Archiv für die Kategorie ‘Shortstory’

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Shortstory – Alles ein Traum?!

Mai 11, 2008

Kommentar:
Kami-sama… Diese Sort-Storie habe ich vor 5 Jahren geschrieben und ich habe sie immer noch x3
Is das Krank oder einfach nur sentimental?
Mada~
Es geht weiter…


Ich öffne meine Augen und denke alles war nur ein Traum. Ich drehe mich zur Seite…
Schrecke hoch, denn da liegt doch jemand in meinem Bett??? Wer zum Teufel ist das, frage ich mich. Plötzlich kommt mir mein Traum in den Sinn. War es vielleicht doch alles kein Traum? Er dreht sich zu mir um und ich sehe sein Gesicht. Er sieht niedlich aus, so wie er schläft, wie ein kleines Baby. Ich will sein Gesicht berühren, doch es schmilzt in meiner Hand dahin, wie Schokolade in der Sonne. Ich schrecke hoch. Hatte ich schon wieder diesen Alptraum? Meine Mutter kommt ins Zimmer. Sie setzt sich zu mir aufs Bett und streicht mir eine Strähne aus meinem verschwitzen Gesicht. Sie kennt es. Sie kennt meinen Alptraum. Immer und immer wieder, jede Nacht. Ich halte es nicht mehr aus. Ich falle ihr weinend in die Arme. Sie tröstet mich und sagt mir das alles gut wird. Am Anfang half es, nur reichen diese Worte nicht mehr aus. Ich kann den Unfall nicht vergessen. Sie steht auf und bringt mir ein Glas Wasser und eine Beruhigungstablette. Ich kenne es, denn es geht jetzt schon fast ein ganzes Jahr so. Ich bin zwanzig. Eigentlich alt genug um auszuziehen, nur möchte mich meine Mum mich nicht alleine lassen. Ich bin ein nervliches Wrack geworden. Meine beste Freundin ist weggezogen, lebt mit ihrem Freund zusammen. Ab und zu sehen wir uns noch und telefonieren auch manchmal miteinander, nur fehlt sie mir so, genau wie er. Oh Gott, wie sehr ich ihn vermisse. Ich wünsche mir jeden Tag, daß das alles nie passiert wäre.
Wären wir doch nie in das Auto gestiegen und Heim gefahren. Aber er bestand drauf. Ich sagte noch, nein das müssen wir nicht unbedingt, wir können bei meiner Oma schlafen. Sie hat auch was gegen die Schmerzen. Er meinte jedoch, daß das nur dem Baby schaden würde. Ich gab nach, wie so oft. Und dann passierte es. Ein Autofahrer prallte frontal mit uns zusammen.
Ich schrie…
Black out…
Als ich die Augen öffne sehe ich ein paar Männer um mich herum. Sie reden aufgeregt miteinander. Ich versuche zu verstehen was sie sagen, doch ich kann nichts hören. Ich schließe meine Augen und verliere mich in der Dunkelheit.
Ich höre Stimmen…
Erst sind sie ganz schwach, doch dann werden sie kräftiger. Ich öffne die Augen. Meine Mutter sitzt bei mir am Bett und weint. Sie hält meine Hand und ich frage sie was sie hat. Sie sagt, sie wäre froh, daß ich wieder erwacht wäre. Ich frage sie was passiert ist und sie bricht wieder in Tränen aus. Unter einer Flut von Tränen erzählt sie mir, daß mein Freund und ich einen Autounfall gehabt hätten. Mir kommen die Tränen. Obwohl ich die Antwort schon kannte fragte ich sie, wie es ihm geht. Sie sagte mit brüchiger Stimme, er habe es nicht überlebt, genau wie mein ungeborenes Kind. Ich hatte also alles in meinem Leben verloren. Ich schließe sie Augen, hoffte das alles wäre nur ein böser Traum und wenn ich sie wieder öffne, wäre es erst Morgen. Doch nichts veränderte sich. Der Arzt kommt rein und sagt zu meiner Mum sie müsse jetzt gehen. Ich bekomme eine Spritze, so das ich ruhig schlafen kann. Doch ich träume diesen ganzen scheiß verfuckten Unfall. Wie soll man da ruhig schlafen??? Ich schrecke hoch, bin schwitzt wie sonst wer und merke…. Das alles nur ein böser, böser Traum war. Ich falle in mein Kissen zurück und mir kommen die Tränen.
Ich bin 18 Jahre alt, hab meinen Schulabschluss endlich hinter mir, habe eine tolle Familie und noch bessere Freunde. Und für das alles bin ich sehr, sehr dankbar…

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Shortstory – Lost Faith

Mai 11, 2008

Autor: Yuriko Yakuza
Titel: Lost Faith
Chapter: Oneshot

Kommentar:
Eine Shortstory, die ich jetzt während meines Urlaubs geschrieben habe. Ich weiß nicht, würde eine Fortsetzung passen? Glaube ich nicht… Nicht wirklich … Ich hoffe trotzdem, ihr habt euren Spaß damit ^^ …


Oft habe ich dir E-Mails geschrieben und nie eine Antwort erhalten. Ich weiß, dass nicht nur ich mich bei dir melde, dir meine Gedanken preisgebe. Manchmal waren es auch nur ganz alltägliche Sachen, die ich dir erzählte. Interessierten sie dich überhaupt?

Ab und zu war ich auch auf einem deiner Konzerte. Anfangs war ich begeistert, kreischte und rief mit Unzähligen deinen Namen. Doch irgendwann erkannte ich, dass du uns nicht hörtest. Mein Herz wurde schwer und drohte zu zerspringen.
So viele Hände, die sich dir entgegen reckten, Münder die nur deinen Namen kannten und Augen, die nur dich sahen. Du bemerktest sie nicht.

