“ Unwillkürlich wurde ihre Laune schlechter. Nao warf abwechselnd Blicke auf die Straße dann wieder zu Yuri. Sein Blick verriet Nervosität. „Nao, dann nimm ihr doch das Handy weg!“, gab Tora nun von sich. „Das kann ich nicht machen!“, gab dieser völlig verwirrt zurück. So beugte sich Tora nun nach vorne und nahm Yuri das Handy weg, bevor er es zuklappte sagte er noch zu dem ihm unbekannten Gesprächspartner: „Entschuldigen Sie, aber Frau Kitazawa fährt grade und wir haben kein Bedarf, unser Leben zu verlieren.“ Anschließend behielt er das Handy ein. Yuri guckte völlig perplex in den Rückspiegel. „Was sollte das?“, fragte sie so freundlich wie es ihr möglich war. ^______^’’’’’’’’’’’’’’’’’’
„Nao hat Recht, man sollte beim Autofahren nicht telefonieren!“ „Das müßt ihr grade sagen, wo von euch selbst Bilder im I-net kursieren, wo ihr das selber macht…“ „Bitte was?“, fragte Hiroto. „Na ja, man findet dort vieles, wenn man weiß, wo man suchen muß!“ Nun versuchte Saga, den Spieß umzudrehen: „Du suchst also Bilder von uns im Internet?“ //Saga, ich bring dich um…// Ganz gelassen, antwortete Yuri: „Sagen wir mal, es war ein Zufallsfund. Eigentlich hatte ich nach anderen Bildern gesucht. Aber na ja, das Internet ist halt groß. Ah, da wären wir ja schon!“ Und schon fuhr Yuri auf den Parkplatz. Als alle ausgestiegen waren wandte sie sich an Tora: „Ma-…“ //Shit, fast hätte ich mich verplappert // „Ja?“ „Magst du mir nicht mein Handy wiedergeben?!“ Und schon reichte er ihr, ihr Handy wieder. „Ihr könnt ja schon mal reingehen und euch einen Tisch suchen, ich muß noch mal telefonieren.“ „Okay!“, antworteten alle Member im Chor und betraten dieses.
Kaum das sie verschwunden waren, flog auch schon Yuri´s Daumen über die Tasten ihres Handys.
„Chrissy, ICH BRING SIE UM! Ich habe eben telefoniert und da wagt es Tora wirklich, mir mein Handy wegzunehmen, nur weil ich nebenbei gefahren bin. Alleine mit ihrer Art und Weise treiben sie mich zur Weißglut und dennoch muß ich dauernd gute Miene vorspielen, obwohl ich diesen gottverdammten Job liebend gerne hinschmeißen würde!“ Yuri stellte das Telefon lauter, da durch die vorbeifahrenden Autos kaum was zu verstehen war und so konnte man aus den Telefon hören: „Sweety, jetzt komm mal wieder runter, atme ganz tief durch und … Hey, warte mal, seit wann nennst du ihn wieder Tora?! O__O?“ „Seit ich mit ihm zusammenarbeiten muß =__=’’’ “, kam die Antwort.
Hinter Yuri ging die Ladentür auf und ein junges Pärchen trat auf die Straße. Unmerklich ging sie um die nächste Ecke und lehnte sich gegen die Wand. „Komm, so schlimm wird’s schon nicht sein. Immerhin kannst du deinen …“ „Wag es ja nicht, diesen Satz zu beenden!“, drohte sie Ihr knurrend. „Dafür hab ich momentan keine Nerven …“ „Och Ari, nun komm schon, laß dich nicht hängen. Wenn du denn mal ein paar Tage Zeit hast, dann kannst du mich ja wieder besuchen kommen! ^^ Ich würde mich zumindest drüber freuen, und dann kannst du auch mal wieder deinen Frust rauslassen.“ „Ja, sobald ich das denn hier fertig habe. Du hast Recht. Ich sollte mich zusammenreißen, nur weil’s mal etwas ungelegen kommt … Sie können ja auch nichts dafür!“ „Siehste!“ „Okay, ich muß dann wieder rein.“ „Jupp, okay, ich muß dann auch weiterarbeiten!“ „Okay, dann dir viel Spaß noch!“ „Danke den wird ich haben!“ „Cucu.“ „Ari?! Warte!“ „Was denn?“ „Ich hab dich lieb!“ ^//^ Yuri mußte lächeln. „Danke, ich hab dich auch lieb!“ Und schon legte sie auf. Als sie um die Ecke ging blieb ihr, ihr Herz stehen. Hatte ER etwa gelauscht?! „Ari? Ich dachte du heißt Yuri?!“, gab er nur ziemlich kühl von sich. //Am besten, ich übergehe diese Bemerkung einfach! Genau, so mach ich´s!// „Laß uns reingehen!“, war ihre einzige Antwort. Tora schien das nicht groß zu interessieren, er nickte nur und folgte ihr. „Warum bist du noch mal rausgekommen?!“ „Weil sie uns keinen Tisch geben wollten.“ Seine Hände in den Hosentaschen lief er keinen Meter neben ihr. „Aha .. SIE WOLLTEN WAS?!“ „Deine Leitung scheint ja etwas länger zu dauern?! Sie wollten uns keinen Tisch geben…“ Yuri beschleunigte ihr Tempo und als sie schließlich vor dem Hikimori In standen, öffnete Yuri die Eingangstür geräuschvoll.