Eingetaucht in eine Welt, die niemand von uns erreichen kann. Deine Stimme, belegt mit unterschiedlichen Gefühlen. Dein Körper, der mit den ganzen Lichtern spielte. Deine Bewegungen, an jemanden in deiner Welt gerichtet.
Du gabst deine Show, ein paar liebe Worte zum Abschied an die Fans und das war’s.
Die Erkenntnis traf mich wie ein Schlag und all meine Vorstellungen, Wünsche und Träume zerfielen vor mir zu Staub.

Ein Schmerz und eine Trauer traf auf meinen Körper und ich hörte auf, dir zu schreiben. Wenn deine Musik im Radio läuft, oder ich ein Video von dir im Fernsehen sehe, schwelge ich in meinen Erinnerungen und ein leichtes Lächeln legt sich auf meine Lippen. Jedoch währt es nicht lange und wird von der wieder aufkeimenden Erkenntnis weggespült.

Mehr als ein Lächeln wird es nicht sein, was ich dir noch geben kann. Ich habe begriffen, dass ich dich nicht erreichen kann, denn du lebst in deiner Welt … nur für dich.
Jeder der Dich kennt, weiß es.

Eine letzte Mail sandte ich zu dir, in der ich dir alles erklärte.
Doch wie zuvor … Ich bekam keine Antwort.
Ich habe damit gerechnet.

Nun sitze ich hier, in diesem Café und drücke meine Zigarette im Aschenbecher aus.
Das Geld in meiner Hand landet klirrend auf dem Tisch.
Mit einem Nicken in Richtung des Kellners verlasse ich den Laden.

Draußen scheint mir die Sonne ins Gesicht und schützend lege ich eine Hand über meine Augen, blicke zu dem leuchtenden Blau empor.

Ich sollte nicht so viel in der Vergangenheit leben sage ich mir und setzte meinen Weg fort. Ein paar Straßen weiter erblicke ich einen Menschenauflauf auf der anderen Straßenseite. Viele Mädchen stehen dort und warten auf jemanden.
Ich bleibe stehen und beobachte sie. Ihre Glücklichen Gesichter verraten mir, dass sie meine Erkenntnis noch nicht hatten. Die Glücklichen …
Ich reiße mich von ihrem Anblick los, als sie zu kreischen beginnen und richte mein Augenmerk auf den Eingang.

Ich hätte es ahnen müssen. Umgeben von all deinen Bodyguards verlässt du das Gebäude und bevor du deinen Wagen erreichst, treffen sich unsere Blicke über ihn hinweg. Einzelne Sekunden verstreichen. Doch für mich ist es eine Ewigkeit. Ich lächle dir kurz zu, wie meinen Erinnerungen an dich und gehe dann weiter. Diese Begegnung würde dir eh nicht lange im Gedächtnis bleiben. Würde ich mich daran klammern, würde ich nur leiden. Also verdränge ich sie.

Ich öffne meine Tür und der Schlüssel fällt in die kleine gründe Glasschale auf der Kommode. Nachdem ich meine Jacke angehängt habe, entledige ich mich meiner Schuhe.
Mein erster Gang führt mich in die Küche. An das sterile weiß habe ich mich unlängst gewöhnt. Während das Wasser zu kochen beginnt, fülle ich meine Tasse mit dem Instantkaffee. Den gab es erst Vorgestern im Angebot. Als sich der Kocher ausschaltet fülle ich meinen Kaffee auf und nehme ihn mit in mein Arbeitszimmer.

Surrend begrüßt mich mein Computer. Es ist ein altes Modell und so mancher würde bei seinem Anblick die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, dennoch… für meine Arbeit reicht er mir.
Bevor ich beginne zu Arbeiten überprüfe ich mein Mailfach. Nur Kunden, die wissen wollen, wie weit die Korrektur ihrer Arbeiten ist haben mir geschrieben.
Ich mache mir Vermerke auf meinem Notizblock. Ich werde ihnen später antworten und mache mich an die Arbeit für die ich auch bezahlt werde.

Es ist spät, die Morgendämmerung setzt langsam ein und ich lege eine kurze Pause ein. Mein Nacken ist verspannt, ich spüre die Starre als meine Hand darüber streicht. Ich erhebe mich und setzte mir einen weiteren Kaffee auf.
Wahrscheinlich würde ich eh wieder bis in den späten Morgen arbeiten.
Den heißen Kaffee in der Hand kehre ich ins Zimmer zurück.
Grade, als ich ihn neben meiner Tastatur abgestellt habe, fällt mir das kleine blinkende Fenster auf meinem Monitor auf.
Eine E-Mail.
Also verlängere ich meine Pause und sehe nach, wer jetzt noch was von mir will.

Den Absender kenne ich nicht, trotzdem öffne ich sie. Manchmal sind es neue Kunden.
Doch als ich zu Lesen beginne, spüre ich, wie sich leichte Tränen in meinen Augen sammeln.

Du hast mir endlich geschrieben, eine Antwort die ich verloren glaubte.

Du sagst, dass du meine Mails vermisst, denn jedes Mal, wenn du sie gelesen hast, war es für dich ein Stück Normalität. Du konntest an einem anderen, einfachen Leben dran teilnehmen und hast es sehr genossen.

Leise fließen die heißen Tränen mein Gesicht entlang und ich glaube zu träumen.
Wie von selbst berühren meine Finger die Tastatur und als ich dir Antworte, weiß ich, du wirst dieses eine Wort verstehen.

-Danke-

Für einen Moment schließe ich meine Augen. Die Tränen wollen noch nicht aufhören und mit einem Lächeln wird mir bewusst, dass ein verlorener Glaube zu mir zurückgekehrt ist.